In einem globalen Wirtschaftssystem werde die Konkurrenz- und Wachstumsbedingungen neu definiert. D.h. Unternehmen muessen auf Wandel schnell reagieren. Es gibt heute kein Unternehmen, das sich nicht an Lean-Modellen, oft unter anderen Namen, orientiert. Integriertes Management bedeutet die fortlaufende Vernetzung von Unternehmen und Märkten. Schwerpunkte sind die Vernetzung aller Unternehmensbereiche, eine Umorientierung im Verständnis der Unternehmensstruktur und der Umbau der Aufbauorganisation in Richtung Unternehmenssegmentierung und einen neuen Führungsstil. Dabei geht es um die Bewältigung der Grundsituation des Wirtschaftssystem, die durch die moderne Informations- und Kommunikationstechnolgie herbeigeführt wurde.
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Umstrukturierungen müssen sich heute mit dem erfolgreichen japanischen und amerikanischen Management auseinandersetzen. Die Orientierung am amerikanischen Modell ist dabei eher rückläufig. Trotz der Strukturkrise der amerikanischen Wirtschaft sollte dieses Modell aber nicht unterschätzt werden. Der Ansatz der Untemehmenskulturforschung hat eine moderne Prägung von amerikanischen Denkformen und Studien erhalten. In den USA hat man sich schon seit Anfang der Achtziger Jahren mit dem japanischen Managementmodell beschäftigt und die Vorteile dieses Modells in die eigenen Mangementstrategien aufzunehmen versucht. Der japanische Wirtschaftserfolg ließ Ängste aufkommen, stärkte aber auch die Vermutung, daß von den Japanern zu lernen sei. Spätestens seit Anfang der neunziger Jahre hat sich das japanische Managementmodell gegenüber dem amerikanischen Modell durchgesetzt.
Die Beziehungen zwischen Banken, Kapitalmarkt und Industrie bezeichnen die entscheidenden strukturellen Unterschiede zwischen Japan, den USA und Deutschland. Auch die Bedeutung eines Wirtschaftsunternehmens für die Gesellschaft unterscheidet sich in wesentlichen Punkten, zum Beispiel hat ein Unternehmen in Deutschland und Japan eine größere soziale Bedeutung als in den USA. Im Unterschied zu den USA und anderen westlichen Gesellschaften ziehen es die Japaner vor, ihre Probleme von Fall zu Fall zu lösen, ohne sich dabei an Grundsätzen zu orientieren. Typisch hierfür sind die Äußerungen eines hohen japanischen Beamten des Außenministeriums (1990): »Es gibt kein Beispiel in unserer Geschichte, wo Japan für einen Wert gegen einen anderen eingetreten ist«, und eines Diplomaten: »Im Gegensatz zu den Amerikanern verbinden wir Japaner unsere Identität nicht mit irgendeinem Glauben oder irgendwelchen Überzeugungen«. Hinzu kommt, daß alle drei Kulturen von ihrer Tradition her eine andere Einstellung zum Risiko haben. Im folgenden werden Grundmuster des japanischen und des amerikanischen Modells vorgestellt und daraus Folgerungen für die Übertragbarkeit auf die europäischen Managementmodelle gezogen.
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