Auch die DDR hatte ihre Gegenkultur. Dieser Band dokumentiert zum ersten Mal umfassend und detailliert die Geschichte der ostdeutschen Boheme von den späten 60er Jahren bis zur Wiedervereinigung 1989 - ihre regionalen Zentren, Positionen, Entfaltungsspielräume wie ihre Grenzen.
Das umfangreiche, bislang unveröffentlichte Text- und Bildmaterial stammt aus Privatarchiven, die viele Boheme-Künstler und Wegbegleiter eigens für dieses Buch zugänglich gemacht haben: ein wichtiger Beitrag zu einem noch unbekannten Kapitel jüngster deutscher Kulturgeschichte.
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geb. Ausg., Buchhandelsausg. 415 S. : zahlr. Ill. ; 28 cm Hier die gebundene Ausgabe. Das Exemplar ist sehr gut erhalten Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1121 4°, roter OU mit Rückentitel, rotes OLn. Artikel-Nr. 64840
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Originalbroschur. Zustand: Sehr gut. 415 S. : zahlr. Ill. ; 29 cm; kart. Sehr gutes, sauberes Exemplar. - INHALT : Vorwort - Christoph Stölzl - Perlen vor die Säue. Eine Boheme im Niemandsland - Abschied mit Staatsempfang - Mißverständnisse und Profilneurosen. Der Streit um ein Phänomen - Eine Boheme in der DDR? Die Voraussetzungen und der Begriff - Hippies, Lauben, Sommergäste. - Das Prinzip Hoffnung - die Entstehung der DDR-Boheme - Neue Kreise, andere Räume. Aktionsorte und Organisationsformen Frühstück im Freien. Die Festkultur der DDR-Boheme Biermann und die Folgen. Zum politischen Selbstverständnis der Boheme Kleine Ökonomie der Boheme. Freiräume in der Planwirtschaft - Inseln der Unordnung. - Ein Generationswechsel und die Installation einer Infrastruktur - Tschekisten im Untergrund. Die Boheme im Visier der Staatssicherheit - Pogo unterm Kruzifix, Diplomatie als Geleitschutz. Die >Schutzräume< der Boheme - Letzte Tage im Niemandsland. - Die Boheme zwischen Ausreise, Agonie und Allianzen - Die Boheme in Farbe Regionale Boheme-Zentren - Dresden - Pathos der Landnahme - Boheme mit Bodenhaftung: Dresdens Subkultur zwischen lähmendem Traditionsdruck, inspirierenden Autoritäten, frankophiler Sehnsucht und gelebter Staatsferne - Die Lücke im Raum - Gegendruck in Dresden: Die 1978 gegründete "Obergrabenpresse" als Werkstatt, Verlag, Galerie und vitaler Freundeskreis - Bunte Kolonie am Blauen Wunder - Launiges Künstleridyll mit Eibblick: Das Boheme-Biotop Loschwitz zwischen "Körnergarten" und "Leonhardi-Museum" - Lichter im Alltag - Inszenierung eines Lebensgefühls: Die Festkultur der Dresdner Boheme zwischen Barock-Reminiszenzen und Raumproblemen - Wenn die Puppen Gerichtstag halten - Philanthrop, Bohemien, Puppenspieler: Gottfried Reinhardt galt in der ostdeutschen Subkultur als lebende Legende - Tagflucht und Nachtmär - Aus dem Keller in die Villa: Inge Thiess-Böttner und Claudia Reichardt eröffneten mit ihren inoffiziellen Privatgalerien künstlerische Freiräume - Mysterien des Postwegs - Frankierte Kommunikation: Eine Mail Art-Gruppe sorgte Anfang der 80er Jahre in Dresden für Furore - bis die Staatssicherheit ein Exempel statuierte - Wutanfälle und Flugversuche - Genius loci und radikaler Stadtverfall: In der Messestadt Leipzig fand sich ein Patchwork subkultureller Eigenarten - Als ich wie ein Vogel war - Gestutzte Schwingen: Die Leipziger Kultband "Klaus-Renft-Combo" zwischen Rebellentum, Staatsrocker-Karriere und Berufsverbot - Schubsen am Trog - Eine Künstlergruppe organisierte 1984 den "1. Leipziger Herbstsalon" -furiose Schluß-Attacke nach vergeblichen Reformversuchen im Künstlerverband - Verpurzelter Wurzelträumer - Magier, Mixer, Melangeuf: Der Leipziger Theatermacher und Sprachakrobat Wolfgang Krause Zwieback als Enfant terrible der Boheme - Schimmelblumen an der Pleiße - Facetten der vielgestaltigen Leipziger Boheme: Klaus Rudolf, Lutz Nitzsche, Hans-Joachim Schulze und Jens-Paul Wollenberg - Schiffstaufe auf der Sandbank - Kopf hoch, Land unter: Gerd Harry Lybke gelang in Leipzig mit seiner inoffiziellen Galerie "Eigen + Art" ein beispielloses Navigationskunststück - Halle - Rallyes, Feten, Burggeflüster - Aufruhr an der Saale: In Halle etablierte sich trotz der räumlichen Nähe zur Schwesterstadt Leipzig eine eigenständige und bunte Stadt-Boheme - Capri-Fischer auf der Saale - Wie die Pop-art nach Halle kam: Wasja und Moritz Götze als künstlerisches Familiendoppel und vitale Protagonisten der Stadt-Boheme - Polkokow, Coneffy, Höderlein - Bürgerliche Literatur als Staatsverbrechen: Peter Bohleys Lesekreis in Halle von 1973 bis 1983 - Fallbeil statt Beifall - Brachialromantische Revolte gegen das "Sinnregime": "Matthias" BAADER Holst als radikaler Punkdichter und dadaistischer Terrorist - Thüringen - Landschaft mit Argonauten - Patchwork der Freiräume: Die intellektuelle Subkultur in Thüringen war geprägt von rebellischen Einzelgängern und autonomen Kunstoasen - Zeitzünder im Eintopf - Pegasus auf Protestflug: In Jena formierte sich in den 70er Jahren eine politisch engagierte Kunstszene - ein Novum in der ostdeutschen Gegenkultur - Gesichte, Chiffren, Schattenblätter - Zivilcourage in Blickhöhe: Die "Erfurter Ateliergemeinschaft" von 1963 bis 1974 als illegales Podium moderner Kunst - Ein Altar für Paris - Sehnsucht nach dem Salon: Der Hauskreis um Stephanie und Rolf Lindner als Zentrum einer bürgerlichen Alternativkultur in Erfurt - Tochtersprache im Vaterland - Kunst als "außerstaatliche Lebensqualität": Die Dichterin und Performerin Gabriele Stötzer als provokante Leitfigur der 80er Jahre in Erfurt - Mauerbau und Bildersturm - Kampf um einen Hinterhof: Die "Jenaer Hofvernissagen" von 1986 bis 1988 zwischen trickreicher Selbstbehauptung und spätsozialistischer Willkür - Karl- - Blickkontakt am Monument - Subversiver Magnetismus: Karl-Marx-Stadt wurde in den letzten beiden DDR-Jahrzehnten unerwartet zum anregenden Kunstort - Metamorphosen der Fünftracht - Rebellion unterm Frauenrock: Die Produzentengalerie und Künstlergruppe "Clara Mosch" in Karl-Marx-Stadt - Trickbeat an der Zentralhaltestelle - Biotop in Hanglage: Die Karl-Marx-Städter Szene wurde in den 80er Jahren zum subkulturellen Durchlauferhitzer - Berlin - Lizenz zum Widerspruch - Facettenreicher Mythos: Der Prenzlauer Berg als Zentrum und Transitraum einer von den Rändern nach Berlin drängenden Subkultur - Fette Ecken im dunklen Raum - Assoziation der Aktionisten: Inoffizielle Privatgalerien und Atelierausstellungen am Prenzlauer Berg - Gegenverkehr auf der Töpferscheibe - Die Keramikwerkstatt von Wilfriede Maaß war Postamt, Fluchtort und Hauptquartier -in der Küche von Ekkehard Maaß fanden bedeutende Lesungen statt - Die Jäger der verlorenen Zeit - Traum-Haft am Kollwitzplatz: Das "theater Zinnober" war in den 80er Jahren ein autonomes Biotop und Lebensmodell der ostdeutschen Subkultur - Dreimaster am Horizont - Solitäre mit Durchschlagskraft: Die Bohemiens Thomas Roesler und Wolfram Adalbert Scheffler - Kinder des Eros - Laufstege ins Niemandsland. Artikel-Nr. 1050593
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Anbieter: Fundus-Online GbR Borkert Schwarz Zerfaß, Berlin, Deutschland
Zustand: Gut. Buchhandelsausg. 415 S. : zahlr. Ill. ; 29 cm Aus dem Vorbesitz des Literatur- und Medienwissenschaftlers Dr. Steffen Damm, ggf. sehr dezenter Nikotingeruch. Die leinengebundene Buchhandelsausgabe in nahezu perfekter Erhaltung. Sehr gutes, sauberes Exemplar. - INHALT : Vorwort - Christoph Stölzl - Perlen vor die Säue. Eine Boheme im Niemandsland - Abschied mit Staatsempfang - Mißverständnisse und Profilneurosen. Der Streit um ein Phänomen - Eine Boheme in der DDR? Die Voraussetzungen und der Begriff - Hippies, Lauben, Sommergäste. - Das Prinzip Hoffnung - die Entstehung der DDR-Boheme - Neue Kreise, andere Räume. Aktionsorte und Organisationsformen Frühstück im Freien. Die Festkultur der DDR-Boheme Biermann und die Folgen. Zum politischen Selbstverständnis der Boheme Kleine Ökonomie der Boheme. Freiräume in der Planwirtschaft - Inseln der Unordnung. - Ein Generationswechsel und die Installation einer Infrastruktur - Tschekisten im Untergrund. Die Boheme im Visier der Staatssicherheit - Pogo unterm Kruzifix, Diplomatie als Geleitschutz. Die >Schutzräume< der Boheme - Letzte Tage im Niemandsland. - Die Boheme zwischen Ausreise, Agonie und Allianzen - Die Boheme in Farbe Regionale Boheme-Zentren - Dresden - Pathos der Landnahme - Boheme mit Bodenhaftung: Dresdens Subkultur zwischen lähmendem Traditionsdruck, inspirierenden Autoritäten, frankophiler Sehnsucht und gelebter Staatsferne - Die Lücke im Raum - Gegendruck in Dresden: Die 1978 gegründete "Obergrabenpresse" als Werkstatt, Verlag, Galerie und vitaler Freundeskreis - Bunte Kolonie am Blauen Wunder - Launiges Künstleridyll mit Eibblick: Das Boheme-Biotop Loschwitz zwischen "Körnergarten" und "Leonhardi-Museum" - Lichter im Alltag - Inszenierung eines Lebensgefühls: Die Festkultur der Dresdner Boheme zwischen Barock-Reminiszenzen und Raumproblemen - Wenn die Puppen Gerichtstag halten - Philanthrop, Bohemien, Puppenspieler: Gottfried Reinhardt galt in der ostdeutschen Subkultur als lebende Legende - Tagflucht und Nachtmär - Aus dem Keller in die Villa: Inge Thiess-Böttner und Claudia Reichardt eröffneten mit ihren inoffiziellen Privatgalerien künstlerische Freiräume - Mysterien des Postwegs - Frankierte Kommunikation: Eine Mail Art-Gruppe sorgte Anfang der 80er Jahre in Dresden für Furore - bis die Staatssicherheit ein Exempel statuierte - Wutanfälle und Flugversuche - Genius loci und radikaler Stadtverfall: In der Messestadt Leipzig fand sich ein Patchwork subkultureller Eigenarten - Als ich wie ein Vogel war - Gestutzte Schwingen: Die Leipziger Kultband "Klaus-Renft-Combo" zwischen Rebellentum, Staatsrocker-Karriere und Berufsverbot - Schubsen am Trog - Eine Künstlergruppe organisierte 1984 den "1. Leipziger Herbstsalon" -furiose Schluß-Attacke nach vergeblichen Reformversuchen im Künstlerverband - Verpurzelter Wurzelträumer - Magier, Mixer, Melangeuf: Der Leipziger Theatermacher und Sprachakrobat Wolfgang Krause Zwieback als Enfant terrible der Boheme - Schimmelblumen an der Pleiße - Facetten der vielgestaltigen Leipziger Boheme: Klaus Rudolf, Lutz Nitzsche, Hans-Joachim Schulze und Jens-Paul Wollenberg - Schiffstaufe auf der Sandbank - Kopf hoch, Land unter: Gerd Harry Lybke gelang in Leipzig mit seiner inoffiziellen Galerie "Eigen + Art" ein beispielloses Navigationskunststück - Halle - Rallyes, Feten, Burggeflüster - Aufruhr an der Saale: In Halle etablierte sich trotz der räumlichen Nähe zur Schwesterstadt Leipzig eine eigenständige und bunte Stadt-Boheme - Capri-Fischer auf der Saale - Wie die Pop-art nach Halle kam: Wasja und Moritz Götze als künstlerisches Familiendoppel und vitale Protagonisten der Stadt-Boheme - Polkokow, Coneffy, Höderlein - Bürgerliche Literatur als Staatsverbrechen: Peter Bohleys Lesekreis in Halle von 1973 bis 1983 - Fallbeil statt Beifall - Brachialromantische Revolte gegen das "Sinnregime": "Matthias" BAADER Holst als radikaler Punkdichter und dadaistischer Terrorist - Thüringen - Landschaft mit Argonauten - Patchwork der Freiräume: Die intellektuelle Subkultur in Thüringen war geprägt von rebellischen Einzelgängern und autonomen Kunstoasen - Zeitzünder im Eintopf - Pegasus auf Protestflug: In Jena formierte sich in den 70er Jahren eine politisch engagierte Kunstszene - ein Novum in der ostdeutschen Gegenkultur - Gesichte, Chiffren, Schattenblätter - Zivilcourage in Blickhöhe: Die "Erfurter Ateliergemeinschaft" von 1963 bis 1974 als illegales Podium moderner Kunst - Ein Altar für Paris - Sehnsucht nach dem Salon: Der Hauskreis um Stephanie und Rolf Lindner als Zentrum einer bürgerlichen Alternativkultur in Erfurt - Tochtersprache im Vaterland - Kunst als "außerstaatliche Lebensqualität": Die Dichterin und Performerin Gabriele Stötzer als provokante Leitfigur der 80er Jahre in Erfurt - Mauerbau und Bildersturm - Kampf um einen Hinterhof: Die "Jenaer Hofvernissagen" von 1986 bis 1988 zwischen trickreicher Selbstbehauptung und spätsozialistischer Willkür - Karl- - Blickkontakt am Monument - Subversiver Magnetismus: Karl-Marx-Stadt wurde in den letzten beiden DDR-Jahrzehnten unerwartet zum anregenden Kunstort - Metamorphosen der Fünftracht - Rebellion unterm Frauenrock: Die Produzentengalerie und Künstlergruppe "Clara Mosch" in Karl-Marx-Stadt - Trickbeat an der Zentralhaltestelle - Biotop in Hanglage: Die Karl-Marx-Städter Szene wurde in den 80er Jahren zum subkulturellen Durchlauferhitzer - Berlin - Lizenz zum Widerspruch - Facettenreicher Mythos: Der Prenzlauer Berg als Zentrum und Transitraum einer von den Rändern nach Berlin drängenden Subkultur - Fette Ecken im dunklen Raum - Assoziation der Aktionisten: Inoffizielle Privatgalerien und Atelierausstellungen am Prenzlauer Berg - Gegenverkehr auf der Töpferscheibe - Die Keramikwerkstatt von Wilfriede Maaß war Postamt, Fluchtort und Hauptquartier -in der Küche von Ekkehard Maaß fanden bedeutende Lesungen statt - Die Jäger der verlorenen Zeit - Traum-Haft am Kollwitzplatz: Das "theater Zinnober" war in den 80er Jahren ein autonomes Biotop und Lebensmodell der ostdeutschen. Artikel-Nr. 1215735
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