Mach's noch einmal. Das große Buch der Remakes. Über 1.300 Filme in einem Band - Hardcover

 
9783896023933: Mach's noch einmal. Das große Buch der Remakes. Über 1.300 Filme in einem Band

Inhaltsangabe

Das Buch Die Neuverfilmung eines schon einmal erfolgreichen Stoffes ist international gang und gäbe. Oft sind es Klassiker oder Kassenerfolge, denen erneut Filmleben eingehaucht wird. Das große Lexikon der Remakes tritt allerdings den Beweis an, dass ebenso Filme, die beim ersten Mal ein Flop waren, durchaus für neue Bearbeitungen taugen. Besonders Hollywood steht ganz im Zeichen der Remakes: Regisseur Sean Penn inszenierte 2000 mit dem Film »Das Versprechen« ein Remake des berühmten Thrillers »Es geschah am hellichten Tage« mit Heinz Rühmann: Jack Nicholson spielt den Eigenbrötler-Kommissar, die einstige Rühmann-Rolle. Tim Burton lieferte mit »Planet der Affen« (2000) ein Update von Franklin J. Shaffners berühmter Verfilmung aus dem Jahr 1968. Und 2002 kommt »Momo«, nach einer Geschichte von Michael Ende, als Zeichentrickfilm ein zweites Mal zu Kino-Ehren. Wenn es um Remakes geht, gehören Formulierungen wie »reicht aber nicht an die Erstverfilmung heran« oder »überflüssige Neuverfilmung« zum Repertoire der Filmkritik. Selbst wenn ein Film längst auf dem Olymp der unsterblichen Klassiker Einzug gehalten hat, bleibt er eben ein Remake und damit zweitrangig. Dieses Buch wird einige der Vorurteile leider bestätigen müssen, viele andere aber werden ausgeräumt: Ist Hitchcocks Remake von »Der Mann, der zuviel wusste« aus den fünfziger Jahren nicht besser als die Verfilmung aus den Dreißigern? Lieben wir nicht Marlon Brando als Fletcher Christian in der »Meuterei auf der Bounty« mehr als Clark Gable oder Mel Gibson, obwohl dies bereits die vierte Verfilmung war? Und bleibt nicht Heinz Rühmann als Charleys Tante einfach unübertroffen, auch wenn nach ihm noch Peter Alexander und Thomas Heinze in Frauenkleider geschlüpft sind?

Der Inhalt Im Lexikon sind Remakes aller Genres und aller Epochen verzeichnet, ausgehend jeweils von der letzten Bearbeitung des Stoffes. In den ersten beiden Kapiteln wird eine Geschichte der Remakes erzählt und auf die Defintion des Remakes eingegangen. Als erstes deutsches Nachschlagewerk seiner Art dokumentiert dieses Buch alle Wiederverfilmungen, die in Deutschland aufgeführt wurden. Die Filmgeschichte ist auch eine Geschichte der Remakes: Zuerst wurden Stummfilme als Tonfilme erneut verfilmt. Der zweite Boom von Neuverfilmungen wird von der Einführung der Farbfilms ausgelöst. Bei gesellschaftskritischen Themen spielen Moral und Zensur eine Rolle: Von William Wylers »Infame Lügen« (1936), der von der Liebe zweier Lesbierinnen erzählt, lassen die Zensoren nur noch einen Torso übrig. Erst 1962 wagt Wyler selbst unter dem Titel »Infam« dann eine neue Fassung. Ein anderes Beispiel ist die Musikkomödie »Victor/Victoria« (1982), die für Toleranz in sexuellen Dingen plädiert und die Rollenklischees infrage stellt – was den Vorläufer-Versionen (1933 und 1957) so nicht möglich war. In der deutschen Filmgeschichte nehmen Remakes eine Sonderstellung ein: Da der Film an der Zäsur durch Nationalsozialismus und Weltkrieg leidet, bestand 1945 die Chance zum Neubeginn – die wurde jedoch nicht genutzt. Viele der vor 1945 entstandenen Filme werden neu aufgelegt. Selbst wenn die Filmkritik weiterhin Neuverfilmungen abwertend beurteilt: Remakes sind eine unendliche Geschichte, die mit diesem Lexikon längst nicht erschöpft ist. Gegen die generelle Ablehnung von Remakes möchte dieses Lexikon einen Beitrag leisten, denn jede Wette, viele Remakes würden als tolle Filme gefeiert, wenn man nicht um die Existenz des Originals wüsste.

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Über die Autorin bzw. den Autor

Der Autor Manfred Hobsch, geboren 1951 in Berlin, Verlagskaufmann, Mitbegründer des Zitty-Verlags (1977) und Gesellschafter bis 1998. Mitarbeit beim Kinderfilmfest der Internationalen Filmfestspiele Berlin (1981–1996). Stellvertretender Chefredakteur der Stadtzeitung Zitty bis Frühjahr 2000. Mitherausgeber des Rowohlt-Reiseführers »Anders Reisen Berlin« (1990–1999). Veröffentlichungen in Filmzeitschriften (u.a. »Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz«), Hörfunksendungen, Mitarbeiter beim »Lexikon des Kinder- und Jugendfilms« (Corian-Verlag). Bücher im Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf: »Liebe, Tanz und 1000 Schlagerfilme« (1998), »Film ab – Heinz Erhardt« (1999), »Film ab – Die Marx Brothers«. Ko-Autor bei »Caterina Valente – Du bist Musik« (2000).

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