Brand Wand - Hardcover

Zimmermann, Harf

 
9783869306285: Brand Wand

Inhaltsangabe

Die aufragenden, auf den ersten Blick leblosen Mauern aufgeschnittener Mietshäuser dominierten nach den Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg das Bild deutscher Städte. Brandwände, ursprünglich in die Konstruktion des Hauses integriert und von der Straße aus nicht sichtbar, traten nun schroff hervor. Seither hat der Begriff eine Bedeutung hinzugewonnen: Er bezeichnet auch eine Wand, die der Brand einst verschonte. Zumeist grenzen Brandwände an weitläufige Brachen. Die 'wild' gebrochenen Fensteröffnungen in zufälliger Anordnung sind manchmal auch schon wieder zugemauert. Als Symbole des Zusammenbruchs, des Neubeginns wie des Scheiterns tragen die Mauern die Spuren deutschen Schicksals: Einschusslöcher, Bombensplitter, Ruß, Umrisse vergangener Gebäude, Notreparaturen. Sie sind dicht bewachsen, kahl oder verputzt und mitunter von Graffiti und Werbung überzogen. Nach dem Ende der DDR und im Zuge des seitdem anhaltenden Immobilienbooms wurden viele Altbauten saniert, ihre Brandwände meist übertüncht. Schaut man aber hinter diese Mauern, findet man auf den Innenseiten oft Abdrücke derselben Geschichte, wie die Negativform desselben Gusses. Harf Zimmermann hat über einen Zeitraum von 15 Jahren hinweg gezielt nach solchen Mauern gesucht. Dieses Buch versammelt Beispiele aus dem Osten Deutschlands.

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Über die Autorin bzw. den Autor

Harf Zimmermann, 1955 in Dresden geboren, wuchs in Berlin auf. Seinem Journalismus-Studium folgte das Studium der Fotografie bei Arno Fischer an der HGB Leizpig. 1990 war er Gründungsmitglied der Agentur Ostkreuz. Heute arbeitet er für internationale Magazine und die Industrie. Zimmermann lebt in Berlin.

Von der hinteren Coverseite

The soaring, rigid walls of the tenement blocks torn open by the bombing of World War II dominated the German streetscapes of the 1950s. Fire walls, originally integrated in the building and serving as fire shields, suddenly became visible and turned into outer walls. That is how the originally rather technical term got a new meaning: Firewalls as walls spared by the fire. Those long brick walls often adjoin to vast vacant lots once taken up by buildings that were never reerected after the war. Windowssometimes bricked up againcover the walls without any rational order, bearing witness to the troublesome moments of Germanys history, just like smut, traces of bullets, shrapnel holes, the outlines of previous buildings, and provisional repairs. The remarkable housing boom following the fall of East Germany whitewashed most of the scars and overgrew the occasional graffiti and advertisements originally decorating those walls. A look behind them revealslike a negative form of the same castthe imprint of the buildings story.

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