Rashid Johnson gehört zu einer Generation junger afroamerikanischer Künstler, die äußerst kritisch die Suche nach ihrer kulturellen Herkunft thematisiert. Johnsons Arbeiten bewahren die Bindung an die Subkultur der Schwarzen, aber reflektieren vor allem die Spannungen zwischen dem Respekt vor der „weißen“ Avantgarde und der eigenen Ethnie. Seine künstlerischen Strategien sind dabei offen in den Mitteln und Techniken, reichen von Fotografie, Malerei und Skulptur bis zu Performance, und darüber hinaus – ästhetisch unangepasst und politisch provokant. Geschickt nutzt Johnson die künstlerische Autonomie als Basis bewusster Attacken, um verdeckte kulturelle Unterdrückung zu entlarven und jede Art ethnischer Missachtung anzuprangern. Der vorliegende Katalog dokumentiert die erste Personalausstellung des aufstrebenden Künstlers in Europa.
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Biografie: 1977 in Chicago geboren; lebt und arbeitet in New York
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