Im Fokus des Heftes stehen Themen und Ansätze der Disability History aus frauen-/geschlechtergeschichtlicher Sicht. Die Beiträge reichen vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart und betrachten unterschiedliche nationale, kulturelle und soziale Entwicklungen in Mittel-, West- und Osteuropa. Körperliche und andere Behinderungen, etwa durch hohes Alter, werden dabei sowohl aus der Perspektive diverser Institutionen (Familien, Hospitäler, staatliche Fürsorgeinstitutionen, Gerichte etc.) als auch aus der Sicht der Betroffenen selbst untersucht – etwa in der Auseinandersetzung mit der „Krüppelbewegung“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Österreich oder in der Analyse der „Nutzung“ frühneuzeitlicher karitativer Einrichtungen durch Familien, die durch Behinderung und Armut eingeschränkt waren. Hexenverfolgung der Frühen Neuzeit / Gender, Care and State Prescriptions in Socialist Bulgaria / The (Re)Birth of Human Genetics in Post-War Hungary / Geschlecht und Behinderung in der EÖKA / Interview mit Dagmar Herzog: „Eugenische Phantasmen“ / Körperliche Behinderung in Quellen der Généralité de Tours / Lucrezia Marinellas „Essortationi alle Donne“ / Zur (Nicht-)Modernisierung rechtsextremer Familienbilder / Das Historikerinnentreffen in Wien 1984 als feministisches Jubiläum In this issue, we discuss how physical or psychological limitations or deformations were socially and/or institutionally transformed into deviance – and conversely, when and how deviance lead to medical and/or institutional interventions, following recent debates in disability theory and –history in a gender-historical as well as intersectional perspective. We ask, how people in former times (late medival until late state socialism eras) have been made unable to participate in a “normal”, “healthy” life, be it through state intervention, social norm setting, institutional regulations or even material disabilities (e.g. lack of financial support, lack of medical support, lack of integration, etc.) – and how people struggled to overcome these discriminations and challenges.
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Dr. Christa Hämmerle ist ao. Professorin für Neuere Geschichte und Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Wien und Leiterin der Sammlung Frauennachlässe.
Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal ist emeritierte Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Basel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschlechtergeschichte sowie die Politik- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere Frankreichs.
Anelia Kassabova ist Associate Professor am Institute for Ethnology and Folklore Studies an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Geschichte der Ethnologie, die Geschichte der Sozialarbeit, Familien- und Reproduktionspolitiken und die visuelle Anthropologie.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware -Im Fokus des Heftes stehen Themen und Ansätze der Disability History aus frauen-/geschlechtergeschichtlicher Sicht. Die Beiträge reichen vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart und betrachten unterschiedliche nationale, kulturelle und soziale Entwicklungen in Mittel-, West- und Osteuropa. Körperliche und andere Behinderungen, etwa durch hohes Alter, werden dabei sowohl aus der Perspektive diverser Institutionen (Familien, Hospitäler, staatliche Fürsorgeinstitutionen, Gerichte etc.) als auch aus der Sicht der Betroffenen selbst untersucht - etwa in der Auseinandersetzung mit der 'Krüppelbewegung' zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Österreich oder in der Analyse der 'Nutzung' frühneuzeitlicher karitativer Einrichtungen durch Familien, die durch Behinderung und Armut eingeschränkt waren.Hexenverfolgung der Frühen Neuzeit / Gender, Care and State Prescriptions in Socialist Bulgaria / The (Re)Birth of Human Genetics in Post-War Hungary / Geschlecht und Behinderung in der EÖKA / Interview mit Dagmar Herzog: 'Eugenische Phantasmen' / Körperliche Behinderung in Quellen der Généralité de Tours / Lucrezia Marinellas 'Essortationi alle Donne' / Zur (Nicht-)Modernisierung rechtsextremer Familienbilder / Das Historikerinnentreffen in Wien 1984 als feministisches JubiläumIn this issue, we discuss how physical or psychological limitations or deformations were socially and/or institutionally transformed into deviance - and conversely, when and how deviance lead to medical and/or institutional interventions, following recent debates in disability theory and -history in a gender-historical as well as intersectional perspective. We ask, how people in former times (late medival until late state socialism eras) have been made unable to participate in a 'normal', 'healthy' life, be it through state intervention, social norm setting, institutional regulations or even material disabilities (e.g. lack of financial support, lack of medical support, lack of integration, etc.) - and how people struggled to overcome these discriminations and challenges.Brill Deutschland GmbH, Wollmarktstr. 115, 33098 Paderborn 170 pp. Deutsch. Artikel-Nr. 9783847119616
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Im Fokus des Heftes stehen Themen und Ansätze der Disability History aus frauen-/geschlechtergeschichtlicher Sicht. Die Beiträge reichen vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart und betrachten unterschiedliche nationale, kulturelle und soziale Entwicklungen in Mittel-, West- und Osteuropa. Körperliche und andere Behinderungen, etwa durch hohes Alter, werden dabei sowohl aus der Perspektive diverser Institutionen (Familien, Hospitäler, staatliche Fürsorgeinstitutionen, Gerichte etc.) als auch aus der Sicht der Betroffenen selbst untersucht - etwa in der Auseinandersetzung mit der 'Krüppelbewegung' zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Österreich oder in der Analyse der 'Nutzung' frühneuzeitlicher karitativer Einrichtungen durch Familien, die durch Behinderung und Armut eingeschränkt waren.Hexenverfolgung der Frühen Neuzeit / Gender, Care and State Prescriptions in Socialist Bulgaria / The (Re)Birth of Human Genetics in Post-War Hungary / Geschlecht und Behinderung in der EÖKA / Interview mit Dagmar Herzog: 'Eugenische Phantasmen' / Körperliche Behinderung in Quellen der Généralité de Tours / Lucrezia Marinellas 'Essortationi alle Donne' / Zur (Nicht-)Modernisierung rechtsextremer Familienbilder / Das Historikerinnentreffen in Wien 1984 als feministisches JubiläumIn this issue, we discuss how physical or psychological limitations or deformations were socially and/or institutionally transformed into deviance - and conversely, when and how deviance lead to medical and/or institutional interventions, following recent debates in disability theory and -history in a gender-historical as well as intersectional perspective. We ask, how people in former times (late medival until late state socialism eras) have been made unable to participate in a 'normal', 'healthy' life, be it through state intervention, social norm setting, institutional regulations or even material disabilities (e.g. lack of financial support, lack of medical support, lack of integration, etc.) - and how people struggled to overcome these discriminations and challenges. Artikel-Nr. 9783847119616
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Dis/Ability | Anelia Kassabova (u. a.) | Taschenbuch | 170 S. | Deutsch | 2026 | V & R Unipress GmbH | EAN 9783847119616 | Verantwortliche Person für die EU: Brill Deutschland GmbH, Robert-Bosch-Breite 10, 37079 Göttingen, productsafety[at]degruyterbrill[dot]com | Anbieter: preigu. Artikel-Nr. 135103305
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