Nach dem Literaturstreit um Christa Wolf kommt es im vereinten Deutschland zu einem tiefgreifenden Wandel im Verhältnis von literarischer Autorschaft und öffentlicher Meinung. Mauerfall und Wiedervereinigung haben die Produktion von Literatur grundlegend verändert. Neue Formen der Erzeugung von medialer Aufmerksamkeit lassen das alte Modell kritischer Öffentlichkeit zunehmend fragwürdig erscheinen. An die Stelle von literarischer Autorschaft als moralischer Instanz tritt der Skandalautor, der durch intervenierende Texte den Kultur- und Medienbetrieb provoziert und stört. Jürgen Brokoff fragt nach ästhetischen Formen und politischen Funktionen dieser Interventionen im öffentlichen Meinungsbildungsprozess. Am Beispiel von Christa Wolfs Erzählung »Was bleibt« und Botho Strauß` Essay »Anschwellender Bocksgesang« analysiert er die Verschlingung von Literatur und Politik im vereinten Deutschland und verknüpft auf neue Weise Aspekte der Literaturästhetik und Textinterpretation mit Fragen der Meinungsforschung.
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Jürgen Brokoff, geb. 1968, ist Professor für Deutsche Philologie (Neuere deutsche Literatur) an der Freien Universität Berlin. Veröffentlichungen u. a.: Norbert von Hellingrath und die Ästhetik der europäischen Moderne (Mithg., 2014); Geschichte der reinen Poesie (2010).
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Zustand: New. Der Einfluss von Skandalautoren auf die oeffentliche Meinung seit 1989.Nach dem Literaturstreit um Christa Wolf kommt es im vereinten Deutschland zu einem tiefgreifenden Wandel im Verhaeltnis von literarischer Autorschaft und oeffentlicher Meinung.Mauerf. Artikel-Nr. 109674757
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Literaturstreit und Bocksgesang | Literarische Autorschaft und öffentliche Meinung nach 1989/90, Kleine Schriften zur literarischen Ästhetik und Hermeneutik 7 | Jürgen Brokoff | Taschenbuch | 152 S. | Deutsch | 2021 | Wallstein Verlag | EAN 9783835317123 | Verantwortliche Person für die EU: Wallstein Verlag GmbH, Geiststr. 11, 37073 Göttingen, info[at]wallstein-verlag[dot]de | Anbieter: preigu. Artikel-Nr. 111044436
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