Dieses Buch ist für Raucher und Raucherinnen, für Nichtraucher und für Nichtraucherinnen. Es ist kein Lehrbuch über Hypnose, sondern erzählt Alltagsgeschichten aus Raucherleben, über beachtliche Raucherkarrieren, über Sorgen und Zwänge, über Ursachen und Wirkung, über Ängste und über die Hoffnung, von dieser selbstzerstörerischen Sucht befreit zu werden.
Der Leser bekommt durch die vielfältigen Geschichten auf unterhaltsame Weise Einblick in die Vorgehensweise des Mentaltrainings auf hypnotischer Basis mit Rauchern ohne mit langatmigen Sitzungsprotokollen gelangweilt zu werden. Und jeder, der die Wirkung solcher Geschichten auf das Unbewusste des Lesers kennt, weiß, dass mit „Nebenwirkungen“ zu rechnen ist. Wenn man unbedingt weiter rauchen möchte, sollte man das Buch vielleicht besser nicht lesen.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Rita M. Eisenmann:
Rita M. Eisenmann und Herbert Rohrer sind seit 12 Jahren geschäftsführende Gesellschafter der MMV Consulting GmbH in Bietigheim-Bissingen. Sie sind Betriebswirtschaftler VWA, ausgebildete und zertifizierte Trainer sowie Master of Advanced Hypnosis Applications, Buchautoren der Rauchergeschichten „Mami, hast du Feuer“.
Ihre Arbeitsschwerpunkte im Businessbereich sind Kommunikation sowie die Gestaltung und Begleitung von Veränderungsprozessen. Beide leiten Trainings, Workshops und Seminare in den Bereichen Vertrieb, Kommunikation, Organisationsentwicklung, Teambildung, Potentialentwicklung, Zielfindung und Zielerreichung sowie Persönlichkeitsentwicklung.
Hypnose- und Coachingthemen sind u.a.: Raucherentwöhnung, Gewichtsreduzierung, Selfmanagement, Personalführung und –entwicklung, Vertriebsentwicklung durch 4relationship, Mentaltraining, Burn-out, wirkungsvolle Sprachmuster, was motiviert Menschen – wie werden Menschen motiviert.
Herbert Rohrer:
Rita M. Eisenmann und Herbert Rohrer sind seit 12 Jahren geschäftsführende Gesellschafter der MMV Consulting GmbH in Bietigheim-Bissingen. Sie sind Betriebswirtschaftler VWA, ausgebildete und zertifizierte Trainer sowie Master of Advanced Hypnosis Applications, Buchautoren der Rauchergeschichten „Mami, hast du Feuer“.
Ihre Arbeitsschwerpunkte im Businessbereich sind Kommunikation sowie die Gestaltung und Begleitung von Veränderungsprozessen. Beide leiten Trainings, Workshops und Seminare in den Bereichen Vertrieb, Kommunikation, Organisationsentwicklung, Teambildung, Potentialentwicklung, Zielfindung und Zielerreichung sowie Persönlichkeitsentwicklung.
Hypnose- und Coachingthemen sind u.a.: Raucherentwöhnung, Gewichtsreduzierung, Selfmanagement, Personalführung und –entwicklung, Vertriebsentwicklung durch 4relationship, Mentaltraining, Burn-out, wirkungsvolle Sprachmuster, was motiviert Menschen – wie werden Menschen motiviert.
Zigaretten sind meine Freunde
»Wissen Sie, Herr Rohrer, Zigaretten sind meine Freunde. Sie haben mir immer dann Luft verschafft, wenn es beruflich mal wieder hoch herging. Und es ging oft, meistens, hoch her«, sagte Jonny.
Jonny war 74 Jahre alt, wobei ich mir nicht so sicher bin, ob jung nicht der richtigere Ausdruck wäre. Er war eine ruhige, freundliche Persönlichkeit. Seine Augen leuchteten und waren hellwach, sein Blick klar und offen, im positiven Sinne neugierig. Alleine wie er es sagte, ließ keinen Zweifel aufkommen, dieser Mann hatte viel erlebt.
»Jetzt möchte ich für sechs Wochen nach Australien, wissen Sie, ich bin gebürtiger Ungar und habe als Australier eine zweite Staatsbürgerschaft. Das Problem ist nur, der Flug ist in vier Woche und dauert vierundzwanzig Stunden. Da man jetzt auch auf Langstreckenflügen nicht mehr rauchen darf, habe ich erst nach zwölf Stunden in Bangkok wieder die erste Möglichkeit zu rauchen.«
Was das für ihn bedeutete, war aus seiner Körpersprache unmittelbar ersichtlich, als er dies erzählte.
»Und dann auch nur zwanzig Minuten, länger braucht so eine Maschine nicht zum Auftanken. Zwanzig Minuten nach zwölf Stunden!« Jonnys Stimme wurde leiser und ich musste genau hinhören, als er weitersprach, »und dann sind es nochmals zwölf lange, unendliche Stunden nach Sidney. Ich habe vor ei¬nem halben Jahr schon einmal aufgehört zu rauchen, mein Arzt hatte dies angeordnet. Ich habe eine Herzkranzgefäßverengung und aufzuhören ist für mich überlebenswichtig.«
Kleine Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn als er weiter sprach: »Aber dann ging es mir sehr schlecht. Mein Herz begann zu rasen, mir wurde übel, ich hatte Alpträume und ständig das Gefühl, ich werde ohnmächtig. Dabei war mir klar: Du musst endgültig aufhören . Ich bin dann von Arzt zu Arzt, von Untersuchung zu Untersuchung, denn es ging mir überhaupt nicht gut. Ich war bei einem Heilpraktiker und einem Geistheiler. Alle haben nichts gefunden, nichts hat geholfen und mir ging es täglich schlechter.« Jonny atmete schwer und jeder Atemzug wurde von einem leichten Pfeifton begleitet.
»Dann habe ich mich entschieden, bevor mich dieser Zustand umbringt, fange ich wieder an zu rauchen. Und Sie werden es nicht glauben, von der ersten Zigarette an ging es mir wieder besser. Alle Beschwerden waren weg, wie weggeblasen.«
Welche Doppeldeutigkeit, dachte ich an der Stelle. »Und was erzählen Sie ihrem behandelnden Arzt?«, fragte ich. »In meiner Karteikarte steht jetzt, dass ich nicht mehr rauche. Laut Statistik bin ich Nichtraucher, « war seine Antwort.
Der Gesichtsausdruck und die Art, wie er es sagte, vermittelten mir in dem Moment das Gefühl, dass hier ein kleiner verschmitzter Junge sitzt, der sich einen Streich ausgeheckt hatte. Er freute sich diebisch und erzählte weiter, dass er immer zwei Tage vor dem nächsten Arztbesuch nicht rauchen würde. »Wissen Sie, damit man es nicht riecht.«
Das hatte für mich nun gar nichts mit Logik zu tun, aber ich habe in der Vergangenheit die Erfahrungen gemacht, dass es hilfreich ist, in solchen Situationen einfach zu schweigen. Jonny wurde tatsächlich nachdenklich und sein spitzbübischer Gesichtsausdruck verschwand, als er fortfuhr. »Jetzt möchte ich allerdings nach Australien und endgültig aufhören zu rauchen. Deshalb bin ich hier.«
»Und was ist mit der Pumpe?«, fragte ich. »Ja deswegen auch, ich möchte ja nächstes und übernächstes Jahr nochmals nach Australien. Ich bin vor kurzem mit einem Segelfluglehrer wieder einmal geflogen«, erzählte Jonny weiter.
»Wissen Sie, ich hatte einen Flugschein für Propellerflugzeuge. Den habe ich aber nicht mehr, weil ich nicht mehr die Möglichkeit habe, regelmäßig zu fliegen. Ich habe während des Fluges den Segelfluglehrer gefragt, ob ich den Steuerknüppel übernehmen darf und ob wir höher steigen könnten. Als er zustimmte, bin ich auf fast 3000 Meter gestiegen, die Thermik war super und ermöglichte dies in relativ kurzer Zeit. Dann schoss mir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf: Wir haben die entsprechende Höhe, die Bedingungen sind ideal, ich könnte jetzt einen Looping fliegen. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, ich habe dies in der Vergangenheit öfters gemacht. Allerdings nur mit Propellermaschinen.« »Genau, Sie haben ja keine Lizenz für Segelflugzeuge« ergänzte ich.
Jonny hielt die rechte Hand verschämt vor den Mund, drehte den Kopf leicht nach links und lächelte verschmitzt in sich hinein. »Es ist ein tolles Gefühl die Schwerkraft zu spüren und den wechselnden Horizont zu beobachten. Wer dieses Gefühl schon einmal erlebt hat, kann süchtig danach werden. Also habe ich den Fluglehrer gefragt, ob er dem zustimmen würde, als Pilot hätte ich dies schon öfters geflogen.«
»Und was war dann?«, wollte ich wissen, denn Jonny war 74 Jahre alt, noch nie mit einem Segelflugzeug eigenhändig, geschweige denn einen Looping geflogen. Er wusste, dass er mit dem Herz Probleme hat und dass er keine Lizenz für Segelflugzeuge besitzt. »Ja, dann bin ich einen sauberen Looping geflogen, aber glauben Sie mir, das mache ich nie wieder!«
»Und warum?« »Weil ich fast das Bewusstsein verlor. Sie müssen wissen, die Fliehkräfte sind enorm und ich hatte das Gefühl, mein Kopf würde zerbersten. Aber weil der Fluglehrer dabei war, wollte ich die Chance einfach noch mal nutzen.« »Und?« »Nie wieder, ich glaube, hierfür bin ich zu alt und mein Herz, Sie wissen schon. Ich will aufhören zu rauchen, aber Zigaretten sind halt meine Freunde.«
»Genau. Und Freunde verliert und verlässt man nicht so gerne«, ergänzte ich seinen Satz. Ich fragte ihn weiter: »Sie haben in Ihrem Leben sicherlich schon viele Freunde gehabt und haben sie auch noch. Doch es gab auch Situationen, und da bin ich mir ganz sicher, wo Freundschaften, warum auch immer, sich aufgelöst haben.« Jonny nickte.
»Also« fuhr ich fort, »wozu sind Freunde da? Und ich rede von richtigen Freunden. Von Freunden fürs Leben. Freunde, die einem in guten und auch in schlechten Zeiten zur Seite stehen. Freunde, die helfen und sich Gedanken machen, wenn etwas schief läuft. Ich rede von Freunden, die nicht nur gute Ratschläge geben sondern sich sorgen, wenn es um die Gesundheit geht. Schauen Sie auf Ihre Zigarettenschachtel. Was steht dort zu lesen? Rauchen kann zum Tod führen. Stellt sich für mich die Frage: Bringen sich Freunde um? Was sind das überhaupt für Freunde?«
Während ich dies sprach, konnte ich bemerken, wie sensibel dieser Mensch ist. Zunächst nachdenklich, irritiert, dann sichtlich betroffen glitt er in einen Trancezustand hinein. Die Augen waren feucht und weit geöffnet, der Blick verlor sich in der Ferne, es gab keinen Wimpernschlag mehr, das Unbewusste war jetzt ansprechbar, die Reise in die Vergangenheit hatte bereits begonnen.
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: medimops, Berlin, Deutschland
Zustand: good. Befriedigend/Good: Durchschnittlich erhaltenes Buch bzw. Schutzumschlag mit Gebrauchsspuren, aber vollständigen Seiten. / Describes the average WORN book or dust jacket that has all the pages present. Artikel-Nr. M03833436174-G
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Anbieter: Antiquariat am Münster G. u. O. Lowig, Heilsbronn, DE, Deutschland
Softcover. Zustand: Wie neu. vermutlich ungelesen - unbenutzt - neuwertig --- Verlagstext: Dieses Buch ist für Raucher und Raucherinnen, für Nichtraucher und für Nichtraucherinnen. Es ist kein Lehrbuch über Hypnose, sondern erzählt Alltagsgeschichten aus Raucherleben, über beachtliche Raucherkarrieren, über Sorgen und Zwänge, über Ursachen und Wirkung, über Ängste und über die Hoffnung, von dieser selbstzerstörerischen Sucht befreit zu werden. Der Leser bekommt durch die vielfältigen Geschichten auf unterhaltsame Weise Einblick in die Vorgehensweise des Mentaltrainings auf hypnotischer Basis mit Rauchern ohne mit langatmigen Sitzungsprotokollen gelangweilt zu werden. Und jeder, der die Wirkung solcher Geschichten auf das Unbewusste des Lesers kennt, weiß, dass mit Nebenwirkungen zu rechnen ist. Wenn man unbedingt weiter rauchen möchte, sollte man das Buch vielleicht besser nicht lesen. Artikel-Nr. lgk_15_00024
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