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Kalenderwurm und Perlenpost: Biologen entschlüsseln ungeschriebene Botschaften - Hardcover

Wickler, W.; Seibt, U.

 
9783827401854: Kalenderwurm und Perlenpost: Biologen entschlüsseln ungeschriebene Botschaften

Inhaltsangabe

Wolfgang Wickler / Ute Seibt Kalenderwurm und Perlenpost Biologen entschlüsseln ungeschriebene Botschaften Mystische Drachen der altamerikanischen Küstenvölker erweisen sich bei genauerer Untersuchung durch Biologen als marine Borstenwürmer; die Farben und Muster des bunten Perlenschmucks der afrikanischen Zulufrauen enthalten ganz offensichtlich konkrete Liebesnachrichten. Von diesen und zahlreichen weiteren Phänomenen berichten Wolfgang Wickler und Uta Seibt in ihrem lebendig aus eigenen Forschungsarbeiten erzählenden Buch. Indem sie zeigen, wie Biologen mit ihren Kenntnissen und ihren Methoden Fragestellungen anderer Disziplinen beantworten helfen - in der Archäologie und Völkerkunde wie in der Kultur- und Kunstgeschichte, eröffnen sie eine ganz neue Sicht auf vielfältige Kulturphänomene. Der Bogen spannt sich von dem auch in unserer Kultur verwendeten Phallus-Symbol bis zu bildlichen und geometrischen Verzierungen auf Spinnwirteln präkolumbianischer Zeit, von mittelalterlichen Dämonendarstellungen bis zur allegorischen Mutter der Weisheit, von giftigen Heuschrecken bis zum Parzifal des Wolfram von Eschenbach. 250 S., 200 Abb., geb. DM 68,-/öS 497,-/sFr 62,- ISBN 3-8274-0185-2 Ersch.-Termin: Februar 1998 STO: Bibliothek Die Autoren: Wolfgang Wickler ist seit 1974 Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen. Uta Seibt arbeitet seit 1973 als wissenschaftliche Assistentin am selben Institut.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Wolfgang Wickler ist seit 1974 Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen und damit Nachfolger von Konrad Lorenz und darüber hinaus Professor für Zoologie an der Universität München. Uta Seibt arbeitet seit 1973 als wissenschaftliche Assistentin am selben Institut wie Wickler und unterrichtet ebenfalls an der Universität München. Beide haben schon mehrere Sachbücher zusammen veröffentlicht, darunter Männlich - Weiblich.

Von der hinteren Coverseite

Altamerikanische Küstenvölker haben einen marinen Borstenwurm mit auffälligem Jahresrhythmus als "Kalenderwurm" verstanden und auf vielen Grabbeigaben abgebildet; europäische Archäologen haben ihn als Zackenschlange mißverstanden. Erst durch Einsatz biologischen Fachwissens ließ sich diese Deutung entmystifizieren. Bunter Perlenschmuck mit geometrischen Ornamenten war bei den schriftlosen afrikanischen Zulus nicht nur Zierde, sondern die Farben und Muster codieren Liebesbotschaften in ihrer traditionellen "Perlenpost". Wie Biologen mit ihren Kenntnissen und ihren Methoden Fragestellungen anderer Disziplinen beantworten helfen - in der Archäologie und Völkerkunde wie in der Kultur- und Kunstgeschichte - berichten Wolfgang Wickler und Uta Seibt in ihrem Buch, das eine neue Sicht auf manche Kultur-Phänomene eröffnet. Aufbauend auf der Kenntnis der Vielfalt der Arten und Verhaltensweisen der Lebewesen untersuchen sie Bilder und Zeichen aus verschiedenen Erdteilen und Kulturen, aus Gräbern und Kirchen, aus überlieferten Texten und nicht-schriftlichen Codierungen. Ihr Ziel ist es, dafür natürliche Vorbilder und Deutungen statt mythologischen Interpretationen zu finden. Der Bogen spannt sich von dem auch in unserer Kultur verwendeten Phallus-Symbol bis zu bildlichen und geometrischen Verzierungen auf Spinnwirteln präkolumbianischer Zeit, von mittelalterlichen Dämonendarstellungen bis zur allegorischen Mutter der Weisheit, von giftigen Heuschrecken bis zum Parzifal des Wolfram von Eschenbach. Dieses lebendig aus eigenen Forschungsarbeiten erzählte Buch zeigt, wie selbst kleine Details dazu beitragen können, Thesen zur natürlichen und kulturellen Evolution tierischer und menschlicher Signale zu entwickeln oder zu verwerfen.

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