Inhaltsanalyse (UTB M: Uni-Taschenbücher) - Softcover

Rössler, Patrick

 
9783825226718: Inhaltsanalyse (UTB M: Uni-Taschenbücher)

Inhaltsangabe

Eine praxisnahe Einführung in die standardisierte, quantitative Inhaltsanalyse von Medienberichterstattung. Alles Wissenswerte über: Stichprobe, Codebuch, Kategorien, Erhebung, Qualitätskontrolle. Der Autor bietet Einsteigern anhand von Fallbeispielen aus der empirischen Medienforschung einen leichten Zugang zur Logik dieser Methode. UTB bascis - Lehrbücher mit einem klaren Konzept: - Merksätze, Definitionen und Beispiele erleichtern das Lernen - zahlreiche Tabellen und Abbildungen machen Fakten deutlich - im Glossar werden wichtige Fachbegriffe erklärt - Prüfungsfragen und -antworten fördern das Verständnis - ideal für die Prüfungsvorbereitung im Haupt- und Nebenfach

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Patrick Rössler ist Professor für Empirische Kommunikationsforschung/Methoden an der Universität Erfurt.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Weiteren Aufwind für die Methode bescherten die Propagandaforschung im Zweiten Weltkrieg, die weltweite Verbreitung der Sozialwissenschaften empirischer Prägung und zuletzt die (eingangs schon beschriebene) Vervielfachung der Medieninhalte. Heute erfreut sich die standardisierte Medieninhaltsanalyse auch in Deutschland - als einzige originär kommunikationswissenschaftliche Methode - einer enormen Beliebtheit, wie zahlreiche Projekte, Diplom- und Magisterarbeiten zeigen.
Mittlerweile existiert hier zu Lande sogar ein eigenes Forschungsinstitut für Medienanalysen: In den monatlichen Berichtsheften des MEDIEN TENORS werden die Ergebnisse einer kontinuierlichen Inhaltsanalyse unter vielfältigen Fragestellungen veröffentlicht. Das Institut mit Partnern in mehreren Ländern erfasst tagesaktuell die Politik- und Wirtschaftsberichterstattung von acht wichtigen Tageszeitungen und sieben Hauptnachrichtensendungen; außerdem wöchentliche Magazinsendungen im Fernsehen, verschiedene Wochenschriften mit politischem Inhalt, dazu Wirtschaftszeitungen und ausgewählte Internetangebote (siehe Abb. 1.1).

Die Resultate füllen regelmäßige Berichtsbände mit Analysen und Schaubildern, was bereits eine brauchbare Basis für viele Aussagen über Medieninhalte darstellt. Trotzdem sind damit längst nicht alle Fragen beantwortet: Erstens beruht die Erfassung durch dieses Institut nicht auf einer repräsentativen Stichprobe von Medien (vgl. Kap. 4), und sie muss trotz des ungeheuren Aufwands immer noch viele relevante Medienangebote ausklammern, etwa im regionalen oder im Unterhaltungsund Infotainment-Bereich. Zweitens ist die Erfassung selbst für manche spezielle Fragestellungen eben doch nicht tief gehend genug, und was bzw. wie erfasst wird, ist für das eine Ziel angemessen, für das andere nicht. Und drittens ist die Stärke der Vorgehensweise - dass nämlich nach demselben Muster über Jahre hinweg Daten gewonnen werden, die dadurch auch miteinander vergleichbar sind - dann ein Nachteil, wenn sich kurzfristig Sachverhalte auftun, die so schnell nicht berücksichtigt werden können.

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