Im Netz der Nonggo (Autorenbibliothek) - Hardcover

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9783811840737: Im Netz der Nonggo (Autorenbibliothek)

Inhaltsangabe

von / Perry Rhodan 2000 224 Seiten 0,0 x 0,0 x 0,0 cm, Gebundene Ausgabe Pabel-Moewig,

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Es gibt kaum einen PERRY RHODAN-Leser, dem Arndt Ellmer kein Begriff ist: Seit 1989 betreut der im Südschwarzwald wohnende Autor die Leserbriefseite der größten Science Fiction-Serie der Welt.

Doch Arndt Ellmer ist viel mehr als ein bloßer »Leserbriefonkel«. Seit nunmehr fast einem Vierteljahrhundert gehört er zu den produktivsten Autoren der deutschen Science Fiction und Phantastik-Szene. Dabei wurde der Grundstein seiner Weltraum-Leidenschaft bereits in frühren Jahren gelegt. Ellmer: »Mit acht Jahren entdeckte ich gewissermaßen die Sterne. Ich sah, dass es sie tatsächlich gab, die fernen Sonnen. Ein kleines Buch über den Sternenhimmel vervollständigte meinen Traum von der Unendlichkeit. Bis heute hält er mich gefangen.«

Seine erste professionelle Veröffentlichung, eine SF-Kurzgeschichte, hatte er 1978 im Magazin CASANOVA.

Danach gab es kein Halten mehr: Im Folgejahr legte er Heftromane für den Zauberkreis-Verlag und für die Reihe TERRA ASTRA vor, 1981 folgte der Eintritt in das Team von ATLAN - und 1983 schließlich der Einstieg in die PERRY RHODAN-Serie.

PERRY RHODAN ist er bis zum heutigen Tag treu geblieben. Neben zahlreichen Taschenbüchern hat er bislang 125 PR-Romane geschrieben. Darüber hinaus zeichnet er für die Multimedia-CD-ROM »Die Blues« verantwortlich und entwarf das PERRY RHODAN Online-Quiz.

Außerhalb von PERRY RHODAN fand Ellmer immer wieder Zeit für andere Projekte. Zusammen mit Wolfgang Hohlbein schrieb er einen »Jerry Cotton«-Roman und schrieb auch Folgen für Hohlbeins Serie »Der Hexer«, außerdem arbeitete er an den Serien »Dämonenland«, »Vampira«, »Die UFO-Akten« oder »Grusel-Schocker« mit.

Sein Gesamtwerk beläuft sich inzwischen auf über 250 Romane.

Aus dem Klappentext

Die Nonggo leben nicht auf Planeten, sondern auf Sphärenrädern, und sie sind dank der sogenannten Neuronen in der Lage, zu jeder Zeit in ein gigantisches »Netz« einzusteigen, das jedes Sphärenrad, jeden Computer und jede technische Anlage im Sonnensystem miteinander verbindet. Doch als die Neuronen gestört sind und die Sphärenräder einen irrwitzigen Tanz durch die Schwärze des Alls beginnen, erweist sich die Zivilisation der Nonggo als höchst gefährdet.

Die intelligenten Wesen, die gewöhnt sind, alle Informationen aus dem »Netz« zu erhalten, fallen gewissermaßen in eine geistige Blockade.

Und an diesem Punkt setzt Arndt Ellmers Roman an. Er schildert die Abenteuer einer Gruppe junger Menschen, die es von Kalkutta-Nord auf den Planeten der Nonggo verschlagen hat. Unter Leitung der jungen Neurologin Trini Madang und des Aktivatorträgers Perry Rhodan beginnen sie den Kampf ums Überleben ihrer Kolonie und der gesamten Nonggo-Zivilisation.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Das Kenteullen-Rad fing erneut an zu beben. Der Boden hob und senkte sich. Im Unterschied zu Kalkutta-Nord geschah es in Kenteullen elastischer und ausgewogener. Die Gebäude verhielten sich wie ein Pflanzenteppich auf einer stark bewegten Wasseroberfläche. Es fehlte das charakteristische Kirschen und Knacken. In den Fassaden draußen und in den Zimmerwänden bildeten sich keine Risse.

Die Zuckungen im Gesicht des Neuron-Spezialisten nahmen zu. Am Ende dieser Entwicklung stand unweigerlich der seelische Zusammenbruch. Die Neurologin hätte viel darum gegeben, den Grund zu kennen.

Daß es an den Neuronen lag, vermochte sie sich kaum vorzustellen. Das waren Netze von einer technologischen Qualität, wie sie Terraner nicht zustande gebracht hätten. Die Nonggo verwendeten ein dreistufiges Netz, in dem sich jede Stufe in Qualität und Quantität von den anderen unterschied.

Voraussetzung dafür bildete ein ins Gehirn implantierter Chip, die sogenannte syntronischbionische Schnittstelle SBS. Die Nonggo pflanzten jedem Neugeborenen diesen Chip ein, der es zunächst mit dem Mikro-Neuron verband. Besorgte Eltern ließen den Eingriff sogar schon im Mutterleib vornehmen. Zum Mikro-Neuron gehörten die Eltern sowie von diesen ausgewählte Haushaltsgeräte. Der Umgang mit dem Mikro-Neuron gehörte für die kleinen Nonggo ebenso zur Sozialisation wie das Laufen- oder Sprechenlernen. Außenstehende hatten auf das Mikro-Neuron keinen Zugriff.

Heranwachsende integrierte die Gesellschaft in das Meso-Neuron. Damit erhielt der junge - Nonggo Zugriff auf die nähere Umgebung seiner Wohnung und seiner Stadt. Erwachsene schließlich erhielten den Zugang zum Makro-Neuron. Es bestand aus allen vernetzten Geräten eines Sphärenrades. Der Umgang mit dem Makro-Neuron verlangte ein hohes Maß an Verantwortung. Es ermöglichte den unbeschränkten Zugang zu allen angeschlossenen Geräten und Personen eines Sphärenrades.

Darüber hinaus existierte die sogenannte Neuronische Allmacht. Sie beinhaltete einen Zugriff auf alle Makro-Neurone des Teuller-Systems. Lediglich Regierungsmitglieder, Forscher und wichtige Persönlichkeiten wie der Bote Thoregons erhielten eine derart allumfassende Zugangsberechtigung.

Nonggo, die den Kontakt zu einem Neuron verloren, sahen sich bereits einer riesigen psychischen Belastung ausgesetzt. Der Verlust des Kontakts zu allen Neuronen bedeutete absolute Vereinsamung und Isolationsfolter. Ein paar Minuten mochte ein Nonggo das durchhalten, länger auf keinen Fall.

Trini wandte sich ein zweites Mal an das Terminal.

»Existiert das Mikro-Neuron dieser Wohnung noch?«

Der Automat bestätigte. »Es enthält alle seine Familiendaten vom Meved-Rad. Fharen Loy Meved hat jedoch seit zwei Wochen kein Update mehr erstellt.«

Trini dachte an die fehlende Funkverbindung zu den anderen Sphärenrädern. »Kannst du Kontakt zum Meved-Rad herstellen?«

»Jedes Makro-Neuron verfügt über eine dauerhafte Verbindung zu allen anderen Makro-Neuronen.«

»Das ist keine brauchbare Antwort. Existiert die Verbindung, ja oder nein?«

»Derzeit ist das Mikro-Neuron von allen übrigen Neuronen abgeschnitten.«

Es paßte zu den vorherigen Aussagen des Terminals, daß es nicht einmal die Anwesenheit der Kalkuttani in Kenteullen erkennen konnte.

»Ich werde Fharen Loy mit mir nach Kalkutta-Nord nehmen«, sagte sie. »Gibt es Einwände dagegen?«

»Außerhalb des Gebäudes erlischt wegen technischer Probleme sein Kontakt zum Mikro- Neuron. Fharen Loy Meved gerät dadurch in Lebensgefahr.«

»Wenn er hierbleibt, verhungert er.«

Trini hatte sich längst entschieden, das Wagnis einzugehen. Vorsichtig streckte sie die Hand aus und berührte mit zwei Fingerspitzen den rechten Arm des Wissenschaftlers.

Fharen Loy Meved reagierte nicht. Er schien nichts um sich herum wahrzunehmen.

»Ich sende dir Daten, die du Fharen Loy Meved über das Mikro-Neuron zugänglich machst«, sagte sie zu dem Terminal.

»Er besitzt sie in dem Augenblick, in dem ich sie empfange.«

Die Neurologin überspielte aus ihrem Minisyntron die kompletten Daten ihrer bisherigen gemeinsamen Forschungsarbeit. Sie bombardierte den Nonggo regelrecht damit.

Im Unterschied zu ähnlichen Versuchen mit anderen Nonggo wirkte die Stimulation bei ihm. Vermutlich lag es daran, daß er in Kalkutta-Nord über ein syntronisches Ersatz-Netz verfügte und sich bei ihm im Lauf der eineinhalb Jahre so etwas wie eine partielle Neuron-Autarkie eingestellt hatte.

In den Nonggo kam Bewegung. Er stützte sich am Fenster ab und wandte sich zu ihr um. »Trini, du kommst mich besuchen«, klang es aus dem halb geschlossenen Mund. »Was ist geschehen?«

»Kannst du es nicht erkennen? Was passiert mit den Neuronen?«

»Ich weiß nicht ... Die Techniker ...«

»Sie sind alle wie gelähmt. Was müssen wir tun, um die Steueranlagen unter Kontrolle zu bekommen?«

»Kontrolle?«

Er bewegte sich unkontrolliert. Es war sinnlos, ihn weiter fragen zu wollen.

»Komm mit mir. Wir brauchen dich in den Gläsernen Türmen.«

»Mitkommen, ja.«

Mechanisch setzte er sich in Bewegung.

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