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Perry Rhodan 25. Brennpunkt Andro-Beta (Perry Rhodan Silberband, Band 25) - Hardcover

Buch 25 von 176: Perry Rhodan-Silberband
 
9783811820395: Perry Rhodan 25. Brennpunkt Andro-Beta (Perry Rhodan Silberband, Band 25)

Inhaltsangabe

Das Jahr 2402 steht ganz im Zeichen des terranischen Vorstoßes nach Andro-Beta, der dem großen Andromedanebel vorgelagerten Kleingalaxis. Um die Gefahr zu bannen, die der Milchstraße durch die Meister der Insel droht, begeben sich Perry Rhodan und seine Getreuen mitten in die Höhle des Löwen hinein. Von den Wächtern der Sterneninsel noch unentdeckt, startet Rhodan die ersten gefährlichen Erkundungsunternehmungen in einem absolut fremden Weltraum. Mehr als einmal geraten die Terraner dabei in lebensbedrohliche Situationen, und sie lernen die phantastischsten und fremdartigsten Lebensformen kennen, mit denen sich Menschen je auseinanderzusetzen hatten...

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Aus dem Klappentext

Das Jahr 2402 steht ganz im Zeichen des terranischen Vorstoßes nach Andro-Beta, der dem großen Andromedanebel vorgelagerten Kleingalaxis. Um die Gefahr zu bannen, die der Milchstraße durch die Meister der Insel droht, begeben sich Perry Rhodan und seine Getreuen mitten in die Höhle des Löwen hinein. Von den Wächtern der Sterneninsel noch unentdeckt, startet Rhodan die ersten gefährlichen Erkundungsunternehmungen in einem absolut fremden Weltraum. Mehr als einmal geraten die Terraner dabei in lebensbedrohliche Situationen, und sie lernen die phantastischsten und fremdartigsten Lebensformen kennen, mit denen sich Menschen je auseinanderzusetzen hatten...

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Troja
Juli 2402
Finch Eyseman hörte die Stimme des Oberstleutnants - und hörte sie doch wieder nicht. Verwundert schaute er das Bild an, das der große Frontschirm in der Kommandozentrale der CREST II bot.
Nichts deutete darauf hin, daß man sich nur innerhalb einer Zwerggalaxis befand, in einem Satellitennebel von Andromeda. Der Durchmesser von Andro-Beta, wie der Zwergnebel offizell genannt wurde, betrug nur etwa 4000 Lichtjahre. Dennoch war das Sternengewühl hier scheinbar ebenso undurchdringlich wie innerhalb der heimatlichen Milchstraße.
Finch Eysemans Herz klopfte lauter, als er an die Entfernung dachte, die ihn und alle anderen Wesen in und auf Troja vom Rand der Heimatgalaxis trennte.
Zwei Millionen und einhundertfünfzigtausend Lichtjahre ...
Eine unvorstellbare Entfernung!
Eine vor Zorn bebende Stimme riß Finch Eyseman jäh aus seinen
Träumereien. Er zuckte zusammen und wandte sich so schnell um, daß er beinahe gestürzt wäre.
Oberstleutnant Brent Huises fuchsrote Haare sträubten sich wie der Kamm eines angriffslustigen Hahnes. Das grobgeschnittene Gesicht nahm allmählich die Farbe der Haare an.
Leutnant Eyseman! brüllte der Erste Offizier der CREST II. Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, daß Sie sich nicht in Ihrem Bett, sondern in der Zentrale des Flaggschiffes befinden .. .!
Finchs braune Augen wirkten traurig. Automatenhaft ruckte sein Körper zusammen.
Jawohl, Sir! flüsterte Finch. Aus den Augenwinkeln nahm er
wahr, daß die beiden anderen Leutnants, Orson und Nosinsky, schadenfroh grinsten.
Aha! grollte Brent Huise. Sie haben also nichts dagegen einzuwenden!
Sein Tonfall wurde sarkastisch, als er fortfuhr: Aber ich
habe einiges dagegen einzuwenden, daß ein Astronautenanwärter
schläft und damit die einmalige Gelegenheit verpaßt, an der Positionsbestimmung
eines fremden Zwergnebels teilnehmen zu dürfen.
Es tut mir leid, Sir .
Oberstleutnant Brent Huise öffnete den Mund erneut. Doch dann
fiel sein Blick zufällig zur Seite. Er holte tief Luft.
Leutnant Orsy Orson wurde blaß wie seine weißblonden Haare. Mit zitternden Fingern versuchte er, einen Riegel Schokolade in seiner Brusttasche zu verstauen. Als ihm das nicht gelang, stopfte er ihn rasch in den Mund. Sein Adamsapfel trat weit heraus, so weit wie Orsons wasserblaue Augen. Deutlich war zu sehen, wie der Schokoladenriegel ruckweise die Speiseröhre passierte. Leutnant Orson rang nach Atem.
Erst nach einigen Sekunden stieß Brent Huise die eingeholte Luft wieder aus. Wie hypnotisiert sah er zu, wie Leutnant Orson die mit Schokolade beschmierten Hände an der Uniformkombination abwischte.
Plötzlich brach er in brüllendes Gelächter aus.
Finch Eyseman nutzte die Gelegenheit und las die bisher ermittelten Positionsdaten von den Geräten ab.
Brent Huises Gelächter erstarb ebenso schnell, wie es begonnen hatte. Er stemmte die Fäuste in die Seiten. Seine Stimme sank zu einem gefährlich klingenden Flüsterton herab.
So also sehen die Nachwuchsoffiziere einer Elitetruppe aus! Der eine träumt während einer lebenswichtigen Positionsberechnung vor sich hin, und der andere stopft sich unterdessen mit Schokolade voll!
Ich werde Major Bernard anweisen, alle nicht lebenswichtigen Zuteilungen an Sie zu streichen!
Um Himmels willen! Leutnant Orson wurde noch blasser. Er
würde eine Generalprüfung aller Zuteilungen vornehmen
Brent Huise kratzte sich verlegen am Kopf.
O ver...! Erschrocken tastete er seine Magengegend ab. Bernard würde feststellen, daß der Verpflegungsetat...
Der Oberstleutnant verzog das Gesicht zu einem grimmigen Lächeln.
Beinahe wäre Ihr Ablenkungsmanöver geglückt, Orson. Aber
mich legen Sie nicht herein, auch wenn Sie sich für noch so schlau
halten. Um seine Augenwinkel zuckte es verdächtig. Ich werde mir für Sie eine passende Strafart ausdenken, Leutnant Orson und Leutnant Eyseman. Aber jetzt werden Sie zu beweisen haben, daß Sie eine Positionsbestimmung auch selbständig vornehmen können. Wehe Ihnen, wenn das Ergebnis nicht stimmt, meine Herren!
Leutnant Eyseman räusperte sich.
Wenn ich einen Vorschlag machen darf, Sir...?
Na, los schon! knurrte Brent Huise.
Wenn wir den Kurs von Troja um nullkommafünf Grad Backbord
zur Polachse der CREST verschieben und das Trümmerstück auf fünf Prozent der einfachen Lichtgeschwindigkeit beschleunigen, fallen wir genau auf eine zwei Lichtjahre entfernte Doppelsonne zu. Damit hätten wir eine festen Bezugspunkt für weitere kosmonavigatorische Berechnungen - sowohl, was die Fixierung des Zentrumskerns von Andro-Beta betrifft als auch den jeweiligen Stand der CREST auf der fiktiven Kurslinie.
Der Erste Offizier schaute Finch Eyseman verwundert an und trat rasch zur Kalkulationspositronik. Routiniert programmierte er seine Fragen ein. Als die Antwortfolie aus dem Schlitz des Ausgabesektors schnellte, wirbelte Brent Huise auf dem Absatz herum und fixierte Finch Eyseman, als sähe er ihn zum erstenmal.
Woher wußten Sie das, ohne den Kalkulator zu benutzen, Leutnant?
Finch errötete. Er blickte auf seine Schuhe, als suchlt er dort nach der Antwort.
Selbst ein blindes Huhn findet ab und zu ein Korn , bemerkte
Leutnant Nosinsky ironisch.
Brent Huise blickte ihn strafend an.
Sie waren nicht gefragt, Leutnant Nosinsky. Haben Sie etwa -
sozusagen als sehendes Huhn - die gleiche Erkenntnis gewonnen wie Leutnant Eyseman?
Nein, Sir! erwiderte Nosinsky verlegen.
Dann mischen Sie sich gefälligst nicht ein, wenn sich Erwachsene unterhalten! sagte Brent Huise scharf. Er wände sich wieder Finch Eyseman zu.
Vielen Dank, Leutnant. Ich schätze, aus Ihnen wird doch noch ein brauchbarer Kosmonautenanwärter. Sie können wenigstens denken.
Ich gestehe, daß ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, die Daten ohne Maschine auszurechnen. Er räusperte sich. Typischer Rechenschieberkomplex...!

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