Die Para-Sprinter (Perry Rhodan Silberband, Band 24) - Hardcover

Buch 24 von 176: Perry Rhodan-Silberband
 
9783811820388: Die Para-Sprinter (Perry Rhodan Silberband, Band 24)

Aus dem Klappentext

Als die fünf Agenten, die von der Solaren Abwehr gegen die Maahks eingesetz wurden, aus dem Zwergnebel Andro-Alpha zurückkehren, sind sie nicht mehr sie selbst. Als perfekte Duplikate ihrer getöteten Originale sollen sie für den maahkschen Geheimdienst eine Waffe in die Milchstraße einschleusen, die den Anfang vom Ende für die Menschheit und andere galaktische Völker bedeutet. Obwohl mißtrauisch, können die Verantwortlichen des Solaren Imperiums nicht ahnen, wie ungeheuerlich die Bedrohung aus Andromeda tatsächlich ist. Da schickt atlan zwei Mutanten in den Einsatz, von deren Existenz bisher selbst Perry Rhodan nichts wußte. Die Parasprinter begeben sich in die Höhle des Löwen, denn nur sie können es noch verhindern, daß die Galaxis von den Invasionsflotten der Methanatmer überschwemmt wird. Währenddessen bahnt sich im Twin-System, zwischen den Milchstraßen, eine Katastrophe kosmischen Ausmaßes an...

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Die Planeten des Twin-Systems verschwanden, als die CRESTII in den Transmitter eintauchte. Das Schiff wurde einschließlich seiner gesamten Besatzung zu einem hyperdimensionalen Impuls, der ohne jeden Zeitverlust den gewaltigen Abgrund zwischen Twin und dem galaktischen Sonnensechseck übersprang.
Als die CREST wieder rematerialisierte, befand sie sich über den sechs Pyramiden des geheimnisvollen Planeten Kahalo, der Zentralschaltstelle der Transmitterstationen. Die Terraner hatten sie erobert, aber es konnte nur eine Frage der Zeit sein, bis die Maahks den Versuch unternahmen, sie in ihren Besitz zu bringen.
Langsam nur ließ Kommandant Oberst Cart Rudo das gigantische Superschlachtschiff, eine Kugel von anderthalb Kilometern Durchmesser, der Planetenoberfläche entgegensinken.
In einer Kabine saßen Perry Rhodan, der Arkonide Atlan und Allan D. Mercant, der Abwehrchef des Solaren Imperiums, zusammen. Es war nicht das erstemal, daß ihre Meinungen hart aufeinanderprallten.
"Ich sage nichts mehr." Atlan lehnte sich zurück und versuchte, ein gleichgültiges Gesicht zu machen. Es gelang ihm nicht ganz. Er konnte die Sorge nicht verbergen. "Ihr haltet mich für einen Schwarzseher."
"Du hast keine Beweise", stellte Rhodan nüchtern fest. "Wir können uns in dieser Angelegenheit nicht allein auf unser Gefühl verlassen."
Mercant schüttelte den Kopf. Sein Haar war in den letzten Jahrzehnten nicht grauer geworden, denn er war so unsterblich wie Rhodan und Atlan. Er alterte nicht mehr.
"So kommen wir nicht weiter, meine Herren. Der eine von Ihnen verlangt hieb- und stichfeste Beweise, die der andere nicht geben kann. Und der andere geht nach seinem Gefühl, das ihn angeblich vor einer Gefahr warnt. Ich gebe zu, Atlan, daß Sie von uns die meiste Erfahrung mit diesen Wasserstoffatmern besitzen. Sie kämpften schon gegen sie, als wir noch nicht geboren waren. Was aber hat das mit den fünf Agenten zu tun, die nun endlich zurückgekehrt sind?"
"Irgend etwas stimmt nicht mit ihnen", sagte Atlan und hüllte sich erneut in Schweigen.
"Aber was, Atlan? Was soll mit ihnen nicht stimmen? Sie wurden allen Tests unterzogen, die wir kennen. Selbst deine Behauptung, die Maahks hätten sie hypnopsychisch umgewandelt und als Spione zurückgeschickt, entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Es sind dieselben fünf Männer, die wir als Agenten zu den Maahks schickten, daran kann doch kein Zweifel bestehen. Sie gelangten bis Andro-Alpha und konnten mit wertvollen Informationen entkommen. Was ist dagegen einzuwenden?"
Atlan sagte langsam: "Nur die Tatsache, daß sie entflohen sind."
In seinem Gesicht arbeitete es, und man sah ihm an, wie mühsam er sich beherrschen mußte.
"Ich kenne die Maahks, das wurde mir zugestanden. Sie haben sich, wie es scheint, in dem kleinen Nebel Alpha angesiedelt, der Andromeda vorgelagert ist.
Weiter ist uns nun bekannt, daß sie von den Meistern der Insel beherrscht werden. Roboter überwachen anscheinend ihre Tätigkeit. Unsere fünf Agenten wurden entlarvt. Ich halte es für völlig ausgeschlossen, daß sie fliehen konnten, wenn die Maahks es nicht so gewollt hätten. Damit steht für mich fest, daß ihre Flucht mit einem ganz bestimmten Zweck verbunden ist. Sie sollten fliehen. Die Verfolgung durch die Maahks und einige vernichtete Robotschiffe waren nichts anderes als ein sehr effektvolles Theater, um uns zu täuschen. Das ist meine Meinung zu diesem Thema, und niemand kann mich davon abbringen. Gut, nur ein Gefühl, wenn man meint, keine Beweise. Aber ich habe mich schon mehrmals auf mein Gefühl verlassen, und es hat mir oft das Leben gerettet."
Rhodan hatte sehr nachdenklich zugehört. Er sagte:
"Auch ich gebe viel auf Gefühle, Atlan, aber in diesem Fall sprechen doch die Tatsachen für sich selbst. Denke nur an die Tests, die wir auf Quinta anstellten. Auch die Vermutung, man habe uns statt der fünf Agenten ausgezeichnete Nachbildungen geschickt, hat sich nicht bestätigt. Es handelt sich bei den fünf Männern zweifellos um die fünf Originale. Ihr telepathisch sondierbarer Bewußtseinsinhalt ist derselbe, der er vorher auch war. Sogar die Gehirnwellenmuster stimmen. Das wäre bei Androiden niemals möglich."
"Ich kann dich verstehen, Perry, sehr gut sogar. Du brauchst Beweise, die ich nicht liefern kann. Vielleicht gelingt es mir eines Tages, und ich kann nur hoffen, daß es dann nicht zu spät ist. Die Maahks kämpfen mit Mitteln, von denen wir uns keine Vorstellung zu machen vermögen."
"Das mag schon richtig sein, Arkonide", entgegnete Rhodan. "Trotzdem bleibt es dabei; die fünf Männer werden, sobald die CREST auf Kahalo gelandet ist, mit dem Flottentransporter KITARA nach Opposite gebracht. Zuvor jedoch werden sie an Bord der KITARA einer letzten Untersuchung unterzogen."
Atlan blickte nachdenklich zu Boden. Er wußte, welche Untersuchung Rhodan meinte. Bisher war man noch im unklaren darüber, wie weit die Zentrumspest bei den Agenten fortgeschritten war, da man auf Quinta nicht über die notwendigen Geräte verfügte, um die Existenz dieser Krankheit nachzuweisen. Deshalb hatte Rhodan bereits vor zwei Tagen - unmittelbar nach der überraschenden Rückkehr der fünf Agenten - ein Kurierschiff durch den Twin-Transmitter nach Kahalo geschickt, welches den Auftrag hatte, einen Ära-Spezialisten von ASTOIV nach Kahalo zu bringen. Inzwischen müßte dieser bereits mitsamt den erforderlichen Geräten auf Kahalo eingetroffen sein.
"Wir sind uns darüber im klaren, daß der wahre Zweck dieser Untersuchung den fünf Männern verborgen bleiben muß", fuhr Rhodan fort und riß Atlan aus seinen Überlegungen. "Deshalb wurde ein Arzt angefordert, der ihnen nicht bekannt ist.
Auch die entsprechenden Untersuchungsgeräte wurden zu diesem Zweck äußerlich verändert, um keine Identifikation zu ermöglichen. Wir müssen verhindern, daß die Bewußtseinsblockade in Kraft tritt und die Kranken sich innerlich gegen die Untersuchung sperren, weil dadurch möglicherweise die Ergebnisse verfälscht werden könnten."
Rhodan blickte die Anwesenden aufmerksam an. Niemand erwiderte etwas. Selbst Atlan schwieg nun. Er selbst hatte den Vorschlag gemacht, die Untersuchung in dieser Form durchzuführen. Man hatte den Agenten vor ihrem Einsatz eine Bewußtseinsblockade verpaßt, die in dem Moment wirksam wurde, in dem ein Außenstehender von der Zentrumspest sprach oder Auskünfte über die Krankheit von ihnen wollte. Durch die Wirkung dieser Blockade verschwand der letzte Rest des Oberflächenwissens über die Krankheit tief im Unterbewußtsein der Agenten, so daß sie alles vergaßen, was mit der Zentrumspest in unmittelbarem Zusammenhang stand, also auch die Einzelheiten ihres Einsatzes.
Die Untersuchung konnte nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn sich die fünf Männer in einer einigermaßen ausgeglichenen seelischen Verfassung befanden, damit man auch ihre psychische Zustandsform ausloten konnte.
Es war eine Ironie des Schicksals, daß sich ein ursprünglich zum psychischen Schutz der Agenten entwickeltes Programm nun gegen seine "Schöpfer" richtete und jede gezielte Information wirkungsvoll verhinderte.
Nur kurz darauf landete die CRESTII. Die Agenten wurden an Bord der KITARA gebracht. Achtzig Prozent des Volumens des kleinen, veralteten Transporters bestanden aus Laderäumen. Kommandant des 100-Meter-Schiffes war Major Challenger, groß, breitschultrig und kräftig. Seine Besatzung bestand aus zwölf Mann.
Perry Rhodan, Atlan, Mercant und die an Bord befindlichen Mutanten verließen die CREST und begaben sich in das terranische Hauptquartier nahe dem Pyramidensechseck. Sie wurden bereits von dem Ära Kostra-Nor erwartet, der sich inzwischen über die Krankheitsgeschichte der fünf Agenten informiert hatte.
Nach einer knappen Besprechung suchte Kostra-Nor anschließend die KITARA auf.
Die Untersuchung der fünf todkranken Raumfahrer dauerte rund zwei Stunden.
Nachdem Haigor Sörlund, Cole Har-per, Son-Hao, Hegete Hegha und Imar Arcus in ihre mittlerweile...

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