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Kampf gegen die Blues. Perry Rhodan 20. (Perry Rhodan Silberband, Band 20) - Hardcover

Buch 20 von 176: Perry Rhodan-Silberband
 
9783811820333: Kampf gegen die Blues. Perry Rhodan 20. (Perry Rhodan Silberband, Band 20)

Inhaltsangabe

Kaum, daß der Schock über das Auftauchen der Horschrecken und Schreckwürmer überwunden ist, stoßen die Terraner auf die molkexgepanzerten Raumschiffe der Fremden, die die Schreckwürmer jahrtausendelang ausbeuteten und in der galaktischen Eastside ein Sternenreich besitzen, das dem von Perry Rhodan mindestens gleichwertig ist - das Zweite Imperium! Um die Versorgung mit dem Molkex zu sichern, auf dem ihre Übermacht beruht, ist diesen Wesen, Blues genannt, jedes Mittel recht. Die Flotten der Imperien prallen gnadenlos aufeinander, und Perry Rhodan weiß, daß nur eine neue Waffe das Vereinte Imperium noch vor dem Untergang bewahren kann, die in der Lage ist, die undurchdringbaren Molkexpanzerung der Blues-Kampfschiffe zu durchschlagen. In einem verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit wagen die Terraner, allen voran die Spezialisten der USO mit dem Siganesen Lemy Danger, ihr Leben, um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch wird eine Anti-Molkex-Waffe überhaupt noch rechtzeitig in ausreichender Zahl hergestellt werden können und den Krieg beenden, in dessen Chaos die Völker der Galaxis auszubluten drohen?

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Aus dem Klappentext

Kaum, daß der Schock über das Auftauchen der Horschrecken und Schreckwürmer überwunden ist, stoßen die Terraner auf die molkexgepanzerten Raumschiffe der Fremden, die die Schreckwürmer jahrtausendelang ausbeuteten und in der galaktischen Eastside ein Sternenreich besitzen, das dem von Perry Rhodan mindestens gleichwertig ist - das Zweite Imperium! Um die Versorgung mit dem Molkex zu sichern, auf dem ihre Übermacht beruht, ist diesen Wesen, Blues genannt, jedes Mittel recht. Die Flotten der Imperien prallen gnadenlos aufeinander, und Perry Rhodan weiß, daß nur eine neue Waffe das Vereinte Imperium noch vor dem Untergang bewahren kann, die in der Lage ist, die undurchdringbaren Molkexpanzerung der Blues-Kampfschiffe zu durchschlagen. In einem verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit wagen die Terraner, allen voran die Spezialisten der USO mit dem Siganesen Lemy Danger, ihr Leben, um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch wird eine Anti-Molkex-Waffe überhaupt noch rechtzeitig in ausreichender Zahl hergestellt werden können und den Krieg beenden, in dessen Chaos die Völker der Galaxis auszubluten drohen?

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Im Dezember des Jahres 2326 gelang es den Terranern, den ersten Kontakt mit einem Schreckwurm herzustellen. Der junge Physiker und Astronom Tyll Leyden war es, der schließlich herausfand, daß die bislang für Monstren gehaltenen Riesen indirekt von jenem sternenfressenden Urgebilde abstammten, das vor rund 1,2 Millionen Jahren die Milchstraße bedrohte. Den inzwischen verschollenen Oldtimern gelang es damals, die Gefahr abzuwenden und das Suprahet zu bändigen.
Dabei wurde sein größter Teil manifest und bildete später den Mittelpunkt des Sonnensystems EX-2115-485 (Herkules). Ein kleinerer Teil verschwand in den Tiefen der Galaxis.
Aus ihm wurde nach der Umwandlung in reines Molkex der Planet Tombstone, dessen gesamte Masse ursprünglich aus dem neuen Stoff bestand. Im Lauf der Jahrhunderttausende ging mit dem Molkex eine biologische Veränderung vor sich, die schließlich zur Geburt des ersten Schreckwurms führte, aus dessen Eiern wiederum die allerersten Hornschrecken schlüpften. In den nachfolgenden Jahrtausenden verlor Tombstone durch die immer wiederkehrende Hornschreckeninvasion nahezu neunzig Prozent seiner ursprünglichen Masse.
Dann aber, vor etwa dreitausend Jahren, entdeckte den Planeten jenes raumfahrende Volk, von dessen Imperium in der galaktischen Eastside bis zum Jahr 2326 niemand in der bekannten Milchstraße etwas ahnte. Diese ungeheuer fruchtbaren Wesen, aufgrund ihrer Hautfarbe Blues genannt, fanden die besonderen Eigenschaften des Molkex heraus und schlössen mit den Schreckwürmern einen Vertrag, der vorsah, die vor der Eiablage stehenden Schreckwürmer auf unbewohnte Planeten zu bringen. Als Gegenleistung erhielten die Blues einen Teil des dort anfallenden Molkex, wobei ihnen die Intelligenz der Schreckwürmer jedoch verborgen blieb.
Die Gataser, das vorherrschende Bluesvolk, erlangten rasch das Monopol über die Handhabung des kostbaren Stoffes, und ihre Diskusschiffe sind es, die im Jahr 2327 die Grenzen des Vereinten Imperiums bedrohen. Mit ihren unzerstörbaren Molkexpanzern stellen ihre Flotten Perry Rhodan und alle anderen Verantwortlichen vor schier unlösbare Probleme.
Ein galaktischer Krieg erscheint unvermeidbar. Um nicht von den Blues in ihrem ungeheuerlichen Expansionsdrang regelrecht überrannt zu werden, muß das Vereinte Imperium alles daransetzen, hinter das Geheimnis der Molkexpanzer zu kommen.
Dies ist die Geschichte der Spezialisten, die sich in die Höhle des Löwen wagten und dabei von Anfang an wußten, daß ihr Leben dort nicht mehr viel zählte. Es ist die Geschichte der Wissenschaftler, die unermüdlich an einer scheinbar unmöglichen Problemlösung arbeiteten, im verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit.
Und es ist eines der düstersten Kapitel in der neueren Geschichte der Galaxis...

Juni 2327
Unter halbgeöffneten Augen verfolgte Sergeant Wallaby die Bemühungen des jungen Mannes, den schweren und übergroßen Koffer den Landesteg hinaufzutragen.
Wallaby war ein breitschultriger Mann, mit kantigem Gesicht und an den Schläfen ergrauten Haaren.
Er hielt sich für feinfühlig, für intelligent, zurückhaltend, gebildet und erfahren.
Er war nichts von alledem.
Seine einzige Fähigkeit bestand darin, die Beladung eines Schiffes zu kontrollieren, fehlende Teile schnell zu organisieren und Untergebene mit lautstarkem Gebrüll einzuschüchtern.
Als der junge Mann mit dem Koffer ungefähr die Hälfte des Weges zurückgelegt hatte, schob Wallaby die Dienstmütze in den Nacken und stemmte beide Arme in die Hüften.
Der junge Mann lächelte erwartungsvoll zu ihm empor, voller Hoffnung, daß Wallaby herunterkommen und ihm helfen würde. Er hatte ein rundes, offenes Gesicht, mit dunkelblauen Augen und einem ausgeprägten Grübchen im Kinn. Er war nicht sehr groß, aber schlank, und hatte außergewöhnlich lange Arme. Bekleidet war er mit einer einfachen Kombination, so daß Wallaby nicht ahnen konnte, daß er Leutnant war.
Wallabys Augen richteten sich durchdringend auf den Kofferträger, während seine Vermutung, einen einfältigen Kadetten vor sich zu haben, durch das seltsame Verhalten des jungen Mannes bestätigt wurde. Der Sergeant fühlte Verachtung in sich aufsteigen. Was wollte dieser Knabe bei einem Einsatz wie diesem?
Doch darüber, erkannte Wallaby, hatte er nicht zu entscheiden.

Das einzige, was unter seine Befehlsgewalt fiel, war dieser monströse Koffer aus gelbem Leder, der gegen die Verordnung verstieß, nach der Besatzungsmitglieder nur kleines Gepäck mit an Bord bringen durften.
"He!" schrie Wallaby. Er wippte auf den Fußspitzen, weil er herausgefunden hatte, daß ihm solche Bewegungen ein großes Maß an Autorität verliehen.
Der junge Mann hingegen schien in keiner Weise beeindruckt.
Er stellte den Koffer ab und winkte Wallaby zu.
"Wollen Sie mir nicht helfen, dieses Ding zu transportieren?" erkundigte er sich freundlich.
Wallaby errötete bis hinter die Ohren. Hastig blickte er sich um, ob auch kein Mitglied der Besatzung diese öffentliche Demütigung gehört hatte. Dann richtete sich sein Zorn mit voller Energie gegen den jungen Fremden.
"Sie haben wohl Klapperschlangenmilch gefrühstückt?" brüllte er los. "Wenn Sie schon mit zuviel Gepäck erscheinen, dann legen Sie wenigstens Ihr flegelhaftes Benehmen gegenüber einem Vorgesetzten ab."
Der Ankömmling lächelte nachsichtig. Seine Blicke glitten suchend über den Landesteg.
"Welchen Vorgesetzten meinen Sie, Sarge?" fragte er.
"Dafür wird man Sie einlochen", versicherte Wallaby mit giftiger Stimme. "Auch als Kadett dürfen Sie nicht so naiv sein, die Rangabzeichen nicht zu kennen."
"Sarge", sagte der junge Mann gedehnt. "Stehen Sie stramm!"
Wallabys Augen weiteten sich bestürzt, als der vermeintliche Kadett in die Brusttasche griff und das Rangabzeichen eines Leutnants an die Kombination heftete.
"Ich... äh ... ich konnte nicht wissen, Sir", begann er.
"Mein Name ist Kilmacthomas", sagte der junge Mann. "Don Kilmacthomas."
Aus Wallabys Mund kam ein leises Stöhnen. Da war er also, dieser Kilmacthomas, den alle Offiziere an Bord der TRIST AN mit Spannung erwarteten.
Natürlich war der Bursche Leutnant, aber er war ein Planetenkriecher, noch nie hatte sein Fuß eine fremde Welt betreten. Für Wallaby war es rätselhaft, wie ein solcher Mann überhaupt Offizier werden konnte.
Wie hieß es doch gleich in dem Bericht über Kilmacthomas, den Wallaby heimlich in der Zentrale gelesen hatte?
"Er, der Leutnant, hat eine vollständige Ausbildung über das Verhalten auf Eisplaneten oberhalb und innerhalb des Eises mit großem Erfolg beendet. Als Berater kann er bei diesem Einsatz von großem Nutzen sein."

Wallaby knurrte spöttisch. Wie konnte ein Mann, der die Erde niemals verlassen hatte, etwas von Eiswelten verstehen? Kilmacthomas war einer dieser typischen Theoretiker, wie sie die Akademie immer wieder hervorbringen würde.
Wallaby nahm Haltung an.
"Ich bitte Herrn Leutnant in aller Form um Entschuldigung", sagte er mit wiedergewonnener Fassung. "Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, daß die Beschränkung des Gepäcks auch für die Offiziere gilt."
Kilmacthomas entblößte eine Reihe unregelmäßiger Zähne, als er den Sergeanten anlachte.
Er ist ja noch ein Junge, dachte Wallaby grimmig.
"Dieser Koffer enthält private Geräte", sagte der Leutnant. "Ich habe eine Genehmigung, sie an Bord der TRISTAN bringen zu dürfen, da sie zu meiner Ausrüstung gehören. Ohne diese Spezialausrüstung kann ich nicht arbeiten."
Im stillen dachte Wallaby sehr verächtlich von Spezialisten, die ihre Ausrüstung in einem Koffer mit sich herumschleppten.
"Warum haben Sie Ihre Ausrüstung nicht verladen, Sir, wie die anderen Spezialisten?"
Kilmacthomas hockte sich auf den Kofferrand.
"Diese Geräte sind sehr empfindlich. Ich will sie keiner Verladeautomatik anvertrauen. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie den Koffer jetzt in meine Kabine bringen."
"Gewiß, Sir", sagte Wallaby mürrisch.
Betont langsam schritt er den Laufsteg hinunter. Er...

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