1. 1983 416 S. Gebundene Ausgabe, Maße: 12.5 cm x 4.5 cm x 19.5 cm Pabel-Moewig,
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
n ferner Vergangenheit beauftragten die gehiemnisvollen Bewohner des Planeten Mechanica, der im Leerraum zwischen den Galaxien steht, von ihnen gebaute Roboter mit der Lösung ihrer Ernährungsprobleme. Danach verschwanden die Erbauer, aber ihre seltsame Robotflotte ist noch immer damit beschäftigt, Planeten auszukundschaften, auf denen sie ihre Saat des Verderbens ausbreiten können, um später die Ernte einzubringen. Perry Rhodan und Atlan, die berühmten Vertreter der großen Sternenreiche Terra und Arkon, werden auf den Plan gerufen, als die fremden Roboter ihre Saat eines Tages auf Arkon II abladen. Damit nicht genug, müssen sich die Freunde mit einer Untergrundorganisation auseinandersetzen, der es gelingt, den Robotregenten von Arkon umzuprogrammieren. Die unmittelbare Folge ist, daß Atlan als Imperator abgesetzt wird und ein anderer an seine Stelle tritt. Um den Zerfall der verbündeten Imperien zu verhindern, raubt Perry Rhodan den Zeitumformer der Akonen. Damit wagt er sich sechstausend Jahre in die Vergangenheit, um den aus der Kontrolle geratenen Robotregenten zu vernichten.
Der Scout materialisierte innerhalb des normalen Universums und schoß mit steigender Geschwindigkeit seinem fernen Ziel entgegen. Für die Begriffe seiner Erbauer war der Scout kein großes Raumschiff. Sein walzenförmiger Körper durchmaß an der breitesten Stelle 30 Meter und war fast 100 Meter lang.
Technisch gesehen, bestand das Schiff aus unzähligen Einzelteilen, Rädern,Naben, Relais, Servos und elektronischen Einrichtungen, aus Kontrollen, Meß- und Ortungsgeräten. Einem Menschen wäre der Scout jedoch als gut funktionierende Einheit vorgekommen, die wie ein organischer Körper reagierte. Streng wissenschaftlich genommen, stellte das Schiff einen riesigen Roboter dar, in dem jedes einzelne Teil von der Funktionsfähigkeit der anderen abhängig war.
Es waren noch keine zehn Sekunden vergangen, nachdem der Scout aus dem Hyperraum aufgetaucht war, als der automatische Wächter einen Impuls erhielt, der ihn zum Leben erweckte. Der Impuls wiederum ging von einer Linse aus, die von der kosmischen Strahlung innerhalb des Universums zur Tätigkeit angereizt worden war.
Der Wächter glitt unter dem polierten Kabel entlang, das ihm als Aufhängung diente und seinen Weg genau vorschrieb. Es war immer der gleiche Weg und immer der gleiche Wächter, der ihn benutzte. Die Linse, die ihre Tätigkeit erfüllt hatte, schob ein metallisches Lid vor ihre Tastorgane, und ihr leises Summen erstarb.
Der Wächter, ein tropfenförmiges Gebilde aus glänzendem Stahl, schnurrte wie eine zufriedene Katze davon, ohne Hast und mit gleichbleibender Geschwindigkeit.
Plötzlich jedoch blieb er ruckartig stehen und fuhr zwei Teleskopaugen hervor.
Dann ließ er einen Taster folgen und kontrollierte ein beschädigtes Stück des Kabels, über das er sein Gewicht nicht ohne Risiko bewegen konnte. Wenn er über die defekte Stelle hinwegglitt,konnte der Strang reißen, und der Wächter würde einen Meter in die Tiefe stürzen.
Unendlich sanft und vorsichtig befühlte der Taster den Schaden und gab seine Feststellungen weiter. An der Seite des Wächters glühte eine winzige Lampe auf,und er rollte langsam zurück, die Teleskopaugen dabei einziehend.
Der Seoul wußte jetzt, daß sein Auftrag in Gefahr war. Sein Erfassen der Situation war von menschlichem Standpunkt aus ungeheuer kompliziert und vielfältig. Das Schiff registrierte die Katastrophe mit all seinen elektronischen und positronischen Sinnen, und es reagierte so, wie es seine Erbauer erwartet hatten: als unübertreffliche Einheit.
Der Wächter übermittelte seine Entdeckung an die Speicherbänke, die, bevor sie noch etwas zur Behebung des Schadens unternahmen, die Triebwerke stillegten. Der Seoul verlangsamte seine Geschwindigkeit und war nach einiger Zeit nur noch ein metallischer Klotz, der in freiem Fall durch den sternübersäten Raum flog.
Innerhalb des Seouls existierte nur ein einziger Roboter, der sich unabhängig von der Gesamtheit bewegen konnte. Wir wollen ihn Arthur nennen, da sein wirklicher Name sich mit Worten nicht wiedergeben läßt.
Arthur war an Bord des Schiffes praktisch Mädchen für alles. Bisher war er noch nicht benötigt worden, da alles seinen erwarteten Verlauf genommen hatte. Bei allen Planeten, die der Seoul bisher angeflogen hatte, war es zu keinem einzigen Fehlschlag gekommen.
Der Defekt, den der Wächter entdeckt hatte und der ihn daran hinderte, seinen Weg fortzusetzen, brachte das Schiff in eine Lage, die es dazu zwang,ungewöhnliche Maßnahmen zu ergreifen. Da der Wächter ein Teil des Ganzen war,mußte er seine begonnene Arbeit weiterführen, um andere Sektoren für die nun wieder beginnende Untersuchung vorzubereiten. Gelang es nicht, dem Wächter einen reibungslosen Ablauf seiner Tätigkeit zu garantieren, dann war der gesamte Auftrag des Seouls hinfällig.
Die Erbauer hatten wohl gewußt, daß der Zeitpunkt kommen konnte, da sich die miteinander verschachtelte Mechanik des Schiffes nicht mehr helfen konnte;deshalb hatte man Arthur mitgeschickt.
Nach einer kurzen Überprüfung entschieden die Speicherbänke, daß Arthur zu aktivieren sei, um die Reparatur des Kabels vorzunehmen. Die elektronische Sperre wurde durch einen Impuls aufgehoben, und der Behälter, in dem man Arthur aufbewahrte, öffnete sich. Ein, zwei, drei und mehr Kontrollämpchen blitzten auf, als die Servomechanismen des Robots mit Energie versorgt wurden. Die Speicherbänke überstürzten nichts, denn falsche Eile konnte Arthur nur schaden.
Er mußte sich nach seiner langen Ruhepause allmählich erwärmen und durfte nicht sofort überanstrengt werden. Sicher, er war robust und widerstandsfähig, aber
die Programmierung der Speicherbänke sah vor, daß Arthur bei Benutzung vorsichtig behandelt werden mußte.
Ein Mensch hätte Arthurs Anblick als häßlich, zumindest jedoch als ungewöhnlich bezeichnet. Der Zweck, für den er erbaut worden war, hatte ihn zu einem wandelnden Arsenal von allen möglichen Dingen gemacht, über deren Anwendungsgebiet sich sämtliche Wissenschaftler Terras wahrscheinlich nach Stunden noch gestritten hätten. Arthurs Körperform war die eines umgestülpten Fischerkahns, dessen Außenflächen man mit Geräten förmlich gespickt hatte.
Der Robot rollte aus seinem Behälter heraus und folgte willig den Steuerimpulsen der Speicherbänke. Er bewegte sich über einen langen Gang, an dessen Ende konische Gebilde von der Decke hingen, gleich überdimensionalen Fledermäusen,die sich hier einen Schlafplatz gesucht hatten.
Arthurs Brummen und das Surren seiner Laufräder störten die Ruhe, ohne daß sich jemand um seine Anwesenheit gekümmert hätte.
Der Scout fiel weiter durch den Raum, die Linsen hatten ihre Metallider geschlossen, und das farbige Flimmern der Sternenpracht wurde nicht wahrgenommen. Es war eine Welt für sich, die durch diese Unendlichkeit flog, ein einsamer, winziger Körper, viel zu klein, um kosmische Bedeutung zu erlangen.
Und doch ging er einem Auftrag nach, der einen Teil der Galaxis in Unruhe
stürzen würde.
Arthur gelangte nicht bis zum Ende des Ganges, denn er wurde vorher in einen Schacht gelenkt und in einem Lift nach unten getragen. Er wartete, bis sich eine neue Öffnung vor ihm auftat, und schob sich in sie hinein. Nach zehn Minuten hatte er den Ausgangspunkt des automatischen Wächters erreicht. Im ersten Augenblick sah es so aus,als sollte sich nun ein gewaltiges Problem aufwerfen, denn der Weg des Wächters war für einen Robot von Arthurs Ausmaßen viel zu eng. Bei allem Kraftaufwand hätte er es nicht geschafft, sich weiter fortzubewegen.
Jetzt zeigte sich jedoch Arthurs Spezialistentum und die einwandfreie Überlegung, mit der ihn seine Erbauer geschaffen hatten.
Arthur verkleinerte sich. Er legte zwei seitliche Teile seines Körpers ab.
Arthur wählte alle Werkzeuge, die er für wichtig hielt, und befestigte sie an dem, was von seinem Körper noch übrig war. Reglos und zum Warten verurteilt,hing der Wächter neben ihm am Anfang des Kabels.
Nun konnte sich der Robot an dem Strang entlang bewegen, ohne daß er behindert wurde. In kurzer Zeit hatte er die schadhafte Stelle erreicht.
Er begann sofort mit der Arbeit. Zu beiden Seiten des defekten Stückes befestigte Arthur Elektromagnete, die das übrige Kabel in seiner normalen Lage hielten, während er das unbrauchbar gewordene Teil abmontierte. An dem Mittelstück von Arthurs Körper tauchten Werkzeug- und Haltearme auf, die eine präzis aufeinander abgestimmte Tätigkeit entfalteten. Während zwei Greifer das beschädigte Stück entfernten, waren zwei weitere damit beschäftigt, die Überlappungsstellen für das Ersatzteil vorzubereiten. - Das war jedoch nicht alles, was Arthur aufzubieten hatte. In der Zwischenzeit machte er das neue Kabelstück einsatzbereit. Eine Fülle von Bewegungen, durch ihre Vielfalt willkürlich und sinnlos wirkend, gingen von dem Robot aus. Arthur war eine geniale Konstruktion, und er unterstrich die Tatsache dadurch, daß er die Reparatur innerhalb von acht Minuten beendete. Danach zog er seine Greifer ein und glitt zurück. Er...
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