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Dava. ( Ab 12 J.) - Hardcover

Schoemans, Roger H.

 
9783794140893: Dava. ( Ab 12 J.)

Inhaltsangabe

Ihre Kindheit hat das Waisenkind Dava bei ihrem Onkel in Albanien verbracht. Aufgrund einiger entsetzlicher Dinge, die sie erlebt, beschließt sie, sich auf den Weg nach Berlin zu machen. Dort sollen entfernte Verwandte von ihr leben. Wo Berlin liegt und wie weit der Weg dorthin ist, weiß sie nicht. Eine abenteuerliche Irrfahrt beginnt... (Ab 12 Jahre.)

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Von der hinteren Coverseite

Die 14jährige Dava hat in ihrem Dorf in Albanien niemanden mehr. Sie macht sich auf den Weg nach Deutschland. In Berlin, so hat sie erfahren, soll es entfernte Verwandte geben. Sie verspricht sich viel vom «goldenen» Westen. Wo dieses Land ist, und wie weit der Weg dorthin ist, das weiß sie nicht. Ein Schmuggler bringt sie auf abenteuerlichen Wegen über die Grenze. Auf dem Marktplatz eines Dorfes im ehemaligen Jugoslawien trifft sie Murat, der sich seinen kargen Lebensunterhalt mit einem Tanzbären verdient. Murat nimmt sie mit auf seine Rundreise. Von ihm lernt sie viel für das harte Leben auf der Straße.

Davas nächste Station, nachdem sie einem brutalen Barbesitzer entkommen ist, ist eine Scheune an der Grenze. Mit einer Zigeunerfamilie, die als politische Flüchtlinge in Ungarn zu überwintern hoffen, gelangt sie über die Donau. Nach einer Nacht im Gefängnis soll Dava nach Rumänien abgeschoben werden. Sie kann fliehen und wird in Budapest von Romana aufgenommen, die Porträts von Touristen zeichnet. Die beiden machen sich auf nach Prag. Von dort aus gelangt Dava als blinder Passagier nach Polen, wo sie zu ihrem Glück wieder auf Murat, den Bärenmann, trifft, der ihr schließlich helfen kann, nach Berlin zu kommen.

Ein sehr aktuelles Buch, das eindringlich und spannend von den harten Bedingungen des Lebens in Osteuropa erzählt. Ein Buch auch, das Mut macht, denn Dava ist eine starke, positive Mädchenfigur.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Dava bemerkte panische Angst in dem großen, feucht glänzenden Pferdeauge.

"Was machst du bloß hier, du dummer Gaul?", rief sie. "Hast du dich wieder mal selbst in Schwierigkeiten gebracht?"

Der einäugige Hengst hob den entstellten Kopf und spitzte die Ohren.

Dava sah, wie sehr die Flanken und Beine des Tieres zitterten. Die Angst in seinem Auge wurde noch größer.

"Du traust dich wohl nicht mehr zurück und sitzt jetzt in der Klemme?" rief Dava böse.

Das Pferd zitterte unentwegt. Dava hörte den schweren Atem, jeder Luftstoß klang wie eine bevorstehende Explosion.

Sie standen sich auf einem schmalen Bergpfad gegenüber. Der Platz reichte gerade, um entweder das Pferd oder Dava mit dem breiten Brennholzbündel auf dem Rücken durchzulassen, für beide war der Pfad jedoch viel zu schmal. Dava fluchte. Das Holzbündel war schwer.

Bereits in aller Frühe hatte sie das Dorf verlassen und sich auf den Weg zu dem kleinen Wald hoch in den Bergen gemacht. Es war ein langer, mühsamer Aufstieg. Der Weg führte zunächst durch die kargen Felder außerhalb des Dorfes, dann über eine wacklige Brücke, unter der das schäumende Wasser des Baches rauschte, und von dort aus schlängelte sich ein schmaler Ziegenpfad den Hang hoch. Nach einigen Kurven hatte sie genau oberhalb des Dorfes eine kurze Verschnaufpause gemacht...

„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.