Das Werk des Cusanus gilt als Synthese mittelalterlicher Weisheit und gedanklicher Grundlegung der großen Systeme der beginnenden Renaissance und der neueren Zeit. Dies zeigt sich insbesondere auch in dieser in drei Bücher gegliederten Abhandlung über die Sichtung des Korans von 1460/1461, die die theologische Auseinandersetzung und zugleich Verständigung mit dem Islam zum Thema hat. Die Ausgabe basiert auf der kritischen Erstedition von 1986.
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Nikolaus von Kues (Nicolaus Cusanus) kommt 1401 im heutigen Bernkastel-Kues zur Welt. Nach kurzem Studium der freien Künste in Heidelberg widmet er sich an der Universität Padua dem Kirchenrecht. Nach der Priesterweihe um 1440 wird Nikolaus 1448 zum Kardinal ernannt. 1433 verfaßt Nikolaus auf dem Basler Konzil seine erste grundlegende Schrift De concordantia catholica, in der er als Jurist und Theologe eine neue Ekklesiologie, eine allgemeine Konzils- und Staatstheorie sowie eine darauf aufbauende Reichsreform entwirft. Die erste von Nikolaus zur Veröffentlichung bestimmte philosophisch-theologische Schrift De docta ignorantia ist grundlegend für das Verständnis seines Denkens. Hier entwickelt er seinen berühmt gewordenen Begriff der „coincidentia oppositorum“ der theologisch von der Suche nach Gott und philosophisch von der Jagd nach Weisheit geleitet ist. Mit der Einsicht in das Nichtwissen des Wissens distanziert sich Nikolaus von der ontologisch bedingten Erkenntnismetaphysik der Hochscholastik, um ein neuzeitliches Wahrheitsverständnis zu begründen. Nikolaus von Kues verbringt die letzten sechs Jahre seines Lebens am Hofe des Papstes in Rom und stirbt 1464.
Ludwig Hagemann (* 28. Dezember 1947 in Niederlangen) ist ein deutscher Religionswissenschaftler und katholischer Theologe. Hagemann studierte Philosophie, Theologie und Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Islamwissenschaft in Frankfurt am Main, Tübingen, Münster, Beirut, Kairo und Tunis. 1975 promovierte Hagemann zum Doktor der Theologie und habilitierte sich 1982. Als Professor war er von 1984 bis 1988 an der Universität Koblenz und von 1988 bis 1992 an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Würzburg tätig. Seit April 1992 ist er Ordinarius für Systematische Theologie und Religionsgeschichte an der Universität Mannheim. Hagemann ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Cusanusgesellschaft und Priester der Diözese Osnabrück.
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Felix Meiner Verlag, Hamburg, 1993. 150 S., kartoniert--- - herausgegeben von Ludwig Hagemann und Reinhold Glei/Lateinisch-deutsch/Cribratio Alkorani/Philosophische Bibliothek Band 420c/gutes Exemplar - 159 Gramm. Artikel-Nr. 6h6298
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Felix Meiner Verlag, Hamburg, 1993. 150 S., kart.--- - gutes Exemplar - 166 Gramm. Artikel-Nr. 1d7190
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