Warum stritten Philosophen, Literaten, Musiker und Musiktheoretiker im 18. Jahrhundert heftig um die Frage, ob die Melodie oder die Harmonie in der Musik wichtiger und wesentlicher sei? Wie kam es dazu, dass diese Frage in Frankreich eine gesellschaftspolitische Dimension annahm? Seit der Antike wurde Musik mit göttlichen Prinzipien, religiösen Botschaften, Weltordnung oder Sphärenharmonie in Verbindung gebracht. Auf diese Weise sollte sie zu einer »universellen« Kunst oder Disziplin erhoben werden. Aber erst als man das Wesen der Musik in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von aller Mathematik und Berechnung trennt und sie als eine ursprüngliche Sprache bezeichnet, eine Sprache, die jeder versteht, über kulturelle, soziale und zeitliche Grenzen hinweg, gelingt es, ihren universellen Anspruch gegenüber allen anderen Künsten nachhaltig zu verbreiten; bis heute ist die Rede von der »Weltsprache Musik«.
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Hans Georg Nicklaus : Studium der Musik, Philosophie und Musikwissenschaft. 1993-99 Assistent für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (Habilitation ebendort 2001/2). Seit 1993 Gestalter von Musiksendung für Radio Ö1 (ORF). Seit 2004 Dozent an der Anton Bruckner-Universität in Linz. Außerdem: Forschungsprojekte, Publikationen, Konzerteinführungen, Workshops. Titel: Univ. Doz., Dr. phil. (M.A.). Derzeit: Dozent für Musik-, Kulturgeschichte und Musikvermittlung an der Anton Bruckner-Privatuniversität Linz. Moderator und Redakteur in der Musikredaktion von Radio Ö1/ORF, Wien.
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Warum stritten Philosophen, Literaten, Musiker und Musiktheoretiker im 18. Jahrhundert heftig um die Frage, ob die Melodie oder die Harmonie in der Musik wichtiger und wesentlicher sei Wie kam es dazu, dass diese Frage in Frankreich eine gesellschaftspolitische Dimension annahm Seit der Antike wurde Musik mit göttlichen Prinzipien, religiösen Botschaften, Weltordnung oder Sphärenharmonie in Verbindung gebracht. Auf diese Weise sollte sie zu einer »universellen« Kunst oder Disziplin erhoben werden. Aber erst als man das Wesen der Musik in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von aller Mathematik und Berechnung trennt und sie als eine ursprüngliche Sprache bezeichnet, eine Sprache, die jeder versteht, über kulturelle, soziale und zeitliche Grenzen hinweg, gelingt es, ihren universellen Anspruch gegenüber allen anderen Künsten nachhaltig zu verbreiten; bis heute ist die Rede von der »Weltsprache Musik«. Artikel-Nr. 9783770559046
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Weltsprache Musik | Rousseau und der Triumph der Melodie über die Harmonie | Hans-Georg Nicklaus | Taschenbuch | 155 S. | Deutsch | 2015 | Brill Fink, Wilhelm | EAN 9783770559046 | Verantwortliche Person für die EU: Brill Deutschland GmbH, Robert-Bosch-Breite 10, 37079 Göttingen, productsafety[at]degruyterbrill[dot]com | Anbieter: preigu. Artikel-Nr. 104943692
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