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7 x Asche einmal auch der helle Schein - Softcover

Friedrich, Rudi; Friedrich, Rudolf

 
9783754125748: 7 x Asche einmal auch der helle Schein

Inhaltsangabe

Weil das Badewasser zuerst zu heiß war, schüttete meine Oma kaltes Wasser aus dem Wasserhahn nach. Der Wasserhahn und der Guss waren die einzige Wasserstelle im Haus. Weitere Wassertränker und Hähne waren im Stall und im Hof zu finden. Oftmals wurde beim Baden die Temperatur durch nachgießen von heißem oder kaltem Wasser reguliert. Das Shampoo kam aus einem kleinen Kunststoffkissen. Eine Spitze des Kissens wurde mit der Schere abgeschnitten und dann ergoss sich beim Drücken der Schaum nicht nur auf meine Haare, sondern meist auf mein Gesicht. Vor allem hatte ich jedes Mal Angst um meine Augen. Jedes Mal rief ich: Gebt mir einen Waschlappen! Sofort kam immer ein rettender Waschlappen auf meine Augen, und ich konnte das Haarewaschen wieder ertragen. Im Radio kam auf dem Bayerischen Rundfunk das Wunschkonzert mit Fred Rauch als Ansager. Das Programm lief unter dem Namen „Sie wünschen, wir spielen ihre Lieblingsmelodien“ Oftmals durften wir vor dem zu Bett gehen noch ein Stück warmen, frisch gebackenen Kuchen essen. Wenn wir ins Bett wollten, mussten wir über die Wohnstube, in die etwas erhöht liegende Kammer gehen. In dieser Kammer standen zwei Betten. Im vorderen Bett schlief unsere Oma, dahinter im Bett schliefen mein Zwillingsbruder und ich. Die Betten standen hintereinander. Die Fußenden stießen aneinander. In der Regel gingen wir immer mit der Oma Schlafen. Sie betete mit uns und dann unterhielten wir uns noch eine Weile, danach schliefen wir ein. Am Morgen rochen wir immer den frisch gebrühten Bohnenkaffee unserer Oma. Wir Kinder tranken Kaba oder Malzkaffee von Lindes oder Quick. Der Nachbar war ein Junggeselle und hatte genügend Platz für uns vier Leute. Meine Eltern schliefen über dem Schweinestall. Die Küche wurde in die Waschküche im Anbau verlegt. Irgendwie war es aber auch spannend für uns Kinder. Wir halfen alle fleißig beim Hausbau mit und eines Tages konnten wir einziehen.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorinnen und Autoren

Zuerst beginnt dein Werk durch einen Gedanken, danach wird sich dein Gedanke zu einer Idee verfestigen und dann kommen die mutigen Schritte des Tuns. Damit das noch nie dagewesene ein großer Wurf wird, ist deine Vorstellungskraft entscheidend. Stell dir vor, dass viele Leute von deinem Vorhaben begeistert sind und dir sogar applaudieren. Applaus muss es aber nicht unbedingt gleich zu Beginn deiner neuen Schöpfung geben. Rechne damit, dass deine Idee ignoriert oder sogar belächelt wird. Es wird jedoch die Zeit kommen, da du triumphieren wirst. In unserer modernen Welt werden wir nicht nur komponieren können. Beides „komponieren“ und „konsumieren“ werden wir ausüben.

Ich wuchs in einem keinen fränkischen Dorf auf. In unserem Haus lebten meine Eltern, meine Oma mütterlicherseits, mein Zwillingsbruder, mein kleiner Bruder und ich. Meine Großeltern aus der Linie meines Vaters wohnten auch im selben Dorf. Mein Opa was Schmied und war zweimal verheiratet. Seine erste Frau starb bei einer landesweiten Grippewelle sehr jung. Bis er ein zweites mal heiratete, versorgte er seine drei Kinder allein. Seine zweite Frau bekam vier Kinder von ihm. Mein Vater war der Jüngste.

„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.