RUDOLF DITZEN alias HANS FALLADA (1893–1947), zwischen 1915 und 1925 Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter, 1920 Roman-Debüt mit "Der junge Goedeschal“. Der vielfach übersetzte Roman "Kleiner Mann – was nun?" (1932) machte Fallada weltberühmt. Sein letztes Buch, „Jeder stirbt für sich allein“ (1947), avancierte rund sechzig Jahre nach Erscheinen zum internationalen Bestseller. Weitere Werke u. a.: »Bauern, Bonzen und Bomben« (1931), »Wer einmal aus dem Blechnapf frißt« (1934), »Wolf unter Wölfen« (1937), »Der eiserne Gustav« (1938).
Ich habe natürlich nicht immer getrunken, es ist sogar nicht sehr lange her, daß ich mit Trinken angefangen habe. Früher ekelte ich mich vor Alkohol; allenfalls trank ich mal ein Glas Bier; Wein schmeckte mir sauer, und der Geruch von Schnaps machte mich krank. Aber dann kam eine Zeit, da es mir schlecht zu gehen anfing. Meine Geschäfte liefen nicht so, wie sie sollten, und mit den Menschen hatte ich auch mancherlei Mißgeschick. Ich bin immer ein weicher Mensch gewesen, ich brauchte die Sympathie und Anerkennung meiner Umwelt, wenn ich mir das auch nicht merken ließ und stets sehr selbstbewußt und sicher auftrat. Das Schlimmere war, daß ich das Gefühl bekam, auch meine Frau wende sich von mir ab. Es waren zuerst unmerkliche Zeichen, Dinge, die ein anderer ganz übersehen hätte. Zum Beispiel vergaß sie, mir bei einem Geburtstag in unserm Hause Kuchen anzubieten; ich esse zwar nie Kuchen, aber früher bot sie mir trotzdem stets welchen an. Und dann war einmal drei Tage lang ein Spinnweb in meinem Zimmer über dem Ofen. Ich ging alle Zimmer ab, aber in keinem gab es ein Spinnweb, nur in meinem. Ich wollte eigentlich abwarten, wie lange sie es so treiben würde mir zum Ärger, aber am vierten Tage hielt ich es nicht mehr aus und sagte es ihr. Darauf wurde das Spinnweb, entfernt. Ich sagte es ihr natürlich ziemlich scharf. Ich wollte mir um keinen Preis merken Iassen, wie sehr ich unter diesen Kränkungen und meiner Vereinsamung litt. ...
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Softcover. Zustand: gut. Erste Aufl. / Sonderausgabe. Kartonierte fotografisch gestaltete und folienkaschierte Broschur mit Rücken- und Deckeltitel. Einband, Kanten und Schnitte leicht berieben, das (Text-) Papier nachgedunkelt, ansonsten guter Erhaltungszustand. "Erwin Sommer, Kaufmann und ehrbarer Bürger einer norddeutschen Kleinstadt zur Zeit der zwanziger Jahre, wird mit seinen Sorgen und mit sich selbst nicht fertig. Ein beliebiger Anlaß, und er läuft seinen Problemen davon: in den Rausch und das Vergessen, in die Arme der "Königin Alkohol". Bevor er in der Hölle der geschlossenen Anstalt verkommt, schickt Fallada ihn ins Fegefeuer. Der brave Bürger gerät ins Gefängnis. Er lernt Verbrecher und Verbrechen kennen und wird für den Rest seines Lebens gezeichnet. Die Geschichte von Erwin Sommer, der aus Schwäche den Sturz ins Nichts sucht - jetzt auch in exzellenter Verfilmung mit Harald Juhnke in der Hauptrolle. Ulrich Plenzdorf schrieb das Drehbuch, die Regie führte Tom Toelle. Mit 8 Seiten Filmfotos. Rudolf Ditzen alias HANS FALLADA wurde 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten geboren. Er besuchte, ohne es abzuschließen, das humanistische Gymnasium und absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre. Zwischen 1915 und 1925 war er Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter. 1920 Roman-Debüt "Der junge Goedeschal", seit 1931 freiberuflicher Schriftsteller. Mit dem vielfach übersetzten Roman "Kleiner Mann - was nun?" (1932) wurde Fallada weltbekannt. In der Zeit des Faschismus lebte er als "unerwünschter Autor" zurückgezogen auf seinem Sechs-Morgen-Anwesen in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über und starb dort 1947. Weitere wichtige Werke: "Bauern, Bonzen und Bomben" (1931), "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" (1934), "Wolf unter Wölfen" (1937), "Der eiserne Gustav" (1938), "Geschichten aus der Murkelei" (1938), "Jeder stirbt für sich allein" (1947). In gut zwei Wochen, bis zum 21. September 1944, schrieb Fallada diesen Roman nieder. Zu der Zeit lebte er auf richterlichen Beschluß für dreieinhalb Monate in der Strelitzer Landesanstalt. Vorangegangen war ein Streit mit seiner geschiedenen Frau, bei dem Fallada einen ungezielten Schuß aus seinem Terzerol abgab. "Solange ich schreibe, vergesse ich die Gitter vor dem Fenster", teilte er seiner Mutter in einem Brief mit. Umgeben von kranken Kriminellen, Wärtern und Pflegern, selten ungestört, schrieb Fallada nicht nur den Roman, sondern noch fünf Erzählungen und seine Erinnerungen an die Nazizeit. Um das Manuskript zu schützen, tarnte Fallada es durch Unleserlichkeit: fertige, eng beschriebene Manuskriptblätter stellte er auf den Kopf und schrieb in den Zwischenräumen zurück. Mitunter wiederholte er den Vorgang, so daß die Seiten wie mit einer Geheimschrift bedeckt erschienen. In monatelanger Entzifferungsarbeit wurde der Roman nach Falladas Tod im Aufbau-Verlag rekonstruiert. In dieser Fassung erschien er als Lizenzausgabe 1950 im Rowohlt-Verlag, 1953 im Aufbau-Verlag." (Verlagstext) Der Trinker ist ein Roman von Hans Fallada. Der Autor verfasste das Werk 1944 während einer Haftzeit in der Landesanstalt Neustrelitz-Strelitz. Er stützte sich dabei auf die eigenen Erfahrungen mit der Alkoholabhängigkeit. Der Roman wurde postum erst 1950 veröffentlicht. Der Trinker ist eine deutsch-österreichische Literaturverfilmung von 1995 unter der Regie von Tom Toelle. Das von Ulrich Plenzdorf verfasste Drehbuch beruht auf Hans Falladas autobiografisch geprägtem Roman Der Trinker. Harald Juhnke, der die Hauptrolle in dem Fernsehfilm übernahm, soll mit dieser Rolle auch seine eigene Alkoholerkrankung verarbeitet haben. (Wikipedia) In deutscher Sprache. 286, (4), 8 [Tafeln] pages. Klein 8° (110 x 180mm). Artikel-Nr. BN35004
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