Denkmuster des Universalienrealismus im ontologischen Gottesbeweis Anselms von Canterbury

 
9783638793605: Denkmuster des Universalienrealismus im ontologischen Gottesbeweis Anselms von Canterbury
Vom Verlag:

Seminararbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des Mittelalters (ca. 500-1350), Note: gut-sehr gut, Veranstaltung: Anselm von Canterbury - de veritate, 17 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Anselm von Canterbury hat um das Jahr 1080 in nur zwei Kapiteln seines Werkes „Proslogion" einen Gottesbeweis aufgestellt, der Philosophiegeschichte geschrieben hat. Philosophen wie Décartes, Leibniz, Kant oder Hegel haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihn zu bestätigen oder zu widerlegen. In der folgenden Arbeit möchte ich den von Kant „ontologisch" genannten Gottesbeweis Anselms rekonstruieren und in seiner Zeit und seinem theologischen Umfeld verorten. Dabei werde ich mich weniger mit der formal-logischen Struktur des Arguments auseinandersetzen, sondern die philosophischen, zeit- und umwelt-bedingten Denkmuster dahinter zu erkennen versuchen. Anselm, dessen Wirken vor allem die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts umfasste, lebte in einer Zeit, in der nach vielen Jahrhunderten relativ starrer Überlieferung theologischer Glaubensinhalte durch das Mönchstum wieder neue intellektuelle Impulse vom Klerus ausgingen. Er erlebte zwei der grössten theologischen Auseinandersetzungen des Mittelalters, den Investiturstreit und den Universalienstreit, und beteiligte sich aktiv an beiden Debatten. Während der Investiturstreit, bei dem es um den Anspruch von kirchlichen und weltlichen Obrigkeiten auf die Amtseinsetzung von Geistlichen ging, eher das Handeln Anselms prägte, hatte der Universalienstreit, bei dem das Verhältnis zwischen allgemeinen Begriffen und der Wirklichkeit diskutiert wurde, starken Einfluss auf sein philosophisches Denken. Ob dieser Einfluss so stark war, dass er sich auch im Gottesbeweis niederschlug, soll Gegenstand der folgenden Untersuchung sein. Unumstritten ist, dass Anselm trotz seiner Originalität wie alle Denker ein Kind seiner Zeit war. Sein Umfeld und die aktuellen theologisch-philosophischen Diskurse, an

„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

(Keine Angebote verfügbar)

Buch Finden:



Kaufgesuch aufgeben

Sie kennen Autor und Titel des Buches und finden es trotzdem nicht auf ZVAB? Dann geben Sie einen Suchauftrag auf und wir informieren Sie automatisch, sobald das Buch verfügbar ist!

Kaufgesuch aufgeben