Der Tabak und auch sein Genuß stammen aus Amerika. Im Europa des 17. Jahrhunderts entzündet sich eine wissenschaftlich geführte Debatte um die Legitimität dieses exotischen Novums. Bei diesem Streit geht es um eine prinzipielle Frage, nämlich um die Legitimität des Neuen und der Neugier schlechthin. Angesichts dieser Verknüpfung des Tabaks mit den Begriffen des Neuen und der Neugier stellt sich die Frage, ob das neue Tabakrauchen als Motiv der Malerei Inhalte transportiert, die eine am Neuen orientierte, moderne künstlerische Haltung vertreten. Daraufhin werden die Schriften der niederländischen Kunsttheoretiker und die Künstlerbilder des 17. Jahrhunderts anhand ausgewählter Beispiele befragt. Auch die Untersuchung der inhaltlichen Einbindung des Rauchermotivs hinsichtlich der Aspekte der Sinnlichkeit, der Vanitas, des Niederen und des Komischen zeigt, daß sich das Motiv des Tabakrauchens gezielt gegen einen antikenorientierten Klassizismus stellt. Die Betrachtung der geschlechtlichen Assoziation und der Darstellung rauchender Indianer macht deutlich, daß der Tabak nicht nur als Novum, sondern gleichzeitig auch synonym für das Andere und Fremde steht. In einem Ausblick auf das 18. und 19. Jahrhundert wird anhand von Beispielen von Hogarth, Courbet und van Gogh in der Rezeption des niederländischen Rauchermotivs eine historische Bestätigung der These einer prinzipiellen Modernität des Rauchermotivs gefunden.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Der Autor: Roland Augustin wurde 1963 geboren. Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Politikwissenschaften an der Universität Trier und der RU Utrecht, Promotion 1994, seit 1994 wiss. Mitarbeiter am Saarland Museum Saarbrücken.
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: SKULIMA Wiss. Versandbuchhandlung, Westhofen, Deutschland
Zustand: Wie Neu. Zustandsbeschreibung: Mängelexemplar. Das Motiv des Tabakrauchens und seine Modernität in der niederländischen Kunst. Der Tabak und auch sein Genuss stammen aus Amerika. Im Europa des 17. Jahrhunderts entzündet sich eine wissenschaftlich geführte Debatte um die Legitimität dieses exotischen Novums. Bei diesem Streit geht es um eine prinzipielle Frage, nämlich um die Legitimität des Neuen und der Neugier schlechthin. Angesichts dieser Verknüpfung des Tabaks mit den Begriffen des Neuen und der Neugier stellt sich die Frage, ob das neue Tabakrauchen als Motiv der Malerei Inhalte transportiert, die eine am Neuen orientierte, moderne künstlerische Haltung vertreten. Daraufhin werden die Schriften der niederländischen Kunsttheoretiker und die Künstlerbilder des 17. Jahrhunderts anhand ausgewählter Beispiele befragt. Auch die Untersuchung der inhaltlichen Einbindung des Rauchermotivs hinsichtlich der Aspekte der Sinnlichkeit, der Vanitas, des Niederen und des Komischen zeigt, dass sich das Motiv des Tabakrauchens gezielt gegen einen antikenorientierten Klassizismus stellt. Die Betrachtung der geschlechtlichen Assoziation und der Darstellung rauchender Indianer macht deutlich, dass der Tabak nicht nur als Novum, sondern gleichzeitig auch synonym für das Andere und Fremde steht. In einem Ausblick auf das 18. und 19. Jahrhundert wird anhand von Beispielen von Hogarth, Courbet und van Gogh in der Rezeption des niederländischen Rauchermotivs eine historische Bestätigung der These einer prinzipiellen Modernität des Rauchermotivs gefunden. 331 Seiten mit Abb., broschiert (Europäische Hochschulschriften. Reihe XXVIII: Kunstgeschichte; Band 330/Peter Lang Verlag 1998). Statt EUR 79,95. Gewicht: 428 g - Softcover/Taschenbuch. Artikel-Nr. 65408
Anzahl: 11 verfügbar
Anbieter: BUCHSERVICE / ANTIQUARIAT Lars Lutzer, Wahlstedt, Deutschland
Zustand: gut. 1998. Der Geschmack des Neuen In deutscher Sprache. pages. Artikel-Nr. BN569734
Anzahl: 1 verfügbar