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Das Superweib: Roman (Die Frau in der Gesellschaft, Band 12227) - Softcover

Lind, Hera

 
9783596122271: Das Superweib: Roman (Die Frau in der Gesellschaft, Band 12227)

Inhaltsangabe

Eigentlich ist Franziska Schauspielerin. Doch während ihr kreativer Gatte Wilhelm Großkötter in der Karibik Dreizehnteiler dreht, sitzt sie mit ihren kleinen Söhnen Franz und Willi zu Hause herum. Das ändert sich, als Franziska sich den Ehefrust von der Seele schreibt, das Manuskript auf Umwegen beim Frauen-mit-Pfiff-Verlag landet und daraus, wer hätte das gedacht, ein Bestseller wird. Franziska wird zur Erfolgsautorin Franka Zis, kauft für sich und ihre beiden Söhnchen ein Haus und reicht die Scheidung ein. Neben dem unheimlich praktischen Anwalt Enno Winkel treten noch andere interessante Männer in ihr Leben. Da kehrt der Ex-und- hopp-Gatte Großkötter aus der Karibik zurück, um den Roman einer gewissen Franka Zis zu verfilmen - nicht ahnend, dass es seine Ehe ist, die er auf Zelluloid bannen möchte.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Hera Lind, geboren 1957 in Bielefeld, ist Sängerin, Autorin,und Moderatorin. Ihr erster Roman, ›Ein Mann für jede Tonart‹, erschien 1989 und wurde auf Anhieb ein Bestseller. Es folgten viele weitere, darunter ihr größter Erfolg, ›Das Superweib‹, der eine Auflage von mehr als zwei Millionen Exemplaren erreicht hat. Hera Lind wurde auch als Fernsehmoderatorin einem großen Publikum bekannt. Die Autorin lebt heute mit ihrer Familie in Mondsee bei Salzburg.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Nebenan wickelte man eine Dauerwelle. Sorgenvoll schaute ich in den kristallenen Spiegel. Komisch. Immer wenn ich auf einem Frisörstuhl Platz genommen hatte, fand ich plötzlich, daß ich noch nie so prima Haare gehabt hatte wie gerade jetzt. Bangevoll blickte ich auf den weichgespülten Coiffeur, der sich gerade mit kaum zu unterbietender Emotionslosigkeit dem Haupthaar einer älteren Dame widmete.

Salon Lauro am Stadtwald. Ein chromblitzender Edelschuppen, fürwahr. Das war eben etwas anderes als das zweifelhafte Etablissement mit dem vielversprechenden Namen »Anita Stümper«, das in unserer bisherigen Wohngegend für sieben Mark fünfzig zum Waschen und Schneiden geladen hatte und in dessen milchigem Schaufenster seit dreißig Jahren dasselbe vergilbte Werbefoto prangte. Wie war ich hier bloß reingeraten? Es war alles so schnell gegangen!

Ich griff nach einem Blättchen, das man mir, mein geistiges Niveau nur knapp verkennend, vor die Nase gelegt hatte. Mit halbherzigem Interesse nahm ich zur Kenntnis, daß Lady Di, diese charmante, aber - im Vertrauen und exklusiv nur im »Rosa Blatt« in aller Deutlichkeit formuliert - eß- und erbrechfreudige Prinzessin (oben), eigentlich im Herzen furchtbar einsam sei, da der verschlossene Prinzgemahl (hier mit Pferd, links) sie seit dreizehn Jahren mit einem polospielenden Mannweib (kleines Bild unten, leider unscharf) betrüge. Queenmother (Titelbild) hülle sich nur in königliches Schweigen.

Die Dame nebenan hüllte sich nicht in königliches Schweigen. Sie schien vor gesundem Mitteilungsdrang schier zu platzen. »Mein Mann ging eines Tages nach Amerika und kam nie wieder«, sagte sie fröhlich in die vornehme Stille des Saales hinein. Keiner reagierte. Weder der desinteressiert blickende Maestro zu ihren Häupten noch der Azubi, der gelangweilt die verschiedenfarbigen Röllchen darreichte.

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