Geheimnisvoll, magisch, fesselnd – das große Mittelalter-Fantasy-Abenteuer
Fischerjunge Skagen hat den sehnlichen Wunsch, ein großer Barde zu werden! Auf unerwartete Weise kommt er seinem Traum näher, als er mithilfe der Zauberin Ormuz in den Besitz eines geheimnisvollen Steins gelangt – um fortan am königlichen Hof als bewunderter Sänger zu leben. Doch dann wird seine Heimat von wilden Trollen überfallen und verwüstet! Nur die Magie des Steins kann sie noch aufhalten …
• Spannende Mischung aus Fantasy und Mittelalter
• Fantastisches Eintauchen in die Welt der Gnome Elfen, Trolle und Zwerge
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Stephan M. Rother hat jahrelang als Stand-up Historian deutsche Bühnen bespielt, bis er beschloss seine Ideen in Romane umzusetzen. „Der Stein des Raben“ ist seine erste Veröffentlichung bei cbj.
Es waren die Schreie der M�wen, die ihn aufmerksam machten. Das Jahr war vorangeschritten und der Herbst war fr�h ins Land gekommen. Die Pappeln oben auf dem H�gelkamm, gebeugt vom allgegenw�igen Wind, der vom Rand der Welt �ber das Meer daherkam, hatten zun�st ein gelbes und dann ein leuchtend rotes Kleid angelegt.
Den ganzen Vormittag �ber war der Wind immer heftiger geworden, und Skagen schien es, als wollte er heute Sturmst�e erreichen. Sch�end aufgew�hlt brach sich die Gischt an den vorgeschobenen Uferfelsen. Salzgeschmack lag in der
Luft.
Die Finger des Jungen waren steif und wund von der Arbeit an den Netzen. Er w�rde heute Abend M�he haben, die Saiten der Harfe zu greifen, doch er wagte es nicht, in seiner Arbeit innezuhalten. Die raue See der letzten Tage hatte der Familie eines ihrer besten Netze zerrissen. Es war so sp�im Jahr, dass sie sich an keinem Morgen mehr darauf verlassen konnten, ob das Wetter der kleinen Flotte von Fischerbooten erlauben w�rde, sich hinauszuwagen. Sie konnten nicht l�er auf das Netz verzichten.
Doch dann vernahm er das Schreien der M�wen und blickte auf.
Skagen entdeckte sie weit drau�n �ber dem Wasser, au�rgew�hnlich weit drau�n, in der N� des vorspringenden Kaps an der Spitze der Halbinsel, die den nat�rlichen Hafen des Dorfes sch�tzte. Es war eine ganz beachtliche Anzahl von M�wen. So viele von ihnen sah man selten an einem Fleck, es sei denn ...
Langsam lie�er das Netz zu Boden gleiten und stand auf. Sein Onkel Gunnar, einige Schritte entfernt ebenfalls mit Flickarbeiten besch�igt - sein Fluchen war den ganzen Morgen hindurch allgegenw�ig wie das Zischen der Gischt -, rief ihm etwas zu, doch Wind und Wellen verschluckten die Worte.
Skagen kniff die Lider zusammen. Das Salz brannte in seinen Augen.
�Da drau�n ist etwas�, sagte er, viel zu leise, als dass Gunnar ihn h�e verstehen k�nnen.
Im n�sten Augenblick hob drau�n vor dem Kap eine m�tige Woge einen dunklen Umriss aus dem Wasser. Gunnar stie�einen �berraschten Ruf aus: �Ein Schiff!�
�Herrin der Winde�, fl�sterte Skagen. Das Schiff trieb genau auf die Riffe zu. Wie gel�t starrte er auf das bevorstehende Verh�nis.
�Die Boote zu Wasser!� Eine Stimme in seinem R�cken. Die Stimme seines Vaters, besonnen und ruhig, doch eine unmissverst�liche Anweisung.
Schon kam Lars, der Herr des Dorfes, mit eiligen Schritten den Abhang des H�gels hinab. Seine breitschultrige Gestalt stemmte sich gegen den Sturm. Ein kurzer Blick auf seinen Sohn: �Du bleibst hier�, befahl er. �Wir wissen nicht, was das f�r Leute sind. Jemand muss bei den Frauen und Kindern bleiben. Nimm dir meinen Bogen aus der Truhe und bring alle in den Wald. Ich komme euch holen, wenn ich sehe, dass es sicher ist.�
�Soll ich nicht besser .�
�Geh!� Die hellen, fast farblosen Augen unter den eisgrauen Brauen duldeten keinen Widerspruch.
Skagen nickte und eilte hinauf ins Dorf, um dem Befehl seines Vaters Folge zu leisten.
Es war noch Licht am Himmel, als Gunnar zum Versteck der Sippe kam und die erl�sende Nachricht brachte. Die Fischer hatten alle Menschen an Bord des Schiffes retten k�nnen und sie bereits ins Dorf gebracht. Das Schiff w�rde f�r einige Tage im Schutz der Halbinsel vor Anker liegen und seine Sch�n beheben. Doch als Skagen fragte, wer die unverhofften G�e waren, l�elte sein Onkel nur geheimnisvoll und wollte nichts verraten.
Schon aus einiger Entfernung konnten sie das Dorf erkennen. Skagens Vater hatte auf dem gro�n Platz ein Feuer entz�nden lassen: ein Zeichen der Freude �ber die Rettung der Schiffbr�chigen, und f�r die durchn�ten G�e eine M�glichkeit, sich zu w�en.
Im Licht der Flammen erkannte der Junge eine m�tige Standarte, die vor dem Eingang ihrer H�tte - der gr��en des Dorfes - aufgepflanzt war. Ein golddurchwirkter Eber leuchtete auf dunkler Leinwand, deren Farbe im Feuerschein nicht zu erkennen war. Doch Skagen wusste, dass sie purpurrot war: das Feldzeichen des Gro�erzogs von Dakia.
�Der Gro�erzog�, fl�sterte er.
Gunnar grinste: �H�e ich dir die �erraschung verderben sollen? Er wird nat�rlich mit seinem Gefolge in eurer H�tte schlafen. Ihr werdet solange bei mir unterkommen.�
Mit offenem Munde starrte Skagen auf das Banner, erst dann wandte sich sein Blick den Menschen zu, die rund um das Feuer sa�n.
�Da staunst du�, sagte sein Onkel, aber der Junge h�rte kaum noch zu. �So einen hohen Besuch bekommt man nicht jeden Tag. Ich habe den Gro�erzog schon einmal gesehen, vor etlichen Jahren, als ich meinen Dienst auf der Feste Dakia abgeleistet habe. Nat�rlich nur von fern. Ihm jetzt so nahe zu kommen, ist etwas ganz anderes. Er ist ein wirklich nobler Herr. Wie er sich f�r unsere Hilfe bedankt hat und f�r die Gastfreundschaft, die wir ihm angeboten haben. Als w� das nicht selbstverst�lich, ganz gleich wer an der K�ste gestrandet w� .�
Skagen lie�seinen Onkel einfach stehen und eilte wie im Traum den H�gel hinauf, bis er die H�tten des Dorfes erreicht hatte. Jetzt konnte er erkennen, wie viele Menschen zum Gefolge des Gro�erzogs geh�rten. Es waren mit Sicherheit mehr, als das Dorf Einwohner z�te.
Sein Vater hatte den Tisch und die St�hle aus der H�tte ins Freie tragen und unter der Eberstandarte aufstellen lassen. Auf dem Ehrenplatz in der Mitte thronte der Gro�erzog, eine eindrucksvolle Gestalt, seiner Fettleibigkeit zum Trotz. Der Herr von Dakia war schon fast ein alter Mann. Wie er aussah, mochte er f�nfzig Winter z�en, doch vielleicht war das zum Teil auch die Ersch�pfung nach der gerade �berstandenen Seenot. An seiner Seite sa�Lars selbst, der sein bestes Gewand angelegt hatte, aber mit dem samtenen Rock des Gro�erzogs nicht konkurrieren konnte. Auf der anderen Seite hatte ein hagerer Mann mit sch�tterem Haar Platz genommen: Das musste der alte Torgwart sein, einst ein ber�hmter Krieger, jetzt der vertraute Ratgeber des Gro�erzogs.
�erall rund um das Feuer sah Skagen weitere G�e. Fast alle waren ebenfalls in kostbare Gew�er gekleidet, selbst jene, die er f�r Diener hielt.
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: medimops, Berlin, Deutschland
Zustand: very good. Gut/Very good: Buch bzw. Schutzumschlag mit wenigen Gebrauchsspuren an Einband, Schutzumschlag oder Seiten. / Describes a book or dust jacket that does show some signs of wear on either the binding, dust jacket or pages. Artikel-Nr. M03570221105-V
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Bookbot, Prague, Tschechien
Softcover. Zustand: Fine. Leichte Kratzer / Abnutzungen / Druckstellen; Vergilbt / ausgeblichen. Ein Fischerjunge namens Skagen träumt davon, ein großer Barde zu werden. Mit Hilfe der Zauberin Ormuz erhält er einen geheimnisvollen Stein und wird am königlichen Hof gefeiert. Doch als Trolle seine Heimat angreifen, ist nur die Magie des Steins in der Lage, sie aufzuhalten. Spannende Fantasy im Mittelalter! Artikel-Nr. ea128e64-03e4-42a1-9981-57a2b736191a
Anzahl: 1 verfügbar
Anbieter: Butterfly Books GmbH & Co. KG, Herzebrock-Clarholz, Deutschland
Taschenbuch oder Softcover. Zustand: Sehr gut. 1. Auflage. 255 Seiten Zustand: SEHR GUTER Zustand! HC1-075-3/8-00123468 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 345. Artikel-Nr. 39477
Anzahl: 1 verfügbar