Der Werwolf ist unter uns: Gänsehaut Band 47: Der Werwolf ist unter uns. Aus d. Amerikan. v. Charlotte Schauer - Softcover

Stine, R. L.

 
9783570204580: Der Werwolf ist unter uns: Gänsehaut Band 47: Der Werwolf ist unter uns. Aus d. Amerikan. v. Charlotte Schauer

Inhaltsangabe

Die Nöte eines frischgebackenen Werwolfs ...

In den Ferien reist Aaron mit seinem Vater, einem passionierten Werwolf-Jäger, nach Bratavia, wo es noch echte Werwölfe geben soll. Schon in der ersten Nacht wird Aaron von einem wolfsähnlichen Wesen angegriffen und in die Schulter gebissen. Der Vater nimmt die Verfolgung des Werwolfs auf und überwältigt ihn. Mit ihrem außergewöhnlichen Fang kehren sie nach Amerika zurück. In der ersten Vollmondnacht bemerkt Aaron seltsame Veränderungen an sich: Dort, wo ihn der Werwolf gebissen hat, wächst ihm plötzlich ein dichtes Fell. Wird nun auch er zum Werwolf?

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Über die Autorin bzw. den Autor

R. L. Stine, 1943 in Columbus/Ohio geboren, ist Erfolgsautor der Reihe "Fear Street". Der weltweite Durchbruch gelang ihm mit der Kinder-Gruselreihe "Goosebumps", zu Deutsch "Gänsehaut". Die Zeitung USA Today hat 1999 ermittelt, dass Stine damit zum erfolgreichsten Kinderbuchautor aller Zeiten geworden ist. Er lebt heute mit Frau, Sohn und Hund in New York und teilt sich sein Büro mit einem Skelett.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

»David, kannst du bitte etwas leiser sein?« Dad schlich zwischen den Bäumen hindurch. »Versuch mal, nicht wie ein Elefant zu trampeln. Wir wollen doch nicht, dass sie uns kommen hören.« Ich trampelte wirklich wie ein Elefant. Ich stapfte durch den dunklen, kalten Wald, trat mit schweren Schritten auf die letzten vertrockneten Blätter dieses Winters und ließ das Laub so laut rascheln und knistern, wie ich konnte. Ich wollte, dass sie uns kommen hörten. Ich wollte ihnen Angst einjagen. Ihnen. Den Werwölfen. Es war kurz vor Mitternacht, als wir uns durch den Wald schlichen. Durch einen finsteren Wald, in dem die Bäume dicht beieinander standen. Einen Wald, in dem sich ein Werwolf bestens verstecken konnte. Wo dich ein Werwolf unvermutet aus der Dunkelheit anspringen und dir die Kehle durchbeißen konnte. Ich stellte mir vor, wie Blut aus einer Wunde an meinem Hals spritzte, und zitterte. Zu Hause war ich nicht sicher gewesen, ob es Werwölfe gibt. Doch hier im dunklen Wald... hier fing ich an, an ihre Existenz zu glauben. Warum ich im Wald war und Werwölfe jagte? Ich will's erklären. Ich - David Freidus - bin elf Jahre alt. Ich habe lockiges rotes Haar, Sommersprossen und hellgrüne Augen. Ich bin groß und dünn. Richtig dünn. Mom sagte immer, ich sei so dürr, dass ein Windstoß mich umwehen könnte. Mom starb vor zwei Jahren. Ich lebe bei meinem Vater, was gar nicht so schlecht ist - mit einer Ausnahme: Dad ist verrückt. Wirklich. Er tut nichts von den Dingen, die Väter normalerweise tun. Du weißt schon, so Sachen wie im Frühling zum Baseball gehen, im Sommer Würstchen grillen und im Winter Schnee schippen. Warum nicht? Weil ich - David Freidus - einen Vater habe, der Werwölfe jagt. Dads großer Traum ist es, einmal im Leben einen echten Werwolf zu fangen. Er nutzt jede Gelegenheit, die sich ihm bietet, und durchkämmt die Wälder außerhalb unserer Stadt nach Werwölfen. Bisher hat er aber noch keinen gefunden. Meine Freunde wissen von meinem Dad und seinen Werwolfjagden. Trotzdem machen sie sich nicht über ihn lustig. Sie haben viel zu viel Angst. Denn mein Vater ist groß und ziemlich stark, seine Schultern sind breiter als die eines Footballspielers. Und außerdem ist er bei der Polizei. Nein, meine Freunde machen sich nicht lustig über meinen Dad. So dumm sind sie nicht. Stattdessen machen sie sich lustig über mich. Deshalb musste ich auch lügen, als es um die Osterferien ging. Ich erzählte allen, dass wir nach Florida fahren würden, um meine Großmutter zu besuchen. Aber es ging nicht nach Florida. Es ging nach Bratvia. In ein Land mitten in Europa, von dem ich noch nie gehört hatte. Bratvia. Dad konnte es kaum erwarten, dorthin zu fahren - um Werwölfe zu jagen. Ich konnte es auch kaum erwarten, dorthin zu fahren - um so schnell wie möglich wieder nach Hause zurückzukommen. Dad glaubte, dass es in Bratvia jede Menge Werwölfe gibt. Und was glaubte ich? Gibt es wirklich Werwölfe - oder ist mein Dad verrückt? Das sollte ich bald herausfinden... Ein eisiger Wind blies durch den dunklen Wald. Ich blieb stehen und lauschte. Lauschte den Tierrufen, die der Wind mit sich trug. Trauriges Jaulen. Verärgertes Schreien. Heftiges Kreischen. Und Heulen. Hungriges Heulen. Das Heulen machte mir am meisten Angst. Ich schaute zum Nachthimmel hoch - auf den leuchtenden Vollmond, der dort zu sehen war. Er tauchte die Baumwipfel in ein geheimnisvolles silbernes Schimmern. Werwölfe zeigen sich bei Vollmond, schoss es mir durch den Kopf. Und sie fressen Menschen. Ich erzitterte wieder. Ich versuchte mich an alles zu erinnern, was ich jemals über Werwölfe gelesen hatte. In einigen Geschichten verwandeln sich Menschen in Werwölfe, wenn sie sich ein Wolfsfell überziehen. Oder wenn sie Wasser trinken, das sich im Pfotenabdruck eines Wolfes gesammelt hat. Was wusste ich sonst noch?

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