Antisemitismus ist ein aktuelles Problem in Zentraleuropa. Er ist jedoch keine der europäischen Menschheit eingeschriebene Konstante, sondern ein Phänomen, das in einem spezifischen historischen Kontext entstanden ist, als politische Einstellung, soziale Praxis und weltanschauliche Orientierung in Erscheinung trat und sich zur Legitimation auf die Tradition der christlichen Judenfeindschaft berief. Im Zuge der sozioökonomischen Umwälzungen des ‚langen’ 19. Jahrhunderts aufgekommen, war der Antisemitismus am Ende dieses Zeitalters Ausdruck der kulturellen Krise. Er wurde zu einer zivilisationskritischen Sammelbewegung, die den Juden die Schuld an allen gesellschaftlichen Konflikten und Verunsicherungen gab. Der Zusammenbruch des alten Europa durch den Ersten Weltkrieg und die verheerenden moralischen Folgen der Kriegsniederlage riefen eine Radikalisierung des Antisemitismus hervor. Antisemitische Einstellungen gehörten zum Kern der nationalsozialistischen Weltanschauung, und führten während des Zweiten Weltkrieges zum Völkermord an den europäischen Juden. Der Holocaust hatte jedoch keineswegs das Verschwinden des Antisemitismus zur Folge. Er nahm nach 1945 neue Züge an und äußert sich in Form eines Schuldabwehr-Antisemitismus, als Holocaustleugnung oder Antizionismus.
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Walter Demel, geb. 1953, ist Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität der Bundeswehr in München.
Susanne Lachenicht, geb. 1971, studierte in Paris und Heidelberg Geschichte und Germanistik und ist seit 2009 Lehrstuhlinhaberin für Geschichte der Frühen Neuzeit in Bayreuth. Sie ist spezialisiert auf die Geschichte Westeuropas und der atlantischen Welt der Frühen Neuzeit, d.h. von 1492 bis zur Französischen Revolution.
Gideon Botsch, Dr. phil., geb. 1970, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam im Forschungsschwerpunkt Antisemitismus- und Rechtsextremismusforschung; langjährige Tätigkeit in der historisch-politischen Bildungsarbeit und Gedenkstättenpädagogik; Forschungsinteressen und Veröffentlichungen: Die extreme Rechte in Geschichte und Gegenwart; Rassismus und Antisemitismus; Jüdische Sozialgeschichte; Nationalsozialistische Herrschaft.
Reiner Marcowitz, geb. 1960, ist nach Lehrtätigkeit in Dresden seit 2007 Professor für deutsche Geschichte an der Universität Metz.
Thomas Freiberger lehrt Neueste Geschichte an der Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der amerikanischen Außenpolitik und der internationalen Beziehungen im Kalten Krieg, die Geschichte der NATO und die Geschichte der europäischen Integration.
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Softcover. Zustand: leichte Gebrauchsspuren. MEx. Titel Antisemitismus in Zentraleuropa : Deutschland, Österreich und die Schweiz vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart / Werner Bergmann/Ulrich Wyrwa Person(en)Bergmann, Werner (Verfasser) Wyrwa, Ulrich (Verfasser) Ausgabe1. Aufl. VerlagDarmstadt : Wiss. Buchges., [Abt. Verl.] Zeitliche EinordnungErscheinungsdatum: 2011 Umfang/FormatVII, 144 S. : Ill. ; 24 cm ISBN/Einband/Preis978-3-534-22053-3 kart. : EUR 14.90 (DE) EAN9783534220533 Sprache(n)Deutsch (ger) BeziehungenGeschichte kompakt AnmerkungenLiteraturangaben SchlagwörterDeutschland ; Österreich ; Schweiz ; Antisemitismus ; Geschichte 1781-2011 In deutscher Sprache. 151 pages. 240x165 mm. Artikel-Nr. 211535
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Broschiert. Zustand: Gut. 1. Aufl. VII, 144 S. Das Buch befindet sich in einem ordentlich erhaltenen Zustand. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 310. Artikel-Nr. 1825299
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Zustand: Fair. Gebogener Buchrucken; Deutlicher Riss. Antisemitismus ist ein aktuelles Problem in Zentraleuropa. Er ist jedoch keine der europaischen Menschheit eingeschriebene Konstante, sondern ein Phanomen, das in einem spezifischen historischen Kontext entstanden ist, als politische Einstellung, soziale Praxis und weltanschauliche Orientierung in Erscheinung trat und sich zur Legitimation auf die Tradition der christlichen Judenfeindschaft berief. Im Zuge der soziookonomischen Umwalzungen des ,langen' 19. Jahrhunderts aufgekommen, war der Antisemitismus am Ende dieses Zeitalters Ausdruck der kulturellen Krise. Er wurde zu einer zivilisationskritischen Sammelbewegung, die den Juden die Schuld an allen gesellschaftlichen Konflikten und Verunsicherungen gab. Der Zusammenbruch des alten Europa durch den Ersten Weltkrieg und die verheerenden moralischen Folgen der Kriegsniederlage riefen eine Radikalisierung des Antisemitismus hervor. Antisemitische Einstellungen gehorten zum Kern der nationalsozialistischen Weltanschauung, und fuhrten wahrend des Zweiten Weltkrieges zum Volkermord an den europaischen Juden. Der Holocaust hatte jedoch keineswegs das Verschwinden des Antisemitismus zur Folge. Er nahm nach 1945 neue Zuge an und aussert sich in Form eines Schuldabwehr-Antisemitismus, als Holocaustleugnung oder Antizionismus. Artikel-Nr. 3d89366f-0cb8-4b05-a59b-9774821daa4f
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Gr.-8°, Broschiert. Zustand: Gut. 144 S., Einband mit leichten Lagerspuren, innen sauber und gut erhalten ISBN: 9783534220533 Wir senden umgehend mit beiliegender MwSt.Rechnung. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 350. Artikel-Nr. 629527
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Flexibler O.-Karton, 144 Seiten. Format: 24*16,6. Als Mängelexemplar gekennzeichnet. Zum Teil Lagerungsspuren. Ansonsten neuwertiger, ungelesener Zustand. *** Von diesem Titel sind zwei Exemplare vorrätig. ***. Artikel-Nr. KE95
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Zustand: Sehr Gut. Zustandsbeschreibung: Mängelexemplar. Deutschland, Österreich und die Schweiz vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Eine Geschichte der Judenfeindschaft in Zentraleuropa von ihren religiösen Ursprüngen über die Entstehung des rassistischen Antisemitismus im späten 19. Jahrhundert und dessen Radikalisierung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis hin zum Antizionismus der Gegenwart. Die Autoren beschreiben Antisemitismus als ein Phänomen, das in einem spezifischen historischen Kontext entstanden ist, als politische Einstellung, soziale Praxis und weltanschauliche Orientierung in Erscheinung trat und sich zur Legitimation auf die Tradition der christlichen Judenfeindschaft berief und zu einer zivilisationskritischen Sammelbewegung wurde, die den Juden die Schuld an allen gesellschaftlichen Konflikten und Verunsicherungen gab. VII,144 Seiten, broschiert (Geschichte kompakt/Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2011). Statt EUR 22,00. Gewicht: 296 g - Softcover/Taschenbuch. Artikel-Nr. 8358
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Werner Bergmann und Ulrich Wyrwa präsentieren eine Geschichte der Judenfeindschaft in Zentraleuropa in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich aus dem christlichen Antijudaismus der säkulare Antisemitismus. Der Zivilisationsbruch durch den 1. Weltkrieg bewirkten in Deutschland eine Radikalisierung des Antisemitismus, die in den nationalsozialistischen Holocaust kulminierte.Doch der Untergang des Dritten Reichs hatte keineswegs das Ende des Antisemitismus zur Folge. Dieser äußert sich heute als Holocaustleugnung, Antizionismus oder in Kapitalismuskritik. Artikel-Nr. 9783534220533
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Antisemitismus in Zentraleuropa | Deutschland, Österreich und die Schweiz vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart | Werner Bergmann (u. a.) | Taschenbuch | 144 S. | Deutsch | 2011 | WBG Academic | EAN 9783534220533 | Verantwortliche Person für die EU: wbg Academic in der Verlag Herder GmbH, Hermann-Herder-Str. 4, 79104 Freiburg, dau[at]herder[dot]de | Anbieter: preigu. Artikel-Nr. 107196914
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