Rechtspopulismus in Belgien und den Niederlanden: Unterschiede im niederländischsprachigen Raum

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9783531171340: Rechtspopulismus in Belgien und den Niederlanden: Unterschiede im niederländischsprachigen Raum
Rezension:

"[...] eine analytisch überzeugende Arbeit [...], die als gelungene Ergänzung des Forschungsstandes zu werten ist." ZParl - Zeitschrift für Parlamentsfragen, 2-2011

Vom Verlag:

In den letzten zwanzig Jahren haben rechtspopulistische Parteien in westeuropäischen Demokratien einen erheblichen Wählerzulauf zu verzeichnen, der einigen von ihnen zumindest zeitweilig die Beteiligung an einer Regierung ermöglichte - oder sie zum- dest zu einem beachtenswerten Faktor nationaler Politik machte. Die Arbeit will erk- ren, warum es zu unterschiedlichen Erscheinungsformen des Rechtspopulismus in Belgien und den Niederlanden gekommen ist. Dabei konzentriert sich die Arbeit auf einen Vergleich des „Vlaams Belang" (VB, früher „Vlaams Blok") in Flandern und der niederländischen „Lijst Pim Fortuyn" (LPF). Auch die neue rechtspopulistische bel- sche Partei „Lijst Dedecker" und die beiden niederländischen rechtspopulistischen Neugründungen „Partij voor de Vrijheid" von Geert Wilders und „Trots op Nederland" der ehemaligen Ministerin Rita Verdonk finden Berücksichtigung. Der Vlaams Belang gehört zu den frühen Vertretern eines europäischen Rech- populismus und hat sich einen festen Platz unter den belgischen Parteien mit relativ stabilen Wahlergebnissen erobert, was auf den Aufbau eines Stammwählerpotentials hinweist. Aufgrund eines Abkommens zwischen den etablierten Parteien blieb der VB bis heute von einer aktiven politischen Mitarbeit ausgeschlossen; dennoch beeinflusst die Partei die Programmatik und die Strategiewahl der anderen etablierten Parteien erheblich. Die Niederlande hingegen schienen lange Zeit eine Immunität gegen rech- populistische Parteien aufzuweisen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts änderte sich d- ses Bild, als in wenigen Monaten bis zur Ermordung ihres Spitzenkandidaten die LPF bei der Parlamentswahl 2002 aus dem Stand zweitstärkste Partei wurde und an der f- genden Koalitionsregierung beteiligt wurde.

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