Ikonen der Erde

 
9783530691139: Ikonen der Erde

Inhaltsangabe

Einführung In einer Zeit, in der das Leben auf der Erde in Gefahr ist, beschädigt zu werdden, gestaltet eine Frau, Elisabeth Weth, „Ikonen der Erde“, wie ich ihre Bilder, übereinstimmend mit ihr, nennen will. Wie kommen wir darauf, sie so zu nennen? Als „Icons“ bezeichnet man heute die Bildzeichen des Computers, die ein Programm eröffnen und Zugänge ermöglichen: Elisabeth Weth erschließt mit ihren Bildgestaltungen Zugänge zur Erde, eröffnet das „Programm Erde“ auf neue Weise. Sie gestaltet Bilder einerseits aus realer Erde, die sie mit Kleister verbindet, Bilder aus wirklichen Substanzen des Lebens, Blättern, Flechten und Hölzern; sie zeigt andererseits symbolisch durch die emen ihrer Bilder, was die Erde dem Menschen bedeutet, wie er als deren integrierter Teil mit seiner Erde lebt oder stirbt; wie andererseits die Erde als ein sich selbst steuerndes Gesamtlebewesen ihn zu tragen und zu bergen vermag und möglicherweise Überlebenskräfte freizusetzen weiß, mit denen der Mensch von sich aus kaum mehr zu rechnen wagt. Insofern führen ihre Bilder in das „Programm Erde“ hinein. Murray Stein, ein Jungscher Analytiker aus Chicago, schlägt zudem vor, solche Bildgestaltungen als „Icons“, als „Ikonen“ zu bezeichnen, die im Unterschied zu jenen rein persönlich-lebensgeschichtlichen Charakters den Zugang zu umfassenderer Realität vermitteln, die also überpersönlicharchetypischer Art sind: Solcher Art sind meines Erachtens auch Elisabeth Weths Bilder. Gewiss beruhen sie auf einem persönlich-lebensgeschichtlichen Hintergrund, auf Elisabeth Weths eigener Suche nach Rückverbindung mit der Erde und damit zu Körperlichkeit, Weiblichkeit und Geborgenheit im Leben überhaupt. Doch erweisen sich ihre Gestaltungen zugleich von überpersönlicher Bedeutsamkeit, indem sie Zugänge zu der Realität „Erde“, zugleich zum Erdarchetyp erschließen, Zugänge, die auch anderen wachen Zeitgenossen betretbar und begehbar sein mögen.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.