Seemacht, Seeherrschaft und die Antike: 244 (Historia - Einzelschriften, 244) - Hardcover

 
9783515114318: Seemacht, Seeherrschaft und die Antike: 244 (Historia - Einzelschriften, 244)

Inhaltsangabe

"Seemacht", "Seeherrschaft", "Thalassokratie" - diese Phanomene gehoren zu den wie selbstverstandlich gebrauchten Kategorien althistorischer Darstellungen. Machte wie Athen, Karthago oder Rhodos, ja selbst das vermeintlich landzentrierte Rom geben der Idee antiker "Meeresbeherrschung" Gestalt und Kontur. Zudem haben die Autoren der Antike, beginnend bereits mit Herodot und Thukydides im 5. Jahrhundert v. Chr., diese Macht in ihren Werken nicht nur thematisiert, sondern auch reflektiert - eine besondere Qualitat, die die Antike von anderen Epochen zusatzlich unterscheidet. Die Autoren dieses Bandes diskutieren jene vermeintlichen Selbstverstandlichkeiten und eroffnen in ihren Beitragen neue Perspektiven auf die Phanomene antiker "Macht" und "Herrschaft" zur See. Denn was unter "Seemacht" und "Seeherrschaft" konkret verstanden werden kann, ist durchaus strittig, zumal unklar ist, ob derartige Etiketten uberhaupt historischer Analyse zutraglich sind. Zudem verlangt die grosse Diversitat der antiken Bemuhungen, politisch-militarische Macht auch zur See zur Anwendung zu bringen, einen differenzierten Blick, was sich in der disziplinaren, thematischen und methodischen Vielfalt der versammelten Beitrage widerspiegelt.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Ernst Baltrusch ist Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte Spartas, die ausgehende Römische Republik und die frühe Kaiserzeit, das antike Judentum sowie das antike Völkerrecht, besonders des 5. Jahrhunderts v. Chr.

Hans Kopp ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin im Projekt "Bewegung als Prinzip Dynamik und Transformation als politische Impulse im 5. Jh. v. Chr." Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die antike Geschichtsschreibung, insbesondere Thukydides, die attische Komödie und Tragödie als Zeugnis des politischen Denkens in Athen sowie die Rezeption und Transformation der Antike in der Neuzeit.

Christian Wendt ist Junior-Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin und Leiter des Berlin Thucydides Center. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die griechische Geschichte des 5. Jahrhunderts v. Chr., die zwischenstaatlichen Beziehungen der Antike, die späte Römische Republik und der frühe Prinzipat sowie die Rezeption der Antike in der modernen politischen Wissenschaft.

„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.