Ein unscheinbares Kästchen - das größte Geheimnis der Christenheit.
In New York wird eine Ausstellung eröffnet: die kostbarsten Schätze des Vatikans – aber die vier Reiter, die den Abend in einem Blutbad ertränken, haben es allein auf ein verwittertes Holzkästchen abgesehen. Die zufällig anwesende Tess Chaykin ist elektrisiert: Die Angreifer waren wie mittelalterliche Tempelritter gekleidet. FBI-Agent Sean Reilly merkt schnell, dass die junge Archäologin ihm mit ihrem Wissen von unschätzbarem Wert ist. Welches Geheimnis verbarg sich in dem uralten Verschlüsselungsapparat? Was treibt den unsichtbaren Drahtzieher des Anschlags an? Tess und Reilly folgen ihm um die halbe Welt – am Ende erkennen sie, dass sie selbst die Verfolgten sind.
DER WELT-BESTSELLER: EINE MILLION VERKAUFTE EXEMPLARE IN DEUTSCHLAND
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Raymond Khoury, im Libanon geboren, wuchs in den USA auf. Raymond Khoury, im Libanon geboren, wuchs in den USA auf. Er studierte Architektur und arbeitete in der Finanzbranche, bevor sein erster Roman «Scriptum» erschien. «Scriptum» wurde in 35 Sprachen übersetzt und erreichte eine Weltgesamtauflage von 5 Millionen. In Deutschland stand «Scriptum» monatelang auf Platz eins der Bestsellerliste.
Anja Schünemann studierte Literaturwissenschaft und Anglistik in Wuppertal. Seit 2000 arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin der verschiedensten Genres und hat seitdem große Romanprojekte und Serien von namhaften Autorinnen und Autoren wie Philippa Gregory, David Gilman sowie Robert Fabbri aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Historische Romane sind eines ihrer Spezialgebiete: Von der Antike bis zum Mittelalter, in die frühe Neuzeit sowie bis ins 20. Jahrhundert verfügt sie über einen reichen Wissensschatz, der ihre Übersetzungen zu einem gelungenen Leseerlebnis macht.
Ulrike Thiesmeyer, geb. 1967, studierte Literatur-Übersetzen in Düsseldorf, wo sie auch bis heute lebt. Sie ist als freiberufliche Übersetzerin tätig und hat zahlreiche Romane ebenso wie Sachbücher aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche übertragen. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u.a. Kamila Shamsie, Patrick Lee und William Boyd.
PROLOG
Akkon, Lateinisches Königreich Jerusalem, 1291
Das Heilige Land ist verloren. Dieser eine Gedanke bestürmte Martin de Carmaux unablässig; in seiner brutalen Endgültigkeit war er noch fürchterlicher als die Horden, die durch die Bresche in der Mauer hereindrängten. Mit aller Macht schob er den Gedanken beiseite. Jetzt war nicht die Zeit zum Klagen. Er hatte wichtigere Aufgaben. Er musste töten. Mit hoch erhobenem Schwert stürmte er vorwärts durch dichte Wolken von Qualm und Staub und stürzte sich in die wogenden Reihen der Feinde. Sie waren überall, hackten und hieben unter gellendem Kampfgeschrei mit Krummsäbeln und Äxten um sich, begleitet vom quälend monotonen Dröhnen der großen Kesselpauken vor den Festungsmauern. Er ließ sein Schwert mit aller Kraft niedersausen, spaltete einem Mann mit einem einzigen Hieb den Schädel und riss die Klinge sogleich zurück, um sich auf den nächsten Gegner zu stürzen. Zu seiner Rechten erblickte er Aimard de Villiers, der einem anderen Angreifer gerade seine Waffe in die Brust trieb und sich umgehend dem nächsten Feind zuwandte. Ganz benommen vom Schmerz- und Wutgeheul um sich herum, spürte Martin plötzlich, wie jemand seine linke Hand packte. Hastig stieß er den Angreifer mit dem Schwertknauf weg und hieb dann auf ihn ein, spürte, wie seine Klinge durch Muskeln und Knochen drang. Aus dem Augenwinkel nahm er rechts von sich eine drohende Gefahr wahr, er parierte instinktiv mit einem Schwerthieb, der einem weiteren Eindringling auf einen Streich den Arm abtrennte, die Wange aufschlitzte und die Zunge abschnitt. Seit Stunden war ihm und seinen Gefährten keine Ruhe vergönnt gewesen. Der Ansturm der Sarazenen kannte keine Pause, und er war weitaus heftiger als erwartet. Tagelang waren unablässig Pfeile und Geschosse mit brennendem Pech auf die Stadt niedergeprasselt und hatten mehr Brände verursacht als bekämpft werden konnten; gleichzeitig hatten die Männer des Sultans Löcher unter den mächtigen Mauern gegraben, sie mit trockenem Reisig gefüllt und dieses ebenfalls in Brand gesteckt. An mehreren Stellen waren die Mauern durch die Gluthitze rissig geworden und stürzten jetzt unter dem Beschuss der mächtigen Steinkatapulte ein. Durch schiere Willenskraft war es den Templern und Johannitern gelungen, den Angriff am Antoniustor zurückzuschlagen, das sie zur Deckung ihres Rückzugs am Ende in Brand stecken mussten. Das hatte den rasenden Sarazenen Zugang in die Stadt verschafft, deren Schicksal damit besiegelt war. Das Todesröcheln seines Gegners ging im allgemeinen Schlachtgetöse unter, als Martin sein Schwert zurückriss und verzweifelt nach irgendeinem Zeichen der Hoffnung Ausschau hielt. Aber es konnte keinen Zweifel geben: Das Heilige Land war verloren. Sie alle würden tot sein, tot, noch ehe die Nacht um war. Sie standen der größten Streitmacht aller Zeiten gegenüber, und trotz des Zorns und der Leidenschaft, die in ihm loderten, waren seine Anstrengungen und die seiner Brüder zum Scheitern verurteilt. Zu dieser Einsicht gelangten bald auch seine Befehlshaber. Mutlosigkeit befiel ihn, als er das schicksalhafte Hornsignal vernahm, das die überlebenden Tempelritter aufrief, die Verteidigung der Stadt aufzugeben. Seine fieberhaft umherwandernden Blicke trafen sich mit denen von Aimard de Villiers. Er las darin die gleiche Qual, die gleiche Scham, die auch in ihm brannten. Seite an Seite kämpften sie sich durch das brodelnde Schlachtgetümmel hindurch, bis sie sich in die einigermaßen sichere Templerfestung gerettet hatten. Martin folgte dem älteren Ritter, der sich energisch einen Weg durch das Gedränge verängstigten Volkes bahnte, das Zuflucht hinter den dicken Mauern der Burg gesucht hatte. Der Anblick, der sie in der großen Halle empfing, versetzte ihm einen schlimmeren Schock als das Gemetzel, dem er draußen beigewohnt hatte. Ausgestreckt auf einem groben Refektoriumstisch lag Guillaume de Beaujeu, der Großmeister der Tempelritter. Pierre de Sevrey, der Marschall, stand zusammen mit zwei Mönchen bei ihm. Ihre bekümmerten Mienen sprachen Bände. Als die beiden Ritter herangetreten waren, schlug Beaujeu die Augen auf und hob leicht den Kopf, eine Bewegung, bei der er vor Schmerz unwillkürlich aufstöhnte. Martin starrte ihn erschüttert an. Die Haut des alten Mannes war aschfahl, er hatte blutunterlaufene Augen. Martins Blick wanderte an Beaujeus Körper hinab und blieb an dem gefiederten Pfeil hängen, der seitlich aus seinem Brustkorb hervorstak. Der Großmeister hielt den Schaft mit einer Hand umfasst. Mit der anderen winkte er Aimard heran, der auf ihn zutrat, neben ihm niederkniete und sie mit beiden Händen umschloss. «Es ist an der Zeit», sprach der alte Mann mit vor Schmerz geschwächter, aber klarer Stimme. «Geht jetzt. Und möge Gott mit euch sein.» Martin nahm die Worte kaum wahr. Seine Aufmerksamkeit galt etwas anderem: Die Zunge des Großmeisters hatte sich schwarz verfärbt. Ein vergifteter Pfeil Martin schnürte es vor Zorn und Hass die Kehle zu. Dieser begnadete Anführer, dieser Ausnahmemensch, der das Leben des jungen Ritters seit er denken konnte bis in jede kleinste Einzelheit bestimmt hatte, lag im Sterben. Er sah, wie Beaujeu den Blick zu Sevrey hob und kaum wahrnehmbar nickte. Der Marschall ging ans Tischende, wo er unter einer Samtdecke ein kleines, reich verziertes Kästchen, kaum drei Hände breit, hervorholte. Martin hatte es nie zuvor gesehen. Mit angehaltenem Atem verfolgte er, wie Aimard sich erhob, das Kästchen ernst betrachtete und dann wieder Beaujeu ansah. Der alte Mann erwiderte seinen Blick und schloss dann erschöpft die Augen. Sein Atem ging inzwischen rasselnd, ein böses Zeichen. Aimard trat auf Sevrey zu und umarmte ihn, dann nahm er das Kästchen vom Tisch und schritt, ohne sich noch einmal umzublicken, hinaus. Als er an Martin vorbeikam, sagte er nur ein Wort: «Komm.» Martin zögerte, sah rasch zu Beaujeu und dem Marschall hin, der nur nickte. Hastig eilte er Aimard nach und merkte erst nach einiger Zeit, dass sie sich nicht auf den Feind zubewegten. Sie waren unterwegs zum Kai der Festung. «Wohin gehen wir?», rief er Aimard nach. Aimard verlangsamte seinen Schritt nicht. «Die Faucon du Temple erwartet uns. Schnell!» Martin blieb unvermittelt stehen. Wir fahren fort? Er kannte Aimard de Villiers seit dem Tod seines eigenen Vaters vor fünfzehn Jahren. Auch der war ein Ritter gewesen; bei seinem Tod hatte Martin kaum fünf Jahre gezählt. Seither war Aimard sein Beschützer gewesen, sein Lehrmeister. Sein Held. In vielen Schlachten hatten sie zusammen gekämpft, und es war nur angemessen, fand Martin, dass sie Seite an Seite stehen und zusammen sterben würden, wenn das Ende kam. Aber das hier, das war etwas anderes. Das war . . . feige Fahnenflucht. Aimard blieb ebenfalls stehen, aber nur, um Martin an der Schulter zu packen und vorwärts zu stoßen. «Los, beeil dich.» «Nein!», schrie Martin und stieß Aimards Hand fort. «Doch.» Der Tonfall des Älteren war scharf. Martin spürte, wie Übelkeit in ihm aufstieg. Sein Gesicht verfinsterte sich, er rang nach Worten. «Ich werde unsere Brüder nicht im Stich lassen», stammelte er. «Niemals!» Aimard stieß einen tiefen Seufzer aus und warf einen Blick zurück auf die belagerte Stadt. Flammende Geschosse stiegen am Nachthimmel empor und hagelten von allen Seiten auf sie nieder. Das Kästchen an sich gedrückt, drehte er sich um und trat an Martin heran, so nah, dass ihre Gesichter kaum eine Handbreit voneinander entfernt waren und Martin sehen konnte, dass die Augen des Freundes tränenver- hangen waren. «Meinst du, ich will sie im Stich lassen?», zischte er. «Unseren Meister verlassen? In seiner letzten Stunde? Du solltest mich wirklich besser kennen.» Martins Verwirrung war grenzenlos. «Aber . . . warum dann?» «Was wir tun müssen, ist wichtiger, als ein paar mehr von diesen tollwütigen Hunden umzubringen», erwiderte Aimard ernst. «Es ist von entscheidender Bedeutung für das Überleben unseres Ordens. Es wird dafür sorgen, dass nicht alles, wofür wir...
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Softcover. Zustand: leichte Gebrauchsspuren. TitelScriptum : Thriller / Raymond Khoury. Dt. von Susanne Goga-Klinkenberg . Person(en)Khoury, Raymond (Verfasser) Werk(e)The last templar (dt.) AusgabeDt. Erstausg. VerlagReinbek bei Hamburg : Rowohlt-Taschenbuch-Verl. Zeitliche EinordnungErscheinungsdatum: 2006 Umfang/Format558 S. ; 19 cm ISBN/Einband/Preis978-3-499-24208-3 kart : EUR 9.90, sfr 18.10 3-499-24208-7 kart : EUR 9.90, sfr 18.10 EAN9783499242083 Sprache(n)Deutsch (ger), Originalsprache(n): Englisch (eng) BeziehungenRororo ; 24208 Sachgruppe(n)820 Englische Literatur ; B Belletristik In deutscher Sprache. 558 pages. 190x125x48 mm. Artikel-Nr. 221342
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Softcover. Zustand: leichte Gebrauchsspuren. 8. Auflage. TitelScriptum : Thriller / Raymond Khoury. Dt. von Susanne Goga-Klinkenberg . Person(en)Khoury, Raymond (Verfasser) Werk(e)The last templar (dt.) AusgabeDt. Erstausg. VerlagReinbek bei Hamburg : Rowohlt-Taschenbuch-Verl. Zeitliche EinordnungErscheinungsdatum: 2005 Umfang/Format558 S. ; 19 cm ISBN/Einband/Preis978-3-499-24208-3 kart : EUR 9.90, sfr 18.10 3-499-24208-7 kart : EUR 9.90, sfr 18.10 EAN9783499242083 Sprache(n)Deutsch (ger), Originalsprache(n): Englisch (eng) BeziehungenRororo ; 24208 Sachgruppe(n)820 Englische Literatur ; B Belletristik In deutscher Sprache. 558 pages. 190x125x48 mm. Artikel-Nr. 240431
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Taschenbuch, Zustand: Gut. 558 Seiten, Papierqualität und Alter führten zu einer Nachdunklung der Seiten und der Buchschnitt ist angestaubt. Im Übrigen ist das Taschenbuch in einem guten Zustand. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 620. Artikel-Nr. 67575
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Taschenbuch. Zustand: Sehr gut. 24. 560 S. B2583-133 9783499242083 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 545. Artikel-Nr. 65400
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Zustand: Bueno. : En Nueva York, durante la inauguración de una exposición con valiosas reliquias del Vaticano, el Museo Metropolitano es asaltado por cuatro jinetes vestidos como caballeros templarios. Tess Chaykin, una joven arqueóloga presente en el lugar, se da cuenta de que los asaltantes están interesados en una pequeña caja de madera. El agente del FBI Sean Reilly comprende rápidamente que el conocimiento de Tess sobre historia eclesiástica es crucial. Juntos, siguen la pista de los caballeros por medio mundo para descubrir qué secreto se esconde en el antiguo aparato de cifrado y quién está detrás del ataque. Sin embargo, pronto se dan cuenta de que ellos mismos son los perseguidos.'Scriptum' es un thriller emocionante que explora temas como los secretos de la Iglesia y las consecuencias de revelar verdades ocultas. Raymond Khoury teje una trama llena de suspense y giros inesperados, manteniendo al lector en vilo hasta la última página. EAN: 9783499242083 Tipo: Libros Categoría: Literatura y Ficción Título: Scriptum Autor: Raymond Khoury Editorial: ROWOHLT Taschenbuch, Idioma: de-DE Páginas: 556 Formato: tapa blanda. Artikel-Nr. Happ-2025-04-01-4bf1ee5e
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