Die rote Rakete am Nanga Parbat - Softcover

Messner, Reinhold

 
9783492404532: Die rote Rakete am Nanga Parbat

Inhaltsangabe

 Am 27. Juni 1970 gelingt den Südtiroler Brüdern Reinhold und Günther Messner erstmals die Durchsteigung der Rupalflanke am Nanga Parbat, der mit 4500 Metern höchsten Fels- und Eiswand der Welt. Doch der Abstieg über die andere Seite ins Diamirtal endet tragisch mit Günthers Lawinentod. Auf Betreiben des Expeditionsleiters werden die wahren Umstände der Katastrophe unterschlagen. Reinhold Messners eigene Darstellung wird verboten, er selbst zum Ziel jahrzehntelanger Rufmordkampagnen, den jüngeren Bruder seinem Ehrgeiz geopfert zu haben. »Die rote Rakete am Nanga Parbat«, nach Jahren wieder erhältlich, ist sein Schlüsselwerk zur größten Kontroverse der jüngeren Alpingeschichte.

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Über die Autorin bzw. den Autor

Reinhold Messner, 1944 in Südtirol geboren, wuchs in einem Bauerndorf auf. Bereits 1949 ging er zum ersten Mal in Begleitung seines Vaters auf einen Dreitausender. Nach seinem Technik-Studium arbeitete er kurze Zeit als Mittelschullehrer, ehe er sich ganz dem Bergsteigen verschrieb. Als Felskletterer, Höhenbergsteiger und Abenteurer hat er immer wieder Grenzen versetzt. Für ihn ist Abenteuer eine kulturelle Lebensäußerung und sein Tun nicht auf Rekorde, sondern auf Erfahrung aus. In über fünfzig Büchern und einem Dutzend Filmen erzählt er das Abenteuer Berg und Wüste, das den aufgeklärten Menschen seit 250 Jahren umtreibt.

Mit der Reinhold Messner Stiftung übernehmen Diane und Reinhold Messner soziale Verantwortung für die Bergvölker im Himalaja, Karakorum, Hindukusch, in den Anden und im Kaukasus. In seinem Bemühen, den traditionellen Alpinismus als Narrativ in die Zukunft zu tragen, hat er eine einzigartige museale Struktur geschaffen – das Messner Mountain Museum in den Bergen Südtirols. Reinhold Messners persönlichstes Projekt: das »Reinhold Messner Haus« – eine ehemalige Seilbahnstation am Helm in der Dolomitenregion 3 Zinnen. Hier werden Werte, die für ihn essenziell sind, hinterfragt, vorgetragen und diskutiert: Gefahr, Entschleunigung, Stille, Nachhaltigkeit, Tourismus und Alpinismus.

Zuletzt erschien von Reinhold Messner der SPIEGEL-Bestseller »Gegenwind. Vom Wachsen an Widerständen«.

Weitere Infos, auch zu Vorträgen: www.reinholdmessner.com

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Die Wahrheit ist kein Kompromiß

Der "Nanga" von Südosten gesehen, mit Buhl-Weg (am Grat) und Südwand (links).
"Manchmal schreibt man ja ein Buch in der Hoffnung, es könnte eine Menge Geld bringen oder der unscheinbaren Karriere Glanz verleihen. Manchmal will man ganz profan nur die Wahrheit aufdecken oder, etwas weniger profan, eine Lüge verewigen."
Achim Zons, in: "Auf der anderen Seite der Wand",
Süddeutsche Zeitung, 24./25. Mai 2003.
"[ ] als BUCH ist es so nicht möglich. Man würde dem Ruf des Autors und dem des Verlags schaden, wenn man es etwa so drucken würde, wie es jetzt vorliegt. Dagegen spricht innerhalb der sogenannten alpinen Literatur nicht , daß es vielleicht ein anderer Verlag sofort zu drucken bereit ist. Was das bedeutet, wissen Sie, sehen Sie aus dem, was man in Schreiben ist nun mal schwer. Wer sich schämt, schreiben erst lernen zu müssen, darf nie schreiben. Schreiben ist immer eine Qual, eine Sache des stillen geduldigen Dabeibleibens, vor allem aber der geistigen Disziplin. den letzten Jahren als Schnellschüsse produziert hat: es ist keine Literatur.
Wer SCHREIBEN kann, ist bereits ein Mann."
Walter Pause, Brief an Reinhold Messner, 9. Dezember 1970
"Vor ein paar Tagen habe ich Dein Nanga-Parbat-Buch bekommen. Ich habe es gleich in einem Zug gelesen, und es hat mir sehr gut gefallen. Ausgezeichnet hast Du die Stimmungen bei verschiedenen Gelegenheiten getroffen: Die Kameradschaft der Bergsteiger und Hunzas, die Stimmung in den Hochlagern, wo nicht nur gearbeitet und Schnee geschaufelt wurde, sondern wo die meisten von uns es auch sehr schön und sogar gemütlich gefunden haben, im Gegensatz dazu die gedrückte und unsichere Stimmung, sobald man unten etwas mit Herrligkoffer zu tun hatte."
Dr. Hermann Kühn, Brief an Reinhold Messner, 10. März 1971
"Ich habe bereits ein Nanga-
Parbat-Buch umgeschrieben."
Walter Pause
"Auf die alten Kameraden war aber Verlaß, von Kienlin und Saler schrieben ihre Gegenbücher [ ]"
Jochen Hemmleb, in: " Alpinismus reloaded. Revisionismus in der Alpingeschichte",
Berge, Nr. 5/2007, S. 77
" Bergauf-Bergab stellt für mich auch eine Art Gegenentwurf zu Reinhold Messner dar."
Michael Pause, in: "Pause am Berg",
Leonart Das Kulturmagazin fürs Oberland,
Oktober 2007, S. 40
"Irrtümer sind zu verzeihen. Ob es auch die Täuschung ist das ist eine Frage der menschlichen Größe auf der Seite derer, die getäuscht werden sollten."
Jürgen Thorwald, in: "Krach um den Nanga Parbat", Quick, Nr. 34, 23. August 1953, S. 12 34
"[ ] wie wenig es dem Opfer des Gerüchts hilft, empört den Wahrheitsgehalt der Vorwürfe zu bezweifeln weil das dazu führt, daß diese Vorwürfe immer und immer wieder wiederholt und dem Beschuldigten vorgehalten werden, und weil Medien sich dann mit noch größerer Intensität dem Milieu widmen, in dem sie das Opfer des Gerüchts wähnen."
Heribert Prantl, in: "Rufmord leicht gemacht",
Süddeutsche Zeitung, 25. Juni 2003. S. 2
"Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen."
Johann Wolfgang von Goethe
Allein die vielen Unwahrheiten, die zur Nanga-Parbat-Expedition 1970 in die Welt gesetzt wurden, zwangen und zwingen mich, damals wie heute Stellung zu beziehen. Obwohl mir der Expeditionsvertrag dies ausdrücklich untersagte. Heute ist das nicht mehr der Fall.
Mit der zunehmenden Zahl von Menschen, die auf die höchsten Berge steigen, wächst auch die Legendenbildung darüber. Zum einen, weil logische Beweggründe für unsere freiwilligen Überlebensversuche in der Gefahr nicht nachvollziehbar sind, aber auch, weil der Gefahrenraum Berg ebenso wie das Jenseitige den allermeisten Menschen nicht zugänglich ist. Nicht wenige verschworene Gemeinschaften zelebrieren ihr Bergsteigen deshalb wie eine Religion. Und wie bei dieser lassen sich weder Mythen noch Kolportagen aus der Welt schaffen. Weil sie nicht nachprüfbar sind. Nicht daß diese Legenden unserem Tun Sinn verleihen würden, das Prob

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Verlag: Malik, 2010
Hardcover