Unterrichtsentwicklung Via Elearning - Hardcover

Angerer, Harald

 
9783486589696: Unterrichtsentwicklung Via Elearning

Inhaltsangabe

Das Buch enthält zahlreiche Beispiele virtuellen Lernens zur professionellen Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Es dokumentiert europäische Projekte und deren Ergebnisse zur Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung in Europa zu den aktuellen Weiterbildungsmöglichkeiten via eLearning. Das Buch richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, die sich als Anwender oder Entwickler mit eLearning beschäftigen.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Harald Eichelberger (Pädagogische Hochschule, Wien) ist Professor für Erziehungswissenschaften und Unterrichtswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule in Wien. Ausbildung zum Montessori-Pädagogen in Wien, Tätigkeit als Montessori-Ausbildner und Betreuer von Schulversuchen zur Aktualisierung der Reformpädagogik im Regelschulwesen; Initiator des Symposiums "Lebendige Reformpädagogik" im Oktober 1996; einschlägige Publikationen zu den Themen: Didaktik der Montessori-Pädagogik, Schulentwicklung auf der Grundlage der Reformpädagogik, Daltonplan-Pädagogik, Jenaplan-Pädagogik und Freinet-Pädagogik. Universitätslektor der University of Derby und der Universität Osnabrück. Fachliche und organisatorische Mitarbeit an EUProjekten und Leitung von EU-Projekten zur Curriculumentwicklung und zur Lehrerbildung und Lehrerfortbildung.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

"Als die ReformpädagogInnen mobil wurden und ins Netz gingen (S. 1)
Georges Kuppens
Als wir1 uns für ein erstes Vorbereitungstreffen in Luxemburg im Laufe des Jahres 1999 getroffen haben, waren wir weit von der Idee entfernt, dass 10 Jahre später unsere Arbeiten zu eLearning führen würden. Heute scheint uns dies ganz selbstverständlich, denn die Themen, die wir arbeiten wollten, schließen natürlich in sich die Grundlagen des eLearnings ein.
2.1 Der Tag?
Unser erstes Bestreben war es, das "vergessene" Erbe der europäischen (und amerikanischen) Reformpädagogik wieder zu finden. Diese Pädagogik war für uns voller Interesse, denn sie stellte die Frage nach der Freiheit in der Erziehung als Entwicklungsgrundlage. Wir wollten dieses Erbe einer kritischen Überprüfung im Zusammenhang mit der Fachsprache unserer Zeit unterziehen, dieses in die heutige Beweisführung (Argumentation) und Terminologie versetzen, um es in die Diskussion über Schulentwicklung hinein zu bringen. Wir dachten in der Tat, dass Erbe und Reform nicht in Widerspruch zu verstehen waren, sondern eher als Ergänzung.
Die im Laufe des ersten Drittels des XX Jahrhunderts durch die Reformpädagogik entwickelten pädagogischen Konzepte, die wir auch teilweise in unseren professionellen Praktiken mit Erfolg erprobt hatten, zeigten sich als einflussreiche Hebel für die Schulentwicklung, sowohl auf pädagogischer als auch auf didaktischer Ebene. Der Einwand, dass diese Konzepte nicht neu waren und dass es sich bei deren Einführung höchstens um eine Renaissance reformpädagogischer Richtung handeln würde, galt dann nicht, wenn Reformpädagogik als Grundlage einer aktuellen Schulentwicklung aufgefasst wird.
2.2 Das Projekt EUFORM konnte beginnen.3 Das Exposé lautete:
?Das Projekt "EUFORM" Europäische Fortbildungsmodell - Reformpädagogik - Aktuelle Schulentwicklung auf Reformpädagogischer Basis" beabsichtigt reformpädagogische Ansätze für die Schulentwicklung nutzbar zu machen. Es sollen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrern und Lehramtsstudenten Kursmaterialien erarbeitet werden, die reformpädagogische Ansätze in der Schulentwicklung dokumentieren. Sie sollen dazu beitragen, die Schulentwicklung nach den Prinzipien der Reformpädagogik zu verwirklichen.
Die Prinzipien der Selbsttätigkeit und der Eigenverantwortung stehen also im Vordergrund. Daraus ergeben sich die Methoden des aktiven und autonomen Lernens. Die Aktivitäten sind verschiedene Arbeitstreffen, während derer multimediale Lehr- und Arbeitsmittel (Handbuch, CD-Rom, Video, Film) erstellt werden."
Wenn auch alle Partner von der Bedeutung des Themas, von den verfolgten Ziele, von der Arbeitsstrategie, vom Einsatz überzeugt waren, das Begriffsvermögen und die Annährungsmodalitäten an das Thema erwiesen sich sehr unterschiedlich. Die Sprache, die Ideen, die Konzepte, die Erfahrungen und die Schwerpunkte der verschiedenen Partner trafen sich nur in Schnittpunkten. Intensives Zuhören, Vertrauen, Empathie und Echtheit innerhalb der Partnergruppe haben den Dialog und die Debatte ermöglicht, um wichtige Entscheidungen zu treffen.
Die erste ist die Schaffung eines gemeinsamen Kernes, eines organisierten Inhaltes: jeder Partner verpflichtete sich einen Leitartikel, der die Thematik der Reformpädagogik in Zusammenhang mit der Schulentwicklung betrachten würde, zu schreiben ..."

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