Das Buch Objektorientierte Programmierung mit Visual Basic .NET – Grundlagen stellt die Ideen und Konzepte der objektorientierten Programmierung anhand der Programmiersprache Visual Basic .NET dar. Visual Basic .NET ist eine leicht zu erlernende Sprache, mit der vor allem Windows-Programme mit der typischen, grafischen Oberfläche einfach entwickelt werden können. Beschrieben wird auch die Handhabung der Entwicklungsumgebung Visual Studio 2008, die von Microsoft kostenlos zur Verfügung gestellt wird; weiteres Material kann von den Web-Seiten des Autors heruntergeladen werden. Das Buch wendet sich an Studenten, vornehmlich der Wirtschaftsinformatik, und an alle Interessenten, die Grundkenntnisse über Informatik-Sachverhalte mitbringen; es ist zum Selbststudium geeignet, aber auch zur Begleitung eines Programmierkurses. Der Leser wird durch das Buch und die eingearbeiteten Übungen in die Lage versetzt, eigene objektorientierte Visual Basic .NET-Programme zu konzipieren und zu entwickeln sowie sich Elemente der Sprache, die im Buch nicht behandelt werden, selbst zu erschließen.
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
3 Klassen und Objekte, Vererbung und Schnittstellen (S. 61)
Lernziel
Die wichtigsten Ideen und Begriffe der objektorientierten Programmierung (Klasse, Objekt, Vererbung, Schnittstelle, ...) werden theoretisch sowie anhand von Beispielen und Übungen eingeführt.
Die Programme aus dem vorigen Kapitel sind prozedurale Programme, d.h. sie enthalten eine Folge von Anweisungen, die vom Programmstart zum Programmende führt und dabei ein Problem löst. Demgegenüber stellt man sich bei der objektorientierten Programmierung ein Programm als eine Menge von miteinander agierenden Objekten vor. Jedes Objekt ist dabei ein Exemplar (eine Instanz) eines generellen Schemas (einer Klasse). Ein Objekt ist gekennzeichnet durch:
- Eigenschaften, deren Werte etwas über den Zustand des Objekts aussagen. Änderungen der Eigenschaften sind dann Zustandsänderungen des Objekts.
- Operationen (Methoden), die es ausführen kann. Die von außen sicht- und zugreifbaren Operationen des Objekts stellen seine öffentliche Schnittstelle dar, über die das Objekt dazu gebracht werden kann, etwas zu tun.
Ein Vorteil dieser Betrachtungsweise ist, dass man zur Benutzung eines Objekts nur seine öffentliche Schnittstelle kennen muss. Wie ein Objekt seine Operationen ausführt, braucht den Benutzer nicht zu interessieren. Ein anderer Vorteil ist darin zu sehen, dass die objektorientierte Denkweise näher an der Wirklichkeit liegt als die prozedurale. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:
In einem Unternehmen gibt es Mitarbeiter, die durch eine Reihe von Eigenschaften gekennzeichnet sind: Mitarbeiternummer, Name, Gehalt, ... Ein einzelner Mitarbeiter ist dann durch die Werte dieser Eigenschaften gekennzeichnet, z.B. (Mitarbeiternummer = 101, Name = "Meier", Gehalt = 4500,00). Einfache Operationen, die bei einem Mitarbeiter auftreten, wären beispielsweise eine Namensänderung (durch Heirat!) oder eine Neuberechnung des Gehalts aufgrund einer Gehaltserhöhung. In diesem Beispiel ist Mitarbeiter die Klasse, sie enthält Aussagen darüber, was wir über einen Mitarbeiter wissen wollen und was wir mit ihm tun können. Der konkrete Mitarbeiter Meier ist ein Objekt oder eine Instanz der Mitarbeiter- Klasse, die konkreten Werte seiner Eigenschaften sagen uns etwas über seinen Zustand. Dieser Mitarbeiter kann, wie alle anderen konkreten Mitarbeiter auch, seinen Namen ändern und sein Gehalt anpassen.
Fassen wir die neuen Begriffe zusammen:
- Eine Klasse ist ein Schema oder ein Bauplan, nach dem Objekte erzeugt werden.
- Ein Objekt ist ein Exemplar (Instanz) einer Klasse.
- Mitglieder ist der Oberbegriff für alle Bestandteile einer Klasse, also Eigenschaften, Operationen, ...
Wenn nun Herr Müller, der Vorgesetzte von Herrn Meier, diesem eine Gehaltserhöhung bewilligt, dann spricht – in unserer neuen Terminologie – eine Instanz der Klasse Manager eine Operation einer Instanz der Klasse Mitarbeiter an. Damit haben wir ein Beispiel für die oben erwähnte Vorstellung, ein Programm als eine Menge von Objekten zu sehen, die miteinander kommunizieren. Generell, d.h. auf der Klassenebene, sind die folgenden Beziehungen zwischen Klassen möglich, die im Verlauf dieses Kapitels näher beschrieben werden:
- Benutzung: Klasse A benutzt eine Operation der Klasse B.
- Enthaltensein oder Aggregation: Klasse A enthält Objekte von Klasse B.
- Vererbung: Klasse B ist eine spezielle Form von Klasse A.
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: Buchpark, Trebbin, Deutschland
Zustand: Sehr gut. Zustand: Sehr gut | Produktart: Bücher | Keine Beschreibung verfügbar. Artikel-Nr. 4081812/202
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Anbieter: BUCHSERVICE / ANTIQUARIAT Lars Lutzer, Wahlstedt, Deutschland
Softcover. Zustand: gut. 2008. Das Buch Objektorientierte Programmierung mit Visual Basic .NET Grundlagen stellt die Ideen und Konzepte der objektorientierten Programmierung anhand der Programmiersprache Visual Basic .NET dar. Visual Basic .NET ist eine leicht zu erlernende Sprache, mit der vor allem Windows-Programme mit der typischen, grafischen Oberfläche einfach entwickelt werden können. Beschrieben wird auch die Handhabung der Entwicklungsumgebung Visual Studio 2008, die von Microsoft kostenlos zur Verfügung gestellt wird; weiteres Material kann von den Web-Seiten des Autors heruntergeladen werden. Das Buch wendet sich an Studenten, vornehmlich der Wirtschaftsinformatik, und an alle Interessenten, die Grundkenntnisse über Informatik-Sachverhalte mitbringen; es ist zum Selbststudium geeignet, aber auch zur Begleitung eines Programmierkurses. Der Leser wird durch das Buch und die eingearbeiteten Übungen in die Lage versetzt, eigene objektorientierte Visual Basic .NET-Programme zu konzipieren und zu entwickeln sowie sich Elemente der Sprache, die im Buch nicht behandelt werden, selbst zu erschließen. Autor:Prof. Dr. Klaus Werner Wirtz lehrt Wirtschaftsinformatik im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein, Abteilung Mönchengladbach. Vor dem Ruf an die Hochschule war er Mitarbeiter und Projektleiter eines Softwarehauses in den Bereichen Entwicklung von Softwarewerkzeugen, Training und Bürokommunikation. Seine Forschungsschwerpunkte sind Software Engineering, E-Business und E-Learning. In deutscher Sprache. 187 pages. 23,8 x 16,8 x 1,2 cm. Artikel-Nr. BN16195
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