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Die Fliegen des Beelzebub: Roman (Ravensburger Taschenbücher) - Softcover

Thenior, Ralf

 
9783473580415: Die Fliegen des Beelzebub: Roman (Ravensburger Taschenbücher)

Über die Autorin bzw. den Autor

Ralf Thenior wurde 1945 in Bad Kudowa (Schlesien) geboren. Er wuchs in Hamburg auf und erlernte zunächst den Beruf des Verlagskaufmanns. In den nächsten Jahren reiste er viel und jobbte in den unterschiedlichsten Berufen: als Gärtner, Maurer und Kellner. Nach dem Ersatzdienst studierte Ralf Thenior Germanistik und absolvierte ein Übersetzer-Studium an der Universität des Saarlandes, das er in Englisch abschloss. Seit 1969 erscheinen Gedichte und Prosa von Ralf Thenior in Anthologien, Zeitungen, Zeitschriften und im Rundfunk. Außer Gedichten und Prosa für Erwachsene verfasste er auch Radio-Essays und Hörspiele. Ralf Thenior hat mehrere Jahre in einem Wasserschloss im Münsterland verbracht, bevor er seine ersten Kinderbücher, die Schlossgespenst-Bände, schrieb. Schon in seinem Roman "Ja, mach nur einen Plan" beschrieb er eine längere Satanisten-Szene. Satanismus, derzeit ein brandaktuelles Thema an vielen deutschen Schulen, ist auch das zentrale Thema seines ersten Jugendromans "Die Fliegen des Beelzebub", der im Herbst 1993 erschienen ist. Für seine Arbeiten erhielt Ralf Thenior verschiedene Literaturpreise, zuletzt den Literaturpreis Ruhrgebiet 1990 und den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 1993.

Aus dem Klappentext

Zak fühlt sich Beate näher, als irgendeinem anderen Mädchen je zuvor. Doch Beate gerät in den Sog okkulter Mächte. Immer mehr verdunkelt sich ihre Welt, bis sie ganz im Bann des Satanspriesters Malte steckt. Aber Zak lässt nicht los und folgt ihrer Spur.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Und dann stand Malte, der Satanspriester, mitten unter uns im Raum, und keiner hatte ihn kommen sehen. Auf einmal war er einfach da. Er war Anfang Zwanzig, trug Jeans und ein schwarzes, kuttenähnliches Hemd. Ein Amulett an einem Lederriemen baumelte um seinen Hals. An der rechten Hand trug er einen Ring mit einem dicken Stein. Sein Gesicht war ausdruckslos wie das eines Bankangestellten bei der Auszahlung einer größeren Summe, aber seine Muskeln waren die Muskeln eines Dachdeckers.
"Na endlich", sagte Lilo.
Maltes Augen verengten sich, und er warf ihr einen Blick zu, dass sie sich vor Schreck die Hand vor den Mund schlug. Dann fiel sein Blick auf uns, auf Beate und mich. Er musterte uns lange.
"Lilo hat mir von dir erzählt", sagte er zu Beate. "Also wusste ich, dass du kommst. Und was ist mit ihm?" Er richtete einen durchbohrenden Blick auf mich.
"Ich bin Zacharias."
"Was willst du hier?"
"Ich will Wissen und Macht."
"Wissen und Macht." Er grinste. "Das wollen sie alle. Ist dir klar, dass es sich bei meinem Wissen um geheimes Wissen handelt, das ich nicht so ohne weiteres an jeden x-Beliebigen weitergeben kann?"
"Klar." "Er ist gerissen, Malo", sagte Lilo. Malte sah Lilo angewidert an. Lilo senkte den Blick. "Dann hat er eine Prüfung verdient", sagte Malte.

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