Artemis Fowl - Die Rache: Der vierte Roman (Ein Artemis-Fowl-Roman, Band 4) - Hardcover

Buch 4 von 9: Ein Artemis-Fowl-Roman

Colfer, Eoin

 
9783471772744: Artemis Fowl - Die Rache: Der vierte Roman (Ein Artemis-Fowl-Roman, Band 4)

Inhaltsangabe

Atemberaubende Coups, eiskalt durchgezogen, sind das Markenzeichen des genialen Artemis Fowl. In seinem vierten Abenteuer braucht er wieder seine ganze Raffinesse: Er muß die gesamte Welt - sowohl ober- als auch unterirdisch - vor der Vernichtung bewahren.

Seit jede Erinnerung an das Reich der Unterirdischen aus Artemis? Gedächtnis gelöscht wurde, arbeitet er wieder als Meisterdieb. Mit seinem Diener ist er gerade dabei, das am besten gesicherte Gemälde der Welt aus dem Hochsicherheitstrakt einer Bank zu stehlen, da gerät das geheime Erdland in äußerste Gefahr: Die Verbrecherin Opal Koboi konnte ihren Bewachern entfliehen und plant finstere Rache. Zunächst will sie die Untergrundpolizei ausschalten, dann hat sie vor, den Menschen die Existenz der Unterwelt zu offenbaren. Sie freut sich schon auf erbarmungslose Vernichtungskriege zwischen Elfen und Menschen! Captain Holly Short konnte einem Hinterhalt von Opal knapp entkommen, doch nun steht sie unter Mordverdacht und wird von den eigenen Leuten gejagt. Um die Unterwelt zu retten, braucht sie Hilfe: nicht nur von Mulch, dem eingebildeten Zwerg mit dem guten Herzen, sondern vor allem von Artemis Fowl. Sie muß ihm die Unterirdischen in Erinnerung rufen - doch Opal hat auch Artemis längst im Visier. Lernen Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel kennen!

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Eoin Colfer lebt mit seiner Familie in Dublin. Er war Lehrer und hat mehrere Jahre in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien unterrichtet, ehe er als Schriftsteller für junge Leser erfolgreich wurde. Neben seiner inzwischen 8-bändigen Artemis-Fowl-Serie, die in 34 Ländern erscheint, hat er zahlreiche weitere Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Außerdem ist er als Autor von Hardboiled-Krimis für Erwachsene erfolgreich.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Kapitel 2
Der Elfendieb
München, Deutschland. Gegenwart
Diebe haben ihre eigenen Legenden. Geschichten von genialen Beutezügen und todesmutigen Räubereien. Eine dieser Legenden handelt von der ägyptischen »Katze«, dem Einbrecher Faisal Mahmood, der in die Kuppel des Petersdoms geklettert war, um sich zu einem Bischof, der zu Besuch war, abzuseilen und ihm den Krummstab zu
stehlen.
Eine andere Geschichte erzählt von der Trickbetrügerin Red Mary Keneally, die sich als Herzogin verkleidet unter die Gäste der Krönungsfeier des englischen Königs geschmuggelt hatte. Der Buckingham-Palast dementierte den Zwischenfall, aber gelegentlich taucht bei Auktionen eine Krone auf, die der im Londoner Tower verblüffend ähnlich sieht.
Die vielleicht spannendste Legende ist die des verlorenen Meisterwerks von Hervé. Wie jeder Erstklässler weiß, war Pascal Hervé der französische Impressionist, der außergewöhnlich schöne Bilder vom Volk der Elfen gemalt hat. Und wie jeder Kunsthändler weiß, werden die Bilder von Pascal Hervé zu Preisen gehandelt, die nur noch von van Gogh übertroffen werden, und die gehen für gut fünfzig Millionen Euro über den Tisch.
Die Elfenserie von Pascal Hervé umfasst fünfzehn Bilder. Zehn hängen in französischen Museen, und fünf gehören Privatsammlern. Aber in den höheren Verbrecherkreisen kursieren Gerüchte, dass noch ein sechzehntes existiert, Der Elfendieb, das einen Elf dabei zeigt, wie er ein Menschenkind stiehlt. Überlieferungen zufolge soll Hervé das Bild einem schönen türkischen Mädchen geschenkt haben, dem er auf den Champs-Élysées begegnet war. Das Mädchen brach ihm prompt das Herz und verkaufte das Bild für zwanzig Francs an einen englischen Touristen. Wenige Wochen später wurde das Bild aus dem Haus des Engländers gestohlen.
Und danach wurde es aus Privatsammlungen auf der ganzen Welt immer wieder entwendet. Seit Hervé sein Meisterwerk gemalt hat, ist der Elfendieb vermutlich insgesamt fünfzehn Mal gestohlen worden.
Doch was diese Diebstähle unterscheidet von Millionen anderen, die während dieser Zeitspanne begangen wurden, ist, dass der erste Dieb beschloss, das Bild selbst zu behalten. Und das taten alle anderen auch.
Der Elfendieb ist zu einer Art Trophäe für die besten Diebe der Welt geworden. Nur ein Dutzend von ihnen wissen, dass es existiert, und davon wissen wiederum nur eine Hand voll, wo es sich befindet. Dieses Gemälde ist für Verbrecher das, was der Turner Prize für Künstler ist. Wem es gelingt, das verlorene Bild zu stehlen, der gilt als Meisterdieb seiner Generation. Nicht viele wissen von dieser Herausforderung, aber jene, die eingeweiht sind, gehören zur Elite.
Selbstverständlich wusste Artemis Fowl vom Elfendieb, und vor kurzem hatte er auch herausgefunden, wo sich das Bild befand. Es war ein unwiderstehlicher Test seiner Fähigkeiten. Wenn es ihm gelang, den verlorenen Meister zu stehlen, würde er der jüngste Dieb in der Geschichte dieses Werks sein.

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