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Mach mich nicht an! (Hot Zone, Band 1) - Softcover

Buch 1 von 4: Hot Zone

Carly Phillips

 
9783453580213: Mach mich nicht an! (Hot Zone, Band 1)

Inhaltsangabe

Die attraktive Annabelle gibt sich kühler, als sie wirklich ist. Von Männern hat die selbstbewusste PR-Beraterin nämlich die Nase gestrichen voll. Doch kaum steht sie ihrem neuesten Klienten, Brandon Vaughn, gegenüber, da sprühen auch schon die Funken.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Carly Phillips, eine New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin, hat über 50 prickelnde Liebesromane geschrieben, mit heißen Männern, starken Frauen und den emotional fesselnden Geschichten, die ihre Leser*innen inzwischen erwarten und lieben. Sie ist glücklich verheiratet mit ihrer Collegeliebe, hat zwei fast erwachsene Töchter und drei verrückte Hunde, die auf ihrer Facebook-Fan-Page und ihrer Website zu bewundern sind. Carly Phillips liebt die sozialen Medien und steht in engem Kontakt mit ihren Leser*innen.

Aus dem Klappentext

"Rasant und sexy."
The New York Times

"Carly Phillips sinnliche Liebesgeschichten wecken Lust auf mehr."
Newsday

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

"RUHE IM SITZUNGSSAAL!" Yank Morgan klopfte mit seinem Hammer mahnend auf den Tisch, um die Anwesenden beim allwöchentlichen Hot-Zone-Meeting zur Ordnung zu rufen. Sein voller dunkler Schopf, durchzogen von der einen oder anderen grauen Strähne, stand ihm stets etwas widerspenstig vom Kopf ab; und bis seine Nichten endlich Platz genommen hatten, war er sich wie üblich wiederholt frustriert durch die Haare gefahren und sah nun noch zerzauster aus als sonst. In seiner Funktion als Leiter der Sport- und PR-Agentur, die er inzwischen gemeinsam mit den dreien in einem Hochhaus in Manhattan betrieb, liebte er es, zwischendurch auf seine Autorität zu pochen. Zu diesem Zweck machte er eifrig von seinem gravierten Hammer Gebrauch, den ihm Judge Judy, die Fernsehrichterin, zum Geburtstag geschenkt hatte. Allerdings änderte diese Insignie nichts an der Tatsache, dass er hier der einzige Mann unter drei Frauen war; vier, wenn man Lola, seine persönliche Assistentin, mit einrechnete, die ihm gern vorschrieb, was er zu tun hatte und wann. Annabelle Jordan wechselte einen raschen Blick mit ihren beiden Schwestern, die Yank ebenso nachsichtig und merklich belustigt beobachteten wie sie selbst. Als Teenager hatten sie den Regeln ihres Onkels kaum je Beachtung geschenkt, was vor allem daran gelegen haben mochte, dass er keine aufstellte. Je älter die Mädchen wurden, desto verzweifelter versuchte er die Tatsache zu kaschieren, dass sich alle drei ständig über seinen Willen hinwegsetzten, sei es in Privatangelegenheiten oder in der Firma. Seinen Tick mit dem Hammer nahmen sie daher gern in Kauf, weil er ihrem Onkel ein gewisses Maß an Stolz und Selbstvertrauen verlieh und es wenigstens so aussehen ließ, als habe er seine neuen Teilhaberinnen unter Kontrolle. Annabelle hatte sich nach dem Studium in Yanks Sportagentur den Traum vom Familienbetrieb verwirklichen dürfen. Eigentlich hatten weder sie noch ihre Schwestern je daran gedacht, in der Firma ihres Onkels als Sportagentinnen zu arbeiten; vielmehr waren alle drei ganz scharf darauf, in die PR-Branche einzusteigen. Schließlich kam Annabelle die zündende Idee, den bisherigen Betätigungsbereich von Hot Zone auszubauen und Onkel Yanks Klienten auch über ihre sportliche Karriere hinaus zu betreuen. Ihr Konzept war von Erfolg gekrönt. Mittlerweile managte die PR-Abteilung der Firma Hot Zone Profisportler nicht nur auf dem Gipfel ihres Erfolges, sondern begleitete sie auch in den mehr oder weniger freiwilligen Ruhestand. Yank hatte jeder seiner drei Nichten nach Beendigung ihres Wirtschaftsstudiums eine Stelle bei Hot Zone verschafft und ihnen darüber hinaus auch Firmenanteile vermacht. Auf diese Weise war ein Unternehmen entstanden, das Annabelles Bedürfnis, ihre kleine Familie zusammenzuschweißen, sehr entgegenkam. "Kommen wir zur heutigen Tagesordnung." Lola, die Schriftführerin, zückte einen Stift. Wie immer war sie nach außen hin ganz aufs Geschäft konzentriert, auch wenn ihr sehnsüchtiger Blick in Richtung Yank auf ein ungleich persönlicheres Interesse schließen ließ. Alle wussten, dass die arme Lola - mit ihrem hochgeschlossenen Kleid und dem strengen rabenschwarzen Haarknoten der Inbegriff der Chefsekretärin - in Onkel Yank verliebt war. Alle bis auf Onkel Yank natürlich. Lola konnte einem wirklich Leid tun. Sie war wie er in den besten Jahren und hatte einen Großteil ihres Lebens darauf gewartet, dass ihr Boss, dieser unverbesserliche Junggeselle, in ihr irgendwann mehr sehen würde als eine perfekte Assistentin und eine Ersatzmutter für seine Nichten. "Also, erstens: Ihr denkt hoffentlich an unser alljährliches Sommerfest, geplant für den dritten Samstag im Juli?", fragte Lola. Alle nickten. Annabelle hatte den Termin bereits in ihren Filofax eingetragen. Die Hot-Zone-Sommer- Party war sowohl geschäftlich als auch für die Familie das Highlight des Jahres. "Gut. Und nun zu den Klienten", fuhr Lola fort. Yank erkundigte sich zunächst nach ihrem Star- Baseball-Spieler. "Micki, was gibt es neues von Roper?" Onkel Yank knöpfte sich seine Nichten immer in dieser Reihenfolge vor, angefangen von der jüngsten bis hin zur ältesten, auch wenn er sie nach ihrem Privatleben befragte. Micki rollte ihren Stift zwischen den Handflächen. "Ich bin gerade dabei, sein Image bei den Medien ein wenig aufzupolieren. Wir werden das Kind schon schaukeln; er muss nur ein bisschen aufpassen, was er zu den Reportern sagt", ertönte Mickis ruhige Stimme. Mit den blonden Locken und ihrer betont legeren Kleidung wirkte die Jüngste der drei stets überaus entspannt und selbstbewusst. "Ist doch kein Wunder, dass sein Ruf als Schürzenjäger angekratzt ist, wenn er offen zugibt, dass er an seinem freien Tag zur Maniküre geht und sich im Schönheitssalon eine Ganzkörper-Schlammpackung verpassen lässt", murmelte Annabelle. "Nur weil er auf so was steht, ist er noch lange nicht schwul. Er darf es eben nicht überall rausposaunen", widersprach Micki. "Ich begleite ihn ein paar Wochen lang, bis er den richtigen Umgang mit den Medien gelernt hat. Wir drehen das schon noch zu seinen Gunsten hin", versicherte sie den anderen. "Es wäre wahrscheinlich einfacher, wenn er sich ein Beispiel an Hugh Grant nähme, anstatt das Weichei raushängen zu lassen", meinte Yank. "Nimm ihn dir ruhig mal so richtig zur Brust, Mick." Sophie kicherte. Micki bedachte sie mit einem giftigen Blick. "Mach ich, keine Sorge." Annabelle wusste, ihre Schwester würde ihr Ziel erreichen. Das taten sie meistens. Obwohl jede für ihre eigenen Klienten verantwortlich war, arbeiteten sie im Team, machten gemeinsam Brainstormings oder legten sich PR-Strategien zurecht. Die Betreuung selbst erledigte dann jede im Alleingang. Micki mit ihrer kumpelhaften Art nahm sich am liebsten der Problemsportler an. Es machte ihr Spaß, eine Vertrauensbasis aufzubauen, eventuelle Wogen zu glätten und ihren Klienten ein dauerhaft positives Image bei den Medien zu verschaffen. Sophie dagegen war die Intellektuelle unter ihnen, was sie in ihrem Äußeren und Benehmen deutlich zum Ausdruck brachte. Ihr Haar war stets makellos gestylt (entweder vom Friseur geföhnt oder zu einem konservativen Dutt hochgesteckt), ihre Designer-Kostüme passten perfekt zu ihrem Auftreten. Zu ihrem Aufgabenbereich gehörten folglich meist Foto-Shootings oder irgendwelche ehrgeizigen Projekte diverser Topsportler. Annabelle wiederum bevorzugte gestandene Männer - muskelbepackte, verschwitzte Footballspieler mit breiten Schultern und einer durch und durch maskulinen Aura, neben denen sich eine Frau noch so richtig feminin fühlte. Sie liebte die Atmosphäre im Stadion und erlebte Sportler am liebsten hautnah, was ihr leider mit schöner Regelmäßigkeit zum Verhängnis wurde - etwa in der Highschool, als ihr damaliger Freund, der Mannschaftskapitän des Football-Teams, ihr das Herz brach, indem er sie mit ihrer besten Freundin betrog. (...)

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