Das Leben, das Universum und der ganze Rest: Roman: Roman. Mit e. Vorw. v. Simon Brett (Per Anhalter durch die Galaxis, Band 3) - Softcover

Buch 3 von 6: Per Anhalter durch die Galaxis

Adams, Douglas

 
9783453407800: Das Leben, das Universum und der ganze Rest: Roman: Roman. Mit e. Vorw. v. Simon Brett (Per Anhalter durch die Galaxis, Band 3)

Inhaltsangabe

Band drei der fünfteiligen Trilogie


Nach einer Reihe von Ereignissen, bei denen Arthur Dent unter anderem explodierte und in seltsameren Gegenden der Galaxie, als er sie je hätte erträumen können, übel beleidigt wurde, findet er sich auf der prähistorischen Erde wieder. Glücklicherweise wird er irgendwann zusammen mit Ford Prefect und einem hopsenden Sofa mittels eines Strudels im Raum-Zeit-Kontinuum nach London verfrachtet, genau auf den Rasen von Lord’s Cricket Ground. Allerdings exakt zwei Tage bevor die Welt zusammenbrechen soll.
Und zwar nicht nur hinsichtlich eines verlorenen Cricket-Spiels …


Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorinnen und Autoren

Douglas Adams schuf die verschiedensten Manifestationen von "Per Anhalter durch die Galaxis": die Radiosendungen, Romane, eine TV-Serie, Computerspiele, Theaterstücke, Comicbücher und Badetücher. Dazu schrieb er die Dirk-Gently-Romane und diverse Sachbücher. Weltweit hielt er Vorträge und war aktives Mitglied des Dian Fossey Gorilla Fund und von Save the Rhino International. Douglas Adams wurde in Cambridge geboren, mit seiner Frau und Tochter lebte er in Islington bei London, bevor er ins kalifornische Santa Barbara, übersiedelte, wo er 2001 überraschend starb. Nach Douglas Adams' Tod kam 2005 endlich die Kinoversion von "Per Anhalter durch die Galaxis" auf die große Leinwand.


Benjamin Schwarz, geb. 1937 in Schlesien, Germanistik- und Kunststudium in Göttingen und Berlin. An der FUB wissenschaftlich tätig, seit 1975 Übersetzer von u.a. Douglas Adams, Woody Allen, Melvin Jules Bukiet, Andre Dubus, William Kotzwinkle, Tom Sharpe, Tom Wolfe.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Ich bin einzigartig in der Geschichte der Welt - und sogar der des ganzen Universums. Ich bin die einzige Person, die je ein Manuskript von Douglas Adams zum verabredeten Zeitpunkt bekommen hat. Der Grund für diese außerordentliche Auszeichnung ist darin zu suchen, dass ich der BBC-Produzent war, der das erste Drehbuch für die Radioversion von Per Anhalter durch die Galaxis in Auftrag gab, und da die Pilotfolge nicht aufgezeichnet werden konnte, bevor wir einen Text zum Aufzeichnen hatten, lieferte Douglas diesen ordnungsgemäß und pünktlich ab. Danach freilich hat er, wie man weiß, die Kunst der Verzögerung und die Neigung, letzte Termine zu verpassen, zur Perfektion entwickelt.
Kennengelernt habe ich Douglas zusammen mit einem Haufen anderer Autoren und Darsteller aus der universitären Theaterszene, darunter John Lloyd, Griff Rhys Jones und Mary Allen. Er hatte einige surreale Sketche (u. a. einen Klassiker über einen erfolglosen Kamikazepiloten) für eine Aufführung der Cambridge Footlights geschrieben, die von einer Gruppe junger Radioproduzenten aus der Abteilung "Unterhaltung" (mich eingeschlossen) besucht wurde. Später produzierte ich eine Radioversion dieser Bühnenshow.
Ich hatte also viel Kontakt mit Douglas im Dunstkreis der BBC. Sein komisches Potenzial war unverkennbar, ebenso jedoch seine tiefe Frustration darüber, dass er keine Nische für seine ungewöhnlichen Talente finden konnte. Komik im Radio folgte zu jener Zeit meist ziemlich festen Regeln. Sketche mussten unbedingt einen Anfang, einen Mittelteil und eine Pointe haben, und ein solches Format passte einfach nicht zu Douglas' von ausschweifender, unstillbarer Neugier geprägte Denkweise.
Ich war damals auch Produzent der satirischen Sendung Week Ending und versuchte ihn zu animieren, dafür Beiträge zu liefern. Nie zuvor und nie wieder seither haben Autor und Programm so katastrophal schlecht zusammengepasst. Ein Verstand, wie Douglas ihn besitzt, ist weniger als alle anderen imstande, verrückte dreißigsekündige Schnellschüsse über Margaret Thatcher zu produzieren. Ein Teil des von ihm geschriebenen Materials ist dann in The Burkiss Way erschienen, einer anderen von mir produzierten Sendung, die dem Adams-Stil mehr entsprach. Die beiden Hauptautoren, David Renwick und Andrew Marshall (beide sollten später eine steile Karriere im Fernsehkomikfach hinlegen), lenkten das Konzept der Sendung jedoch in eine Richtung, die wenig Raum für Beiträge von anderer Seite ließ.
Ich war nach wie vor der Ansicht, dass eine Menge ungenutztes Potenzial in Douglas Adams steckte, und so bat ich ihn, ein paar Ideen für eine eigene Show zu entwickeln. Am Freitag, dem 18. Februar 1977, trafen wir uns zum Mittagessen in einem japanischen Restaurant, wo er mir drei dieser Ideen präsentierte. Ich sagte ihm, dass die meiner Ansicht nach vielversprechendste Idee die einer komischen Science-Fiction-Geschichte sei, der er den Titel The Hitchhiker's Guide to the Galaxy gegeben hatte, und dass ich versuchen würde, meine Vorgesetzten in der Unterhaltungsabteilung dazu zu überreden, ein Pilotdrehbuch in Auftrag zu geben. Der Rest, wie man sagt, ist Geschichte. (Übrigens konnten weder Douglas noch ich uns später erinnern, worum es bei den beiden verworfenen Ideen eigentlich ging.)
Am Dienstag, dem 28. Juni 1977, nahmen wir also im Paris-Studio in der Lower Regent Street das Pilotdrehbuch zu The Hitchhiker's Guide to the Galaxy auf. Es sollte die erste und letzte Folge sein, die ich produzierte. Nicht, dass ich nicht liebend gern weitergemacht hätte, doch hatte ich kurz zuvor das Angebot angenommen, zum London Weekend Television zu wechseln. Und die sich in der Folge entwickelnde Serie hätte in keine besseren Hände geraten können als in die des Mannes, den ich als meinen Nachfolger vorgeschlagen hatte - Geoffrey Perkins, einem großartigen Comedy-Produzenten, der, ebenso wie Douglas, viel zu früh verstorben ist.
Am 12. Juli spielte ich die bearbeitete Fassung der Pilotfolge meinen unmittelbaren Vorgesetzten vor. Alle drei verharrten eine volle halbe Stunde lang in völligem Schweigen. Am Ende fragte mich der Leiter der Unterhaltungsabteilung, Con Mahoney, dem bewusst war, dass sich das eben Gehörte nicht unerheblich von der üblichen Produktion der Abteilung unterschied: "Simon, ist das komisch?" Ich versicherte ihm, dass es das sei, und von diesem Zeitpunkt an gewährte er dem Projekt seine volle Unterstützung.
Und natürlich war es dieses Pilotdrehbuch, auf dessen Grundlage Per Anhalter durch die Galaxis sich zu einer internationalen literarischen Sensation entwickelte, der "fünfteiligen Trilogie", deren dritter Teil Das Leben, das Universum und der ganze Rest ist.
In diesem Buch finden sich alle typischen Merkmale des Schaffens von Douglas Adams, und das auffallendste darunter ist wahrscheinlich die pure Freude an den Möglichkeiten, die die englische Sprache bietet. Manchmal sind die Effekte ganz schlicht, so wenn er von dem Partyraumschiff sagt, "es versuchte sich wieder in die Höhe zu richten und richtete sich stattdessen zugrunde." Andere Bilder sind komplexer, doch jederzeit auf den Punkt. Hier eine Charakterisierung des nordischen Gottes Thor: "Er dehnte seinen Brustkorb, um hier ein für alle Mal klarzustellen, dass er ein Mann sei, dem man nur über den Weg zu laufen wagt, wenn man ein ganzes Rudel Sherpas bei sich hat."
Dann sind da noch all die Wörter, die Douglas erfindet. In einer charakteristischen Szene, in der eine Matratze mit Marvin, dem paranoiden Androiden, ins Gespräch kommt, begegnen wir Exemplaren wie "flollopen", "globbern" und "vollugen", die sich allesamt auch in Lewis Carrolls Jabberwocky heimisch fühlen könnten.
Ich glaube, Douglas war der originellste Kopf, dem ich je begegnet bin. Er hatte die einzigartige Gabe, Verbindungen zwischen unvereinbaren Vorstellungen zu schaffen. In der Welt des Anhalters erscheint es vollkommen plausibel, dass eine Partygesellschaft endlos durch den Weltraum saust oder dass ein neues mathematisches System entwickelt wird, das auf dem Verhalten der Leute in Restaurants basiert.
Das Leben, das Universum und der ganze Rest ist dasjenige unter Douglas' Büchern, das noch am ehesten so etwas wie eine Handlung hat. Handlungen waren jedoch, wie er bereitwillig zugeben würde, nicht gerade seine Stärke, und auch die hier vorliegende ist nicht so besonders. Was allerdings nicht die geringste Rolle spielt. Bei Douglas Adams interessieren wir uns als Leser genauso wenig für die Handlung wie bei Raymond Chandler. Beide Autoren lesen wir wegen ihrer Sprache und der Welt, die sie in unserer Vorstellung erschaffen.
Erfreuen Sie sich also an diesem Buch..

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