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Yoga: Das große Übungsbuch für Anfänger und Fortgeschrittene - Softcover

Petersen, Erling

 
9783453179639: Yoga: Das große Übungsbuch für Anfänger und Fortgeschrittene

Inhaltsangabe

Yoga-Übungen kombinieren bewusste Atmung, Bewegung und geistige Kräfte und führen so zu Gesundheit und seelischer Harmonie. Dieses übersichtlich aufgebaute Anleitungsbuch stellt systematisch und mit zahlreichen Fotos die wichtigsten Übungen des Hatha-Yoga vor.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Der dänische Autor Erling Petersen ist ein Schüler des indischen Yogi Swami Narayanananda.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Inhalt

Aufwärm- und Vorübungen
Nackenübungen
Augenübungen
Schulterübungen
Rückenübungen
Bauchmuskelübungen
Bein- und Fußübungen
Handübungen
2 Yoga Asanas
Sirshasana
Sarvangasana
Viparita Karani
Halasana
Matsyasana
Bhujangasana
Salabhasana
Dhanurasana
Ardha Matsyendrasana
Paschimottanasana
Mayurasana
Supta Vajrasana
Janu Sirshasana
Chakrasana
Kandharasana
Kurmasana
Pavanamuktasana
Hanumanasana
Gomukhasana
Chatuskonasana
Akarna Dhanurasana
Samkatasana
Mandukasana
Kutilangasana
Ustrasana
Setuasana
Uttan Pristhasana
Simhasana
Vajrasana
Ardha Chandrasana
Garudasana
Vrikshasana
Natarajasana
Trikonasana
Utkatasana
Bhadrasana
Savasana
Meditationshaltungen
Padmasana
Yoga Mudra
Suryanamaskar
3 Mudras und Bandhas
Jalandhara Bandha
Mula Bandha
Uddiyana Bandha
Maha Mudra
Maha Bandha
Maha Veda
4 Atemübungen
Vollatmung
Wellenatmung
Pranayama Nr. l
5 Konzentrationsübungen
Trataka |
Konzentration auf Laute
Konzentration auf Leere
Anhang: Anatomischer Atlas, Worterklärungen, Literaturverzeichnis

Einleitung
Yoga-Asanas ist der Oberbegriff für eine Anzahl von Körperübungen, die einen Teil des indischen Yogasystems ausmachen. Diese Übungen verfolgen den Zweck, den bestmöglichen Gesundheitszustand und eine tiefe Entspannung von Körper und Geist zu erreichen. Im klassischen Yoga wird jedoch körperliche Gesundheit nicht als Ziel an sich betrachtet, sondern als Mittel, um zu höherer geistiger Entwicklung zu gelangen. Die Körperyoga-Übungen wurden darum ursprünglich als Vorbereitung und Ergänzungstraining für die fortgeschritteneren Atem- und Meditationsübungen ausgeführt. Heutzutage ist jedoch die Yoga-Praxis nicht mehr auf den initiierten geistig Strebenden beschränkt, sondern ist allgemein zugänglich. Die Körperyoga-Übungen sind besonders populär geworden und werden oft nur mit dem begrenzten Ziel der Erlangung körperlicher Gesundheit ausgeübt.
In diesem Buch haben wir die Yoga-Übungen nicht als Teil entweder einer körperlichen oder geistigen Praxis beschrieben, sondern sie einfach in einer neutralen, instruktiven Form dargestellt, aus der jeder Nutzen ziehen kann.
Yoga-Asanas unterscheiden sich von den meisten anderen Körperübungen sowohl in der Ausführung als auch in der Wirkung. In der Regel ist ein Yoga-Asana eine statische Haltung des Körpers, bei der man bewußt und im Einklang mit dem besonderen Charakter dieses Asana den Atem reguliert und den Geist konzentriert. Wenn man auf diese Weise bewußt Körper, Atem und Geist aktiven Anteil an der Übung nehmen läßt, so erhält man eine tiefe, allseitige Wirkung auf die gesamte psychophysische Struktur. Man versucht also bei Yoga-Asanas nicht, eine bestimmte Art von Muskelkraft, Kondition oder Beweglichkeit zu erreichen, sondern einen Zustand, in dem Körper und Geist unter allen Umständen in ausgewogener Harmonie bleiben.
Unabhängig von dem angestrebten Ziel, also ob die Übung Teil einer geistigen Disziplin, eines therapeutischen Trainings oder einfach körperliche Übung ist, die Asanas sind dieselben und sollten mit gleicher Sorgfalt und Regelmäßigkeit ausgeführt werden. Nachlässig und falsch ausgeführte Yoga-Asanas bringen nicht den wahren tiefen und umfassenden Gewinn, sondern sie können sogar schädlich sein. Es ist daher wichtig, gleich von Anfang an sorgfältig vorzugehen und sich die Zeit zu nehmen, eine Übung richtig zu lernen, auch wenn einem das manchmal ein bißchen langweilig und übertrieben vorkommt. Die Anweisungen, die in diesem Buch für jedes Asana gegeben werden, beruhen auf Erfahrungen mit der klassischen Yoga-Tradition. Wer den Text und die Illustrationen sorgfältig durcharbeitet, wird bestimmt eine erstaunliche Verbesserung seiner körperlichen und geistigen Gesundheit erzielen.

Der Körper
Abgesehen von der bewegungslosen Haltung des Körpers umfaßt ein Yoga-Asana auch verschiedene Stufen und genau bestimmte Bewegungen. Die meisten Asanas umfassen drei getrennte Phasen, nämlich die Eingangsphase, die statische und die Schlußphase.
Die Eingangsphase
Sie ist der erste Teil eines Asana. In dieser Phase wird der Körper in die Ausgangsposition gebracht und langsam zur Endhaltung hin bewegt. Die Eingangsstufe ist von ganz wesentlicher Bedeutung, damit die statische Phase korrekt wird. Wenn sie nicht sorgfältig ausgeführt wird, kann die Haltung verdreht sein, was Verspannungen, Schmerzen und andere schlechte Auswirkungen nach sich zieht.
Die statische Phase
Sie bezeichnet die bewegungslose Endhaltung des Körpers, das eigentliche Asana. Auf dieser Stufe wird der Körper für eine gewisse Zeit in Position gehalten, wobei man versucht, nur die dafür erforderlichen Muskeln zu benutzen und den Körper so ruhig und gelöst wie möglich zu lassen. Dies ist die wichtigste Phase der Übung, bei der die Haltung ihre Wirkung auf den Körper ohne jede Störung ausüben sollte.
Die Ausgangsphase
Sie ist der letzte Teil des Asana, wobei der Körper in eine neutrale, entspannte Lage zurückgebracht wird. Dieser Teil des Yoga-Asana deckt sich oft mit den Bewegungen der Eingangsphase, nur in umgekehrter Reihenfolge. Es ist wichtig, die Schlußphase richtig durchzuführen, damit der Körper entspannt bleibt und der Organismus die Wirkung der Übung voll aufnehmen kann.
Die Einflüsse der Asanas
Bei der Ausführung von Yoga-Asanas ist der Körper einer Anzahl verschiedener Einflüsse ausgesetzt, die den gesamten Organismus direkt oder indirekt berühren. Die Wirkung der Übungen ist teilweise auf einen einzelnen Einfluß zurückzuführen, wie Strecken, Druck und Entspannen, teilweise auf eine Kombination aller.
Strecken
Das Strecken des Körpers ist eine natürliche und spontane Art von Bewegung, mit der die meisten Menschen und sogar Tiere eine Steifheit überwinden. Dafür sind das morgendliche Strecken nach dem Aufstehen oder wenn man eine lange Zeit in derselben Haltung verbracht hat, typische Beispiele. Diese Art des Streckens kann leicht von jedem durchgeführt werden; sie reicht aber nicht sehr tief. Die meisten Yoga-Asanas unterscheiden sich davon, indem sie den Körper in einer durchgreifenden Weise strecken, die anders nicht erreicht werden kann.
Die Muskeln des Körpers arbeiten, indem sie sich abwechselnd zusammenziehen und wieder lockern. Oft lockern sie sich aber nach der Bewegung nicht richtig, sondern bleiben in einem Zustand der Spannung, der die Gewebe steif, schmerzhaft und verkürzt macht. Diese Muskelspannungen können durch Kälte, Zug, Überanstrengung, Streß usw. hervorgerufen werden. Manche Menschen leben dauernd in einem Zustand erhöhter Spannung, was nicht nur erschöpfend und schmerzhaft, sondern auf die Dauer auch die Ursache für vielerlei Leiden und chronische Krankheiten ist.
Die Streckübungen des Yoga arbeiten diesen Muskelverspannungen wirksam entgegen. Der Streckeffekt macht den Körper leicht und beweglich und korrigiert die falschen Haltungen, die ihn sonst steif und verspannt machen. Geschmeidige Rückenmuskeln entlasten die Wirbelsäule und vermindern den Verschleiß der Bandscheiben. Richtig gestreckte Muskeln arbeiten weich, entspannen sich leicht und reagieren auf ein Minimum an Nervenimpulsen. Bei Muskelarbeit verursacht das alles einen verringerten Energieverbrauch und stärkt die Kraft und Ausdauer des Menschen. Wird der Körper gründlich gestreckt und gelockert, so wird eine Menge Energie in ihm freigesetzt, und man fühlt sich fit und leicht, hat guten Appetit, gute Verdauung und braucht weniger Schlaf.

Die Wirkung von Yoga-Asanas
Paschimottanasana ist ein typisches Beispiel für...

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