ACHTUNG: Hier:Jason Fine CASH: Verlag; Heyne ; ED: 2005; Bindung: Gebundene Ausgabe Auflage o. A. Seitenzahl: 224,Sprache; deutsch
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Das amerikanische Magazin Rolling Stone gilt seit seiner Gründung im Jahr 1967 als weltweit angesehenstes Musikmagazin der Welt. Seit den späten Sechzigern verfolgt das Magazin die Karriere von Johnny Cash hautnah.
»Was für ein Prachtband!«
Uncut
"Ein wirklich sehr gelungener und informativer Gedenkband für alle Fans der amerikanischen Ikone."
Handelsblatt
"Die amerikanische Crème de la Cash hat hier geschrieben, seine Tochter Rosanne nennt ihren Vater den "Stoff, aus dem die Träume sind", und könnte damit auch dieses Buch meinen."
Die Zeit
Ich war zwölf Jahre alt, als mein Vater auf die Idee kam, dass wir Kinder in diesem Sommer Wasserski fahren lernen sollten. Jeden Tag brachen wir gleich nach dem Frühstück auf ich, meine drei jüngeren Schwestern Kathy, Cindy und Tara sowie meine beiden Stiefschwestern Rosey und Carlene. Wir luden unsere Sachen in das Boot, das am Fuß der Steintreppe vertäut war, die vom Haus hinunter zum See führte, und fuhren hinaus auf den Old Hickory Lake.
Dad war ruhig, konzentriert und unerbittlich. Er steuerte das Boot mitten auf den See, zog die Riemen unserer Schwimmwesten straff und schickte uns abwechselnd über Bord. Er wartete, bis wir hinter dem Boot in Position waren, die Skier hoch gestellt und mit beiden Händen die Leine umklammernd, dann gab er Gas. Rund hundertmal am Tag gab er Gas, und ein paar Tage lang schaffte es keiner, auf den Skiern zu stehen. Meistens hatte er eine Cola und eine Tüte Erdnüsse in der Hand, warf geistesabwesend die Erdnüsse in seine Flasche und kippte das Ganze hinunter. Wenn endlich jemand zum Stehen kam und sich ein paar Sekunden lang auf den Skiern hielt, johlte er, wedelte mit den Armen und gratulierte uns überschwänglich.
Wir waren stundenlang auf dem See, Tag für Tag, und als der Sommer zu Ende ging, konnten wir alle Wasserski fahren. Ich konnte es sogar ziemlich gut. Ich lernte, auf einem Ski zu stehen, Kurven und Schwünge zu fahren, nichts richtig Tolles, aber ich hatte mehr Spaß als je zuvor in meinem Leben. Ich kann mich nicht erinnern, dass Dad auch nur einmal selbst auf Skiern stand. Er stellte sich uns einfach zur Verfügung.
Die gleiche Hingabe und Geduld brachte Dad bei allem auf, was er machte, sowohl bei der Arbeit als auch beim Spiel. Ich sehe ihn deutlich vor mir, wie er sich in der Abenddämmerung draußen auf unserem Hof über eine altmodische Eismaschine mit Handkurbel beugte, stundenlang ohne zu murren die Kurbel drehte und dann für jede von uns eine Schale mit dem besten Eis der Welt füllte, das mit frischen Pfirsichen aus dem Obstgarten angerührt war. Danach riss er eine große Packung Feuerwerkskörper auf und ließ sie direkt vor unseren Augen hochgehen, während wir auf der grasbewachsenen Böschung lagen und Eis aßen. Er verbrannte sich an diesem Abend mindestens zehnmal die Finger, aber er verlor kein Wort darüber. Es sind diese Schweigsamkeit und Geduld, Liebe und Gelassenheit, an die ich mich vor allem erinnere sei es, wenn er mit umgehängter Gitarre vor tausenden von Menschen im Rampenlicht stand oder draußen auf dem Hof Eis machte und sich an den Knallkörpern die Finger verbrannte.
Meine Schwestern und mein Bruder John Carter, der zur Welt kam, als ich fünfzehn war, kannten zwei unterschiedliche, aber untrennbar miteinander verbundene Wesen: Daddy und Johnny Cash. Da war einerseits das Überlebensgroße, das Ikonenhafte und alles Überstrahlende seiner Persönlichkeit, aber wenn man daraus die kostbaren, persönlichen Momente destillierte, stießen wir auf unseren Daddy. Es war nicht die Bandbreite seines künstlerischen Schaffens, die ihn groß machte er war bereits groß. Bei den kleinsten, alltäglichsten Begebenheiten dachte er wie ein großer Künstler, fand den Knackpunkt des Ganzen, drang zum Ursprung von Liebe oder Schmerz vor.
Als Teenager lag ich einmal in meinem Zimmer auf dem Bett und las ein Buch über Astrologie. Dad kam herein und fragte mich, was ich las. Ich reichte ihm das Buch und sagte: »Du glaubst nicht an so was, oder?« Er schaute auf das Buch, gab es mir zurück und sagte: »Nein, aber meiner Meinung nach solltest du so viel wie möglich darüber rausfinden.« Er hatte in diesem kritischen Moment, da ich noch in der Entwicklung begriffen war, genau den richtigen Ton getroffen. Und zwar instinktiv, ohne nachzudenken. Diese eine Bemerkung nahm ich mir später zum Vorbild, und darauf beruhte meine ganze Grundeinstellung zur Kindererziehung auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Aufgeschlossenheit.
Mit der ihm eigenen Aufgeschlossenheit erkundete mein Vater ein weites Universum an Ideen, Klängen, Schönheit, Mysterien, Liebe, Schmerz und Rhythmus. Uns, seinen Kindern, eröffnete er dieses Universum als etwas, auf das wir ein angestammtes Recht hatten: Schätze, an denen wir uns begeistern, aber auch Grenzen, gegen die wir stoßen konnten, stets in dem Wissen, dass er uns mit seiner Liebe beistand. Er kritisierte seine Kinder nicht, war nie herablassend, hob niemals die Stimme oder hielt uns Vorträge. Ratschläge gab er uns nur, wenn wir darum baten, und auch dann achtete er bei jedem Wort auf das richtige Maß an Güte und Respekt. Nie spielte er sich als Autorität auf, um uns zu »belehren«, wie man Fehler vermeidet oder wieder ausbügelt. Stattdessen lebte er offen mit seinen Fehlern, gestand sie ein und lernte daraus mit aller Entschiedenheit.
Er war bereit, mit seinem Schmerz zu leben mit der Trauer um den Bruder, den er als Kind verloren hatte, und den qualvollen Erfahrungen des Drogen- und Medikamentenmissbrauchs, mit denen er sich immer wieder herumplagte, sowie mit seinem tiefen, natürlichen Einfühlungsvermögen in sämtliche Daseinsbereiche. Nie ließ er jemanden für seinen Schmerz büßen, und damit war und ist er für mich der Inbegriff der Integrität.
Daddy war eine ungeheure Energiequelle, ein strahlender Mittelpunkt der Liebe in unserem Leben. Er hatte ein so großes Herz und war zugleich so feinsinnig, dass er sowohl Dunkelheit als auch Licht in sich barg, Liebe und Wut, Verzweiflung und Zuversicht, Vollkommenheit und Zerrissenheit, Tradition und Postmoderne, Ehrwürdigkeit und Einfalt, Gott und das Nichts.
Er war ein Baptist mit der Seele eines Mystikers.
Er war ein Poet, dem harte physische Arbeit vertraut war.
Er war ein aufgeklärtes Wesen, das von Sucht und Gram gepeinigt wurde.
Er war aufrecht, wahrhaftig und offen für diese Welt wie auch für die Welten, die dahinter liegen mögen, wie ich es noch bei keinem anderen Menschen erlebt habe.
Er war der Stoff, aus dem die Träume sind, ein echter Orientierungspunkt in unserem Leben.
Und sein ganzes Dasein, alles, was er dachte oder empfand, jeder Schritt und Atemzug, war von Rhythmus durchdrungen. Es war, als würde er unentwegt von einem inneren Motor angetrieben. Wenn er auf der Bühne stand, ließ er diesen inneren Antrieb seine volle Kraft entfalten, aber er war immer präsent, auch im Alltag, sei es beim Essen, vor dem Fernseher, beim Autofahren, selbst wenn er nur dösend dasaß oder gedankenverloren ins Leere starrte. Stets summte er vor sich hin, schnippte mit den Fingern, gab mit Kopf und Füßen einen Takt vor, der seinen innersten Körperzellen zu entspringen schien. Der Rhythmus fesselte und befreite ihn zugleich.
Trotz all dieser Aussagen reichen Worte nicht, um deutlich zu machen, wer er war, wer er ist und welch gewaltige Leere sein Tod in unserem Leben hinterlassen hat. Ein Freund hat einmal zu mir gesagt, dass einen die Eltern prägen, auch wenn sie von einem gegangen sind. Meine Schwestern, mein Bruder und ich haben festgestellt, dass das stimmt. Er gibt uns weiterhin die Richtung vor, in die wir gehen müssen, um das Beste aus uns herauszuholen; er hilft uns, die eigene Identität zu finden, wenn wir uns an dem weiten Universum seiner Ideen orientieren, an seiner unendlichen Geduld, seiner großen Liebe und seinem Verständnis für das Widersprüchliche.
Weil er diese Widersprüche in sich selbst so gut verstand, wusste er auch, dass einem jeder Tag eine Entscheidung abverlangt. Die Entscheidungen wurden einfacher, je älter er wurde er wurde weiser und einsichtiger, was die Folgen seiner Handlungen anging; er war eher bereit, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Ich weiß nicht, wie oft ich ihn sagen hörte: »Kinder, ihr könnt euch für die Liebe oder den Hass entscheiden. Ich entscheide mich für die Liebe.«
Eine Welt ohne Johnny Cash wird es niemals geben. Seine Stimme, seine Songs, das Bild, wie er die Gitarre umhängen hat, alles, was er war, sagte, sang und spielte, ist fester Bestandteil...
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Anbieter: Bookbot, Prague, Tschechien
Hardcover. Zustand: Fine. Abnutzung / Risse - leicht. Das ultimative Buch uber einen der grossten Kunstler und Musiker unserer Zeit. ,Was fur ein Prachtband!" Uncut ,Ein wirklich sehr gelungener und informativer Gedenkband fur alle Fans der amerikanischen Ikone." Handelsblatt ,Die amerikanische Creme de la Cash hat hier geschrieben, seine Tochter Rosanne nennt ihren Vater den "Stoff, aus dem die Traume sind, und konnte damit auch dieses Buch meinen." Die Zeit. Artikel-Nr. ac6aaddf-42db-4fea-830f-f8d8693924d8
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Anbieter: ABC Antiquariat, Einzelunternehmen, Stralsund, MV, Deutschland
Hardcover/Pappeinband. Zustand: Gut. 224 Seiten, Schutzumschlag und Einband mit leichten Gebrauchsspuren, Zustand gut Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1010. Artikel-Nr. 52759
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Anbieter: medimops, Berlin, Deutschland
Zustand: good. Befriedigend/Good: Durchschnittlich erhaltenes Buch bzw. Schutzumschlag mit Gebrauchsspuren, aber vollständigen Seiten. / Describes the average WORN book or dust jacket that has all the pages present. Artikel-Nr. M03453120191-G
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Anbieter: medimops, Berlin, Deutschland
Zustand: very good. Gut/Very good: Buch bzw. Schutzumschlag mit wenigen Gebrauchsspuren an Einband, Schutzumschlag oder Seiten. / Describes a book or dust jacket that does show some signs of wear on either the binding, dust jacket or pages. Artikel-Nr. M03453120191-V
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Anbieter: alt-saarbrücker antiquariat g.w.melling, Saarbrücken, Deutschland
Hardcover. Zustand: Wie neu. 1. auflage. groß-oktav hardcover. neuwertiges exemplar. wie neu, noch vom verlag her eingeschweißt, gebunden ausgabe, fester einband, originalleinen mit foto-illustr. schutzumschlag, 224 seiten mit zahlreichen abbildungen; von der red. des rolling stone mitherausgegeben. übers.: georg schmidt. Artikel-Nr. 073385
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Anbieter: Antiquariat Ehbrecht - Preis inkl. MwSt., Ilsede, Deutschland
gebundene Ausgabe. Zustand: Gut. 8°, 224 Seiten mit zahlr. auch farbigen Abb., Original-Pappeinband mit farbig illustr. Original-Umschlag - guter Zustand - 2005. b42952 ISBN: 3453120191 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1100. Artikel-Nr. 26518
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