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Das Experiment: Roman (Goldmann Allgemeine Reihe) - Softcover

Cook, Robin

 
9783442434473: Das Experiment: Roman (Goldmann Allgemeine Reihe)

Inhaltsangabe

Kim Stewart, eine junge Frau aus guten Verhältnissen, gerät in den Bann eines dunklen Familiengeheimnisses: Als sie zwei Häuser in Salem, Massachusetts erbt, macht sie sich daran, den Tod ihrer Vorfahrin Elizabeth Stewart zu untersuchen, die 1692 bei den Salemer Hexenprozessen verurteilt und hingerichtet worden war. Zusammen mit dem Hirnforscher und renommierten Biochemieprofessor Dr. Edward Armstrong versucht sie, die Hintergründe der damaligen Hysterie aufzudecken und ihre Familie von dem Schandfleck der "Hexerei" zu befreien. Sowohl Kim als auch Edward vermuten bald, dass ein Pilz, der damals den Roggen befallen hatte, Verhaltensveränderungen und Halluzination herbei geführt hat, die man als Anzeichen von Verhexung und Zauberei interpretierte. Als es dem Wissenschaftler gelingt, winzige Mengen dieses Pilzes zu isolieren, nimmt das Verhängnis seinen Lauf: Er ist überzeugt, dass eine medizinische Sensation - und damit auch eine Menge Geld - zum Greifen nah ist und testet die Wir kung des Pilzes sogar im Selbstversuch. Experimente mit der neuen Wunderdroge führen bei Edward und seinen Mitarbeitern allerdings zu grauenvollen Veränderungen: Sie fallen nachts wie ein Rudel Wölfe über Tiere und Menschen her, ohne sich am nächsten Tag an etwas erinnern zu können. Es kommt zur blutigen Katastrophe ...

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Robin Cook hat lange Jahre als HNO-Arzt gearbeitet. Inzwischen hat er die Tätigkeit als Mediziner aufgegeben und widmet sich ganz dem Schreiben seiner Bestseller, von denen mehrere für das Fernsehen verfilmt wurden. Der Autor lebt in Florida.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Samstag, 6. Februar 1692

Von der durchdringenden Kälte getrieben knallte Mercy Griggs ihrer Stute die Reitgerte über das Hinterteil. Das Pferd, das den Schlitten mühelos über den platt getretenen Schnee zog, verfiel in den Paßgang. In einem vergeblichen Versuch, sich vor der arktischen Kälte zu schützen, kuschelte Mercy sich noch tiefer in den großen Kragen ihres Seehundfellmantels und rieb ihre Hände aneinander, die in einem Muff steckten.

Es war ein windstiller, klarer Tag, und die Sonne verbreitete ein fahles Licht. In dieser Jahreszeit war sie in die südliche Hemisphäre verbannt und hatte große Schwierigkeiten, es in der verschneiten Landschaft von Neuengland richtig Tag werden zu lassen. Der unbarmherzige Winter beherrschte das Land, und selbst in der Mittagszeit warfen die Stämme der kahlen Bäume lange, violette Schatten. Über den Schornsteinen der weit verstreut liegenden Farmhäuser standen erstarrte Rauchfahnen und verharrten so regungslos, als ob sie an dem eisblauen Polarhimmel festgefroren wären.

Mercy war jetzt ungefähr seit einer halben Stunde unterwegs. Sie wohnte auf der Royal Side am Fuße des Leach Hill und war aus südwestlicher Richtung über die Ipswich Road gekommen. In ihrem Schlitten hatte sie sich über mehrere Brücken ziehen lassen und hatte zunächst den Frost Fish River, dann den Crane River und schließlich den Cow House River überquert. Jetzt erreichte sie Northfields, einen Ortsteil von Salem Town. Von hier waren es nur noch eineinhalb Meilen bis ins Zentrum des Dorfes.

Doch heute war Mercy nicht auf dem Weg ins Dorf. Als sie das Farmhaus der Jacobs hinter sich gelassen hatte, konnte sie ihr Ziel bereits erkennen. Es war das Haus von Ronald Stewart, einem erfolgreichen Kaufmann und Schiffseigner. Es waren vor allem nachbarliche Sorgen, die sie an diesem eiskalten Tag dazu gebracht hatten, ihre eigene warme Feuerstelle zu verlassen...

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