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9783442434282: Eine Spur von Verrat

Inhaltsangabe

Taschenbuch Goldmann 508 S. ordentliches Exemplar, Gebrauchsspuren vor allem am Einband, berieben

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Über die Autorin bzw. den Autor

Anne Perry, 1938 in London geboren, musste als Zehnjährige wegen ihrer angegriffenen Gesundheit England verlassen und verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Neuseeland und auf den Bahamas. Schon früh begann sie zu schreiben. Mittlerweile begeistert sie mit ihrem Helden, dem Privatdetektiv William Monk, sowie dem Detektivgespann Thomas und Charlotte Pitt ein Millionenpublikum. Die Autorin lebt in Suffolk.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Zwischenfall im Stadtteil The Rocks

Sydney, Kolonie New South Wales, Australien, 1855

Hinter zwei mächtigen, hochaufragenden Felsen, bekannt als Heads, lag Port Jackson, ein Küstengebiet, das sich an rauhen Klippen vorbei landeinwärts zog, zu Hunderten von Höhlen und Buchten geformt worden war und kleine Hafeninseln umspülte, um sich dann mit dem Frischwasser des Parramatta River zu vereinen, der die Stadt Sydney in zwei Hälften teilt. Diese Teilung war nicht nur rein äußerlicher Natur, sondern stellte auch eine unsichtbare Barriere dar, die die Besitzenden von den Habenichtsen in der Stadt trennte. Denn wenn es irgendwo auf der Welt überzeugtere Engländer gab als in England, dann mit Sicherheit in Australien, dessen Kolonialisten sich mit den Jahren sehr bemüht hatten, nicht nur Sträflinge an den stürmischeren Küsten anzusiedeln, sondern hier ebenso eine Lebensart zu verankern, die sie besser zurückgelassen hätten. Überwiegend das Militär und die jüngeren Söhne und Töchter des englischen Landadels, die durch das veraltete Erstgeburtsrecht in ihrem Heimatland keine Ansprüche geltend machen konnten, bildeten die aristokratische Schicht in den Kolonien. Gott und Ihrer Königin hatten sie die gebührende Hochachtung gezollt, indem sie solche prunkvollen Bauwerke wie das Rathaus, die Strandarkade und verschiedene andere Gebäude errichtet hatten. Sich selbst bedachten die Aristokraten nicht weniger großzügig, legten sich Herrenhäuser und Stadthäuser zu, auf deren mit schmiedeeisernen Geländern verzierten Veranden sie englische Zeitungen und Modemagazine verschlangen, die zumeist ein Jahr alt waren, ehe sie ihre Empfänger nach dem Weg um die halbe Welt erreichten.

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