Die komischste und skurrilste Science-Fiction-Saga seit "Per Anhalter durch die Galaxis!"
Dave Lister steckt in großen Schwierigkeiten. Drei Millionen Jahre in der Zukunft und Lichtjahre von der Erde entfernt, befindet er sich am allergefährlichsten Ort des gesamten Universums: Dave steckt mitten im Computerspiel BESSER ALS DAS LEBEN und ist so glücklich wie nie zuvor! BADL versetzt den Spieler in die schönste Welt, die er sich nur vorstellen kann – so großartig, dass man nie wieder in die Realität zurückkehren möchte. BESSER ALS DAS LEBEN – das einzige Spiel, das so gut ist, dass es dich umbringt!
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Der englische Autor Rob Grant hat gemeinsam mit Doug Naylor unter dem Pseudonym Grant Naylor zunächst Drehbücher für verschiedene TV-Sitcoms wie die weltberühmte Satire-Show Spitting Image geschrieben, bis sie schließlich vor rund zwanzig Jahren die BBC-Fernsehserie Red Dwarf aus der Taufe hoben. Natürlich war es den beiden Freunden damals noch nicht klar, doch Red Dwarf sollte unzählige Fernsehzuschauer auf der ganzen Welt begeistern und ein riesiges Merchandising nach sich ziehen mit Millionen von verkauften Büchern und DVDs. Und ein Ende der haarsträubend komischen Saga ist noch längst nicht in Sicht.
Wolfgang Thon wurde am 17.07.1954 in Mönchengladbach geboren. Nach dem Abitur studierte er Sprachwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Berlin und Hamburg. Heute ist er als Übersetzer und Autor für verschiedene Verlage tätig. Er ist Vater von drei mittlerweile erwachsenen Kindern und Lebt, schreibt, übersetzt, reitet und tanzt (Argentinischen Tango) in Hamburg.
Rimmer saß auf der Terrasse, in demselben, ziemlich zerknitterten Dinneranzug vom Vorabend, und blickte auf die metallic-blaue Zeitmaschine, die er, betrunken und entsprechend rücksichtslos, mitten in den Ziergärten des Palastes von Versailles geparkt hatte. Mit ihm frühstückten fünf Mitglieder seiner Junggesellenabschiedsparty vom Vorabend: John F. Kennedy, Vincent van Gogh, Albert Einstein, Ludwig XIV. und Elvis Presley.
»Das war eine höllische Nacht«, brummte Kennedy. »Eine echt höllische Nacht.« Einstein schnaubte zustimmend und fuhr zerstreut fort, die Unterseite seiner Krawatte mit Butter zu bestreichen.
Julius Cäsar stolperte durch die Glastüren auf die Terrasse. Auf seinem Kopf saß ein Eisbeutel. »Kann mir vielleicht jemand sagen«, fragte er in seinem stockenden Englisch, »wo in Jupiters Namen das herkommt?« Er hielt einen großen Verkehrssicherungskegel hoch, orangefarben und weiß gestreift. »Als ich heute Morgen aufwachte, lag das Ding neben mir im Bett.«
Van Gogh schlug ein Ei in seinen Tomatensaft, leerte das Glas und schüttelte sich. »Du kannst die Nacht vergessen«, meinte er mit breitem Grinsen, »wenn du kein Verkehrshütchen kriegst.«
»Essen Sie das noch?« Elvis Presley deutete mit einem Nicken auf Rimmers fein gehackte Nierchen und schaufelte sie, ohne auf eine Antwort zu warten, auf seinen bereits reichlich gefüllten Teller.
Rimmer lächelte dünn. »Avezvous zufällig ... Alka-Seltzer?«
»Eine höllische Nacht!«, bekräftigte Kennedy.
Er hatte recht: Was Junggesellen-Abschiedspartys anging, war diese Nacht der Hammer gewesen.
Ein Bild blitzte vor Rimmers geistigem Auge auf, eine Erinnerung an die Nacht davor ...
Es war 1922, und er hatte an einem Tisch in einem Chicagoer Flüsterlokal gestanden und mit der Freundin von Frank »dem Vollstrecker« Nitty den Black Bottom getanzt. Und sich zum x-ten Mal beschwert, dass sein Mineralwasser schmeckte, als hätte jemand drei doppelte Wodkas hineingekippt.
Und dann ... dann ... Rimmer konnte sich nicht mehr an den Befehl erinnern, den er gegeben hatte, aber jedenfalls waren sie mitten in eine Orgie von Caligula hineingeschneit. Da musste Rimmer schon ziemlich betrunken gewesen sein, weil er sich noch daran erinnerte, wie er zwanzig Minuten lang versucht hatte, ein Pferd anzugraben.
Irgendwann waren sie im alten Ägypten gelandet, wo Rimmer einen Zahn bei dem Versuch verloren hatte, der Sphinx einen Knutschfleck zu verpassen. Jemand, Rimmer meinte sich zu erinnern, dass es Elvis gewesen war, hatte vorgeschlagen, sich ein Curry einzuverleiben. Rimmer hasste Currys, hatte sich jedoch widerstrebend durch die Zeit nach Indien schleppen lassen, wo alle bis auf Rimmer ein Lamm-Vindaloo bestellten. Rimmer entschied sich für ein Käseomelett, das ihm mit lächerlich dicken Kartoffelstücken serviert wurde.
Schließlich schrien alle nach mehr Schnaps, und Rimmer schlug vor . Ja, was hatte er nur vorgeschlagen? Seine Erinnerung war wie blockiert, also musste es etwas wirklich Übles gewesen sein. Irgendein Restaurant. Sie waren in eine private Party hineingeplatzt, und die Gäste hatten ziemlich aufgebracht gewirkt, als Rimmer und seine Kumpane dort auftauchten. Ein gutes Dutzend Gäste waren es gewesen, allesamt Männer und alle mit Bärten. Rimmer schloss die Augen und stöhnte.
Sie hatten das Letzte Abendmahl gesprengt.
Was hatte er getan? Was hatte er gesagt? Sturzbetrunken, wie er war, hatte er gebrüllt: »Scheiß auf die Privatparty! Unser Geld ist so gut wie das von allen anderen!«
Daraufhin waren zwölf Bartträger aufgesprungen und hatten Rimmer nach draußen verfrachten wollen, aber der eine, der sich nicht gerührt hatte, hatte die anderen gebeten, sich ebenfalls wieder zu setzen.
»Mach mal einen deiner Tricks«, hatte Rimmer ihn immer wieder aufgefordert. »Komm schon, ich heirate morgen. Der mit dem Fisch ... der ist echt klasse!«
Eine höllische Nacht, wirklich.
Rimmer warf einen Blick auf seine Echtzeit-Uhr. »Okay, Ludwig, alter Bock«, wandte er sich an den König von Frankreich, »wir sollten uns allmählich auf den Weg machen. Gib Marie und dem Dauphin ein Küsschen von mir. Und vielen Dank für die Dienstmädchen. Wir sehen uns bei der Hochzeit.«
Ludwig XIV. bedankte sich bei Rimmer für die Ray-Ban-Sonnenbrille und den Sony-Walkman und wünschte ihm alles Gute.
Dann schlenderte Rimmer über den Rasen zum Zeit-Kopter, gefolgt von Kennedy, Van Gogh, Einstein und Cäsar. Elvis stopfte sich noch ein Steak in den Mund, schob ein anderes in seine Hosentasche, schnappte sich vier Brötchen und folgte ihnen.
Der Mann im Verkehrskontrollturm gab ihnen über Funk grünes Licht zur Materialisierung. Der Zeit-Kopter tauchte in der Realität auf und kam auf dem asphaltierten Rollfeld zum Stehen.
Die Ausstiegsluke senkte sich zu Boden, und der reichste Mann der Welt stieg zur wartenden Limousine hinunter.
Nach zwei Schritten setzte das Kreischen ein. Horden von Teenagern auf der Aussichtsplattform wogten in einer Welle von pubertierender Inbrunst vorwärts.
»Arniiiiiiiieee!«, schrien sie. »Wir liiiiieeeeben diiiiiiiiiich!«
Rimmer winkte ihnen halbherzig zu und schenkte ihnen ein schwaches Lächeln, bevor er von einer Phalanx nüchtern gekleideter Sicherheitsbeamten umringt wurde, die ihn in den ledernen Luxus der Limousine verfrachteten.
Acht Motorradfahrer ließen ihre Maschinen aufheulen und führten den Zug an, der gebieterisch zum Ausgang rauschte, vorbei an Passkontrolle und Zoll.
Rimmer blätterte gelangweilt die Magazine durch, die auf dem Mahagonitisch der Limousine lagen. Time, Life und Newsweek. Mit mildem Interesse registrierte er, dass sein Konterfei sämtliche Titelblätter zierte. Laut Life war er gerade zum »Erotischsten Mann der Welt« gewählt worden sowie zum »Bestangezogenen Mann der Welt« und zum »Pfeifenraucher des Jahres«. Rimmer lächelte. Er besaß nicht einmal eine Pfeife, geschweige denn, dass er eine rauchen würde. Erfolg zeugt eben Erfolg, dachte er.
Die Kolonne kämpfte sich durch die Meute kreischender Fans am Ausgang des Flughafens.
»Arniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeee! Heirate sie nicht!«
Hingebungsvolle Gesichter drückten sich an dem grau getönten Glas platt, die Mienen verzerrt und ergriffen vor Verlangen nach Arnold J. Rimmer.
Der sich vollkommen darüber im Klaren war, dass er sich auf der falschen Ebene einer falschen Dimension von Realität tummelte, sich jedoch, ehrlich gesagt, keinen Pfifferling darum scherte.
Die Limousine löste sich von den aufgelösten Teenagern, bog auf den Freeway ein und beschleunigte nahezu lautlos, gefolgt von einem Kometenschweif aus feuchter, weiblicher Unterwäsche.
Drei Millionen Jahre entfernt trieb ein verfallenes Bergbauraumschiff ziellos in einer riesigen Kreisbahn durch den Weltraum.
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