Doktorspiele: Geständnisse eines Hochstaplers

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9783442152476: Doktorspiele: Geständnisse eines Hochstaplers
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1.

Postel, Gert
Verlag: Goldmann (2003)
ISBN 10: 344215247X ISBN 13: 9783442152476
Gebraucht Softcover Anzahl: 1
Anbieter
Buchservice Lars Lutzer
(Bad Segeberg, Deutschland)
Bewertung
[?]

Buchbeschreibung Goldmann, 2003. Softcover. Buchzustand: gut. 2003. Er ist ein Meister der Verstellung. Er fälschte Dokumente, bezirzte Professorinnen, schmeichelte Klinikdirektoren - und entlarvte Macht und Eitelkeit deutscher Experten. Wie sich ein gelernter Postbote zum Oberarzt für Klinische Psychiatrie hochmogelte: Die schillernde Karriere eines notorischen Schwindlers, authentisch und unwiderstehlich wie das wahre Leben. Gert Postel, geboren 1958 in Bremen, ist Briefträger von Beruf. Seit gut 25 Jahren operiert der notorische Hochstapler jedoch als Fälscher seiner selbst. Seine schillernde Karriere vom Rechtspfleger über den Amtsarzt beim Gesundheitsamt bis hin zum Oberarzt Vorwort des Herausgebers Als Nervenarzt die Selbstzeugnisse Gert Postels herauszugeben kann einen nicht mit Stolz auf die eigene Zunft erfüllen. Zu vielfältig und zu schmerzhaft sind die Wunden, die dieser gelernte Postbote im Laufe der Jahre unserer Profession zugefügt hat. Wenn ich gleichwohl dem Wunsch des Verlages folge, mich dieser heiklen editorischen Aufgabe zu unterziehen, dann im wesentlichen deshalb, weil ich davon überzeugt bin, daß das hier vorzulegende Material unserer Wissenschaft einzigartige Möglichkeiten eröffnet, in das Denken und Handeln eines gestörten, unserer Hilfe bedürftigen Menschen Einblick zu nehmen. Es ist sicherlich nicht übertrieben, wenn ich behaupte, daß es seit den Denkwürdigkeiten des weiland Senatspräsidenten am Oberlandesgericht Dresden, Daniel Paul Schreber, die Sigmund Freud seinerzeit zu seinem großartigen, spekulativen Essay bewegten, keine derartige Fülle bedeutender, originaler Selbstreflexionen eines Patienten gegeben hat wie Gert Postels hier vorgelegte Berichte. Aus diesem Steinbruch sich hemmungslos zu bedienen sollte jedem kritischen Juristen und Psychiater heilige Pflicht sein. Wenn ich aus meiner Kenntnis des Postelschen Wirkens spontan die wichtigsten Objekte benennen sollte, zu denen er sich hingezogen fühlt, dann würde ich sagen: zu akademisch gebildeten Frauen, die er bewundern und wieder vom Sockel stoßen kann (die Frage, ob er tiefe menschliche Bindungen eingehen kann, ist umstritten); zur Welt der psychiatrischen Institutionen, ihren ärztlichen Protagonisten und ihren spezifischen Sprachformen; zum Kosmos der katholischen Kirche, wobei ihm der Gedanke, als demütiger Einsiedler oder als einfacher Frater in einem Kloster den Rest seines Lebens zu verbringen, nicht fremd ist; zur veröffentlichten Meinung in ihren vielfältigsten Formen, namentlich zu Journalisten, die er entweder idealisiert oder aufs bitterste bekämpft; und schließlich zum Recht und seinen Akteuren, zu Staatsanwältinnen, Richterinnen, Rechtsanwälten und Sachverständigen. Sein sicheres Gespür für die Bedürfnisse und Schwächen dieser Institutionen und Personengruppen hat ihn immer wieder befähigt, über alle Grenzen seines eigentlichen Standes, seiner formalen Bildung hinweg sich seinen begehrten Objekten zu nähern, ihre Sprache nachzuahmen, ja sich ihnen in gewisser Weise anzuverwandeln. Manfred Manischewski, dessen früher Tod eine noch immer spürbare Lücke in die deutsche forensische Psychiatrie gerissen hat, verdanken wir nicht nur das grundlegende Werk "Die psychische Konstitution des Hochstaplers", sondern auch den Begriff des "Zelig-Syndroms", der diesen Prozeß der chamäleonhaften Camouflage in jedweder sozialen Umgebung so plastisch beschreibt und ohne den eine Hochstaplerforschung, die diesen Namen wirklich verdient, heute nicht mehr auskommen kann. Gerade Manischewski hätte sich mit wahrem wissenschaftlichen Heißhunger auf das hier vorliegende Material gestürzt und uns mit Sicherheit namentlich bei der Querschnittsauswertung neue Einsichten eröffnet. Ich möchte der auf diese Veröffentlichung sicherlich folgenden wissenschaftlichen Diskussion nicht vorgreifen, schon gar nicht sie von vornherein in eine bestimmte Richtung lenken. Ich werde mich deshalb im wesentlichen auf einige Erläuterungen zum besseren Verständnis der Postelschen Texte und zur Entstehung des Manuskripts beschränken: Da die Au. Artikel-Nr. BN25897

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