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Im Sturm - Softcover

Clancy, Tom

 
9783442098248: Im Sturm

Inhaltsangabe

Ein Attentat arabischer Fundamentalisten auf eines der wichtigsten Ölfelder Sibiriens bringt die Sowjetunion in fatalen Zugzwang, denn ihrer maroden Wirtschaft droht der endgültige Zusammenbruch. Der Schlüssel zum Überleben liegt für Moskau am Persischen Golf.
Doch der Preis für den "freien" Zugang ist hoch - zu hoch für die ganze Welt. Denn die Hardliner im Kreml schrecken auch vor einen Schlag gegen die NATO nicht zurück. Das Unternehmen "Roter Sturm" läuft an: in den Weltmeeren, in der Luft und vor allem auf dem europäischen Festland. Der Leser wird in einen eskalierenden Konflikt hineingezogen, in dem Strategen aller Nationen gegen Ehrbegriffe und Befehle die Entscheidung für das Überleben aller treffen müssen.

Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.

Über die Autorin bzw. den Autor

Tom Clancy, geboren 1948, arbeitete lange Jahre als Versicherungsagent. Eine Meuterei auf einem sowjetischen Zerstörer regte Clancy dazu an, seinen ersten Thriller, "Jagd auf Roter Oktober" zu schreiben. Das Buch wurde auf Anhieb ein internationaler Erfolg, der sich in der Verfilmung mit Sean Connery in der Hauptrolle wiederholte. Seither ist Tom Clancy der Erfolg treu geblieben, seine Romane belegen regelmäßig über Wochen hinweg die ersten Plätze der internationalen Bestsellerlisten, die Verfilmungen mit Harrison Ford als Jack Ryan waren ausnahmslos Kassenschlager. Wie realistisch und gut recherchiert seine Bücher sind, zeigt die Tatsache, dass der Autor nach den Anschlägen vom 11. September von der amerikanischen Regierung als spezieller Berater hinzugezogen wurde - in "Befehl von oben" hatte er ein Szenario entworfen, dass der späteren Realität erschreckend nahe kam.

Auszug. © Genehmigter Nachdruck. Alle Rechte vorbehalten.

Träge Lunte

Nischnewartowsk, UdSSR

Sie gingen rasch, lautlos, zielstrebig vor; über ihnen leuchtete kristallklar der Sternenhimmel Westsibiriens. Sie waren Moslems, was man ihnen kaum anmerkte; sie sprachen russisch mit dem singenden Tonfall der Aserbeidschaner. Die drei hatten gerade auf dem Lkw-Parkplatz und an den Bahngleisen eine komplizierte Aufgabe erledigt, nämlich das Öffnen Hunderter von Füllventilen. Ibrahim Tolkase war ihr Anführer. An der Spitze ging jedoch Rasul, ein Schrank von einem Mann, ehemals Feldwebel beim MVD; er hatte in dieser kalten Nacht bereits sechs Männer getötet - drei mit der Pistole, drei mit bloßen Händen. Niemand hatte etwas gehört, denn in einer Erdölraffinerie herrscht viel Lärm. Die Leichen waren im Dunkel zurückgelassen worden, und die drei Männer bestiegen nun Tolkases Wagen, um die nächste Phase in Angriff zu nehmen.

Das Kontrollzentrum befand sich in einem modernen zweistöckigen Bau in der Mitte des Komplexes. Mindestens fünf Kilometer weit in alle Richtungen erstreckten sich die Destillations- und katalytischen Anlagen, Tanklager und vor allem das kilometerlange Röhrengeflecht, das Nischnewartowsk zu einer der größten Raffinerien der Welt machte. In unregelmäßigen Abständen erhellten Flammen den Himmel, wo Gase abgefackelt wurden, und es stank nach Rohöldestillaten: Kerosin, Benzin, Diesel, Stickstofftetraoxid für Interkontinentalraketen, nach Schmierölen und allen möglichen anderen petrochemischen Verbindungen.

Der Ingenieur Tolkase steuerte seinen privaten Lada auf das fensterlose Backsteingebäude zu, hielt auf dem für ihn reservierten Parkplatz und ging zum Eingang. Seine Kameraden warteten geduckt im Fond.

Hinter der Glastür begrüßte Ibrahim den Mann vom Werkschutz, der zurücklächelte und die Hand nach Tolkases Ausweis ausstreckte. Der Wächter hatte getrunken; einziger Trost in diesem...

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