Der Autor, Sexualmediziner und tiefenpsychologisch orientierter Anthropologe, befaßt sich in diesem Band mit einer "weiblichen" Analogie zur "männlichen" Perversion, mit der sogenannten Reproversion. Die reproverse Symptombildung hängt eng mit der weiblichen Fähigkeit der Reproduktion zusammen. Im Fall einer Reproversion führt die innerpsychische konflikthafte Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aspekten der Reproduktion nicht wie im Normalfall zu gesunden Lösungen, sondern zu krankhaft neurotischen (Schein-)Lösungen (z.B. Verdrängung einer Schwangerschaft, Kindstötung). Im ersten Kapitel des Bandes werden die Theorien der Perversion und der Reproversion unter Berücksichtigung psychoanalytischer Modelle dargelegt. Diese theoretische Sicht wird in nachfolgenden Kapiteln durch Beispiele aus der Mythologie sowie durch verschiedene klinische Fallbeispiele verdeutlicht. Die klinischen Beispiele entstammen sowohl den Bereichen Schwangerschaft und Geburt als auch Erziehung; die auch beim Mann vorkommende reproverse Symptombildung wird ebenfalls berücksichtigt. Im abschließenden Kapitel behandelt der Autor gesellschaftstheoretische Aspekte zum Thema Reproversion.
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