Der Krieg in den Köpfen: Die Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg in der deutschen Krisenerfahrung zwischen Julirevolution und deutschem Krieg

 
9783428126552: Der Krieg in den Köpfen: Die Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg in der deutschen Krisenerfahrung zwischen Julirevolution und deutschem Krieg

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Sack, Hilmar:
Verlag: Berlin : Duncker & Humblot, (2008)
ISBN 10: 3428126556 ISBN 13: 9783428126552
Neu kart. Anzahl: 3
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Speyer & Peters GmbH
(Berlin, Deutschland)
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Buchbeschreibung Berlin : Duncker & Humblot, 2008. kart. Buchzustand: Neu. 278 S. ; 24 cm ISBN 9783428126552 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 380. Artikel-Nr. 39928

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Hilmar Sack
Verlag: Duncker & Humblot Gmbh Mai 2008 (2008)
ISBN 10: 3428126556 ISBN 13: 9783428126552
Neu Taschenbuch Anzahl: 1
Anbieter
AHA-BUCH GmbH
(Einbeck, Deutschland)
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Buchbeschreibung Duncker & Humblot Gmbh Mai 2008, 2008. Taschenbuch. Buchzustand: Neu. 233x157x13 mm. Neuware - Trotz der Beachtung, die der Dreißigjährige Krieg seit jeher in der Geschichtswissenschaft gefunden hat, wurde sein lang anhaltender Einfluss auf das politische Denken und Handeln in Deutschland bisher kaum quellennah untersucht. Hilmar Sack zeigt mit besonderem Fokus auf die Revolution von 1848/49 und den deutschen Krieg von 1866, dass die Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg in der Epoche deutscher Nationalstaatsfindung zu den wesentlichen geschichtspolitischen Deutungs- und Argumentationsmustern zählte, um Krisenerfahrungen zu verarbeiten und nationalpolitische Zukunftsentwürfe zu begründen. Beim 'Krieg in den Köpfen' handelte es sich nicht nur um den erinnerten Dreißigjährigen Krieg der Vergangenheit, sondern auch um den imaginierten Krieg der Zukunft. Dies war unter den Bedingungen von Partikularismus und Konfessionalismus ein spezifisch deutscher Bürgerkriegsdiskurs, in dem Einkreisungsängste durch ein feindliches Ausland virulent wurden.Das aus dem 'Trauma' des Dreißigjährigen Krieges bezogene deutsche Selbstwertgefühl kam einem 'Tragikstolz gleich. Die historische Opferrolle erklärte die realpolitische Schwäche in der Gegenwart. Zugleich schlossen die tradierten Demütigungserfahrungen im 'Martyrium' von Reformation und Glaubenskriegen den Erlösergedanken ein: den 'deutschen Beruf' als gemeinsame Mission. Der Dreißigjährige Krieg wurde jedoch nicht allein als Unglück verstanden, sondern immer auch als selbst verschuldet. Dies machte ihn zum argumentativen Steinbruch für politische Partizipations- und Führungsansprüche. So legitimierte sich 1848 der bürgerliche Mitgestaltungsanspruch gegenüber der absoluten Fürstengewalt auch darin, 200 Jahre nach dem 'falschen' Westfälischen nun in der Paulskirche den 'wahren' Frankfurter Frieden zu begründen. Im Dualismus zwischen Preußen und Österreich, der mit historischen Schuldfragen durchsetzt war, unterlief die Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg nationalreligiöse Integrationsversuche und zog konfessionelle Frontlinien. Sie kamen in der geschichtlich begründeten Sinnhaftigkeit des Waffengangs von 1866 zum Ausdruck, vor allem in der Interpretation der Schlacht von Königgrätz als Ende des Dreißigjährigen Krieges. 278 pp. Deutsch. Artikel-Nr. 9783428126552

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