Juden und Judentum bei Isidor von Sevilla: Studien zum Traktat De fide catholica contra Iudaeos (Berliner historische Studien)

 
9783428105717: Juden und Judentum bei Isidor von Sevilla: Studien zum Traktat De fide catholica contra Iudaeos (Berliner historische Studien)

Beste Suchergebnisse beim ZVAB

1.

Drews, Wolfram:
Verlag: Duncker & Humblot, 23.10.2001. (2001)
ISBN 10: 3428105710 ISBN 13: 9783428105717
Neu Paperback Anzahl: 3
Anbieter
Speyer & Peters GmbH
(Berlin, Deutschland)
Bewertung
[?]

Buchbeschreibung Duncker & Humblot, 23.10.2001., 2001. Paperback. Buchzustand: Neu. 1.. 621 S. Isidor von Sevilla, der "letzte lateinische Kirchenvater" und "Lehrmeister des Mittelalters", hat durch seine antijüdische Schrift "De fide catholica contra Iudaeos" maßgeblich auf die Genese des mittelalterlichen Judenbildes eingewirkt. Eine Grundtendenz seines Gesamtwerkes besteht darin, mögliche dogmatische Kontroversen innerhalb der christlichen Bevölkerung nicht zu thematisieren. Aus diesem Grunde spielt die theologische Auseinandersetzung mit dem Arianismus für ihn kaum eine Rolle, obwohl diese "Häresie" im Mittelpunkt der politischen Kämpfe seiner Jugendzeit gestanden hatte. Demgegenüber gewinnt die Auseinandersetzung mit ausländischen christologischen Häretikern eine fundamentale Bedeutung bei der Neukonstituierung der gotischen Identität anläßlich des kollektiven Übertritts zum Katholizismus. Diese polemische Grundhaltung determiniert in besonderer Weise auch seine Wahrnehmung des Judentums. Während Isidor auf der einen Seite die kollektive Bekehrung der Goten zum "Ursprungsmythos" des "Staatsvolkes" hochstilisiert, benutzt er andererseits das Judentum als Negativfolie für die Konstruktion der katholisch-westgotischen Identität. Sein antijüdischer Traktat, der in der Tradition der altkirchlichen Adversus Iudaeos-Literatur steht, kann als Darstellung und Apologie des staatstragenden Glaubens verstanden werden. Die mangelnde philologische Kompetenz des Verfassers gibt Anlaß zu der Vermutung, daß seine Beweisführung lediglich solchen Adressaten eingeleuchtet haben kann, die bereits vom Wahrheitsgehalt seiner Thesen überzeugt waren. Der Traktat war nicht etwa lediglich ein "Handbuch für die Klerikerausbildung", sondern er diente der exegetischen und dogmatischen Unterweisung durchschnittlich gebildeter Laien, als deren Repräsentantin die Adressatin, Isidors Schwester Florentina, zu gelten hat.Diese Arbeit wurde mit dem Friedrich-Meinecke-Preis 2001 ausgezeichnet. ISBN 9783428105717 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 835. Artikel-Nr. 30668

Weitere Informationen zu diesem Verkäufer | Frage an den Anbieter

Neu kaufen
EUR 109,00
Währung umrechnen

In den Warenkorb

Versand: EUR 9,95
Von Deutschland nach USA
Versandziele, Kosten & Dauer

2.

Wolfram Drews
Verlag: Duncker & Humblot Gmbh Okt 2001 (2001)
ISBN 10: 3428105710 ISBN 13: 9783428105717
Neu Taschenbuch Anzahl: 1
Anbieter
AHA-BUCH GmbH
(Einbeck, Deutschland)
Bewertung
[?]

Buchbeschreibung Duncker & Humblot Gmbh Okt 2001, 2001. Taschenbuch. Buchzustand: Neu. 233x157x30 mm. Neuware - Isidor von Sevilla, der 'letzte lateinische Kirchenvater' und 'Lehrmeister des Mittelalters', hat durch seine antijüdische Schrift 'De fide catholica contra Iudaeos' maßgeblich auf die Genese des mittelalterlichen Judenbildes eingewirkt. Eine Grundtendenz seines Gesamtwerkes besteht darin, mögliche dogmatische Kontroversen innerhalb der christlichen Bevölkerung nicht zu thematisieren. Aus diesem Grunde spielt die theologische Auseinandersetzung mit dem Arianismus für ihn kaum eine Rolle, obwohl diese 'Häresie' im Mittelpunkt der politischen Kämpfe seiner Jugendzeit gestanden hatte. Demgegenüber gewinnt die Auseinandersetzung mit ausländischen christologischen Häretikern eine fundamentale Bedeutung bei der Neukonstituierung der gotischen Identität anläßlich des kollektiven Übertritts zum Katholizismus. Diese polemische Grundhaltung determiniert in besonderer Weise auch seine Wahrnehmung des Judentums. Während Isidor auf der einen Seite die kollektive Bekehrung derGoten zum 'Ursprungsmythos' des 'Staatsvolkes' hochstilisiert, benutzt er andererseits das Judentum als Negativfolie für die Konstruktion der katholisch-westgotischen Identität. Sein antijüdischer Traktat, der in der Tradition der altkirchlichen Adversus Iudaeos-Literatur steht, kann als Darstellung und Apologie des staatstragenden Glaubens verstanden werden. Die mangelnde philologische Kompetenz des Verfassers gibt Anlaß zu der Vermutung, daß seine Beweisführung lediglich solchen Adressaten eingeleuchtet haben kann, die bereits vom Wahrheitsgehalt seiner Thesen überzeugt waren. Der Traktat war nicht etwa lediglich ein 'Handbuch für die Klerikerausbildung', sondern er diente der exegetischen und dogmatischen Unterweisung durchschnittlich gebildeter Laien, als deren Repräsentantin die Adressatin, Isidors Schwester Florentina, zu gelten hat.Diese Arbeit wurde mit dem Friedrich-Meinecke-Preis 2001 ausgezeichnet. 621 pp. Deutsch. Artikel-Nr. 9783428105717

Weitere Informationen zu diesem Verkäufer | Frage an den Anbieter

Neu kaufen
EUR 109,00
Währung umrechnen

In den Warenkorb

Versand: EUR 29,50
Von Deutschland nach USA
Versandziele, Kosten & Dauer