Interpretationen von Werken der bildenden Kunst, die das Angeschaute durch Worte vermitteln, entsprechen dem Denkbild des jeweiligen Betrachters. Sie lassen auf verschiedene Weise die Voraussetzungen eines Werkes erkennen, das Denk-Bild, das den Künstler gelenkt haben könnte. Diese doppelte Hintergründigkeit wird als Kreislauf der Begründungen bezeichnet, weil sie auf sprachliche Mittel angewiesen, die "Sprache" hinter dem Bild sucht und das eine mit dem anderen Denkbild in Beziehung setzt. "Raffael ohne Hände" läßt die Problematik skizzieren. Werk, Idee und Genie dienen der Untersuchung als Basis. Die Deutungen der "Schule von Athen" sehen vorangegangene Schriften als Quelle an, um mit ihnen das Fresko als ein Dokument der Geschichte der Philosophie zu verstehen. Sind sie formalanalytisch motiviert, geben sie Einblick in das bildhafte Denken Raffaels. Bilder dieses Künstlers können aber auch die Denkbilder der Philosophen interpretieren. Friedrich Nietzsche fand in der "Transfiguration" den Beweis seiner Weltsicht und in der "Heiligen Cäcilia" erst eine Bestätigung für die Musik Richard Wagners, dann für seine Kritik am Gesamtkunstwerk. Aus diesem Anlaß werden der Begriff "Einheit" und die "Idee der Vollkommenheit" erörtert, auch die Suche nach "Sinn", der diesen Bildern zu Grunde zu liegen scheint. Die "Sixtinische Madonna" konnte als Spiegelung häuslicher Familiarität verstanden werden. Selbst der Vergleich, dem Raffael ausgesetzt war, sei es der Entgegensetzung zu Michelangelo, sei es der Gleichsetzung mit Mozart (und Goethe), zeigt, daß Gegenwarts-Erfahrung oder ein Allgemein-Gedachtes wie Idealismus oder Realismus bzw. Naturalismus die Urteile bestimmen. Angesichts der Bilder einer zurückliegenden Gegenwart wird nur das Denken eine Bracke bilden, auf der wir sie - über einen Abgrund von Zeit - noch erreichen, denn Wissenschaft kann trotz der Vielfalt ihrer begründenden Kenntnis Anschaubares nicht ausreichend erklären. Philosophie leistet Erkenntnis.
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Gr.-8°, Klappbroschur. Zustand: Gut. 415 S., mit Bildtafeln u. Textillustr. Reste eines Klebeetiketts am Rückdeckel. Sonst gut. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 550. Artikel-Nr. 16428
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Kartoniert (sehr gut). Zustand: Sehr gut. 415 Seiten. 23,5 x 16 cm. ISBN 9783428074150 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 800. Artikel-Nr. 169046
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Zustand: Sehr gut. Auflage: 1. 415 Seiten Das antiquarische Buch ist gelesen. Der Schutz-Einband weist kaum Lagerspuren auf. Widmung auf dem ersten Vorsatzblatt. Ein Rechnungsbeleg mit ausgew. MwSt. liegt der Lieferung bei. O_5.8 9783428074150 . Bei Mehrfachbestellungen bei uns, reduziert sich für Sie der Versandkostenanteil pro Titel. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 576 15,6 x 0,0 x 23,2 cm, Gebundene Ausgabe. Artikel-Nr. 30501
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415 S. + 3 Farbtafeln, zahlreiche s/w Illustrationen im Text, 23,5 x 15,5 cm, farbig illustrierte Englische Broschur INHALT: Einleitung: "Raffael ohne Hände"; I. Das Genie und sein Werk; II. Die "Schule von Athen"; III. Beiträge zu einer philosophischen Ikonologie; IV. Raffael im Vergleich; Bibliographie, Abbildungsnachweis; Register der Personennamen. Sehr guter Zustand Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 950. Artikel-Nr. 28886
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Taschenbuch. Zustand: Neu. Neuware - Interpretationen von Werken der bildenden Kunst, die das Angeschaute durch Worte vermitteln, entsprechen dem Denkbild des jeweiligen Betrachters. Sie lassen auf verschiedene Weise die Voraussetzungen eines Werkes erkennen, das Denk-Bild, das den Künstler gelenkt haben könnte. Diese doppelte Hintergründigkeit wird als Kreislauf der Begründungen bezeichnet, weil sie auf sprachliche Mittel angewiesen, die 'Sprache' hinter dem Bild sucht und das eine mit dem anderen Denkbild in Beziehung setzt. 'Raffael ohne Hände' läßt die Problematik skizzieren. Werk, Idee und Genie dienen der Untersuchung als Basis. Die Deutungen der 'Schule von Athen' sehen vorangegangene Schriften als Quelle an, um mit ihnen das Fresko als ein Dokument der Geschichte der Philosophie zu verstehen. Sind sie formalanalytisch motiviert, geben sie Einblick in das bildhafte Denken Raffaels. Bilder dieses Künstlers können aber auch die Denkbilder der Philosophen interpretieren. Friedrich Nietzsche fand in der 'Transfiguration' den Beweis seiner Weltsicht und in der 'Heiligen Cäcilia' erst eine Bestätigung für die Musik Richard Wagners, dann für seine Kritik am Gesamtkunstwerk. Aus diesem Anlaß werden der Begriff 'Einheit' und die 'Idee der Vollkommenheit' erörtert, auch die Suche nach 'Sinn', der diesen Bildern zu Grunde zu liegen scheint. Die 'Sixtinische Madonna' konnte als Spiegelung häuslicher Familiarität verstanden werden. Selbst der Vergleich, dem Raffael ausgesetzt war, sei es der Entgegensetzung zu Michelangelo, sei es der Gleichsetzung mit Mozart (und Goethe), zeigt, daß Gegenwarts-Erfahrung oder ein Allgemein-Gedachtes wie Idealismus oder Realismus bzw. Naturalismus die Urteile bestimmen. Angesichts der Bilder einer zurückliegenden Gegenwart wird nur das Denken eine Bracke bilden, auf der wir sie - über einen Abgrund von Zeit - noch erreichen, denn Wissenschaft kann trotz der Vielfalt ihrer begründenden Kenntnis Anschaubares nicht ausreichend erklären. Philosophie leistet Erkenntnis. Artikel-Nr. 9783428074150
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