Die Steine bluten, wenn ein Unrecht auf der Insel geschieht … Eine verhängnisvolle Legende überschattet das Leben der kleinen Gemeinschaft. Spielt jemand mit den Dämonen der Vergangenheit?
Die Polizistin Marie Kermeur kehrt zurück auf ihre bretonische Heimatinsel, um ihrem Jugendfreund das Jawort zu geben. Am Hochzeitsmorgen passiert das Entsetzliche: Sie entdeckt bei einem Spaziergang am Strand die Leiche ihres Bruders. In seiner Hand findet Marie eine rätselhafte Botschaft in bretonischer Sprache. Als einer der Menhire aus dem mystischen Steinkreis zu bluten anfängt, ist Marie sich sicher: Es war kein Unfall! Aber hat all das wirklich mit einer jahrhundertealten Legende zu tun? Da geschieht auch schon ein weiterer Mord ... Marie beginnt zu ermitteln und erhält Unterstützung von Lucas Fersen, einem Spezialisten für rituelle Mordfälle. Auch wenn das Verhältnis der beiden erst angespannt ist, entwickeln sie bald leidenschaftliche Gefühle füreinander.
Das Ermittlerduo kommt einem erschütternden Familiengeheimnis auf die Spur, und für Marie ist nichts mehr, wie es war ...
Die Inhaltsangabe kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
Nicole Jamet und Marie-Anne Le Pezennec arbeiten seit neun Jahren zusammen und haben gemeinsam zahlreiche Drehbücher geschrieben. Das Drehbuch für die erfolgreiche Verfilmung von ihrem ersten Roman "Dolmen, vergessen sollst du nie" haben sie selbst geschrieben.
Nicole Jamet und Marie-Anne Le Pezennec arbeiten seit acht Jahren zusammen und haben gemeinsam zahlreiche Drehbücher geschrieben. "Dolmen, vergessen sollst du nie", an dessen Verfilmung sie auch als Drehbuchautorinnen beteiligt waren, ist ihr erster Roman.
Mit leisem Lächeln beobachtete ich, wie die Menschen, die mir
eigentlich nahe standen, fröhlich den Junggesellenabschied vorbereiteten.
Sie wussten alle nicht, dass am nächsten Tag niemandem mehr nach Lachen
zumute sein würde.
Oder nach Heiraten.
Ich leerte mein Glas in einem Zug und bahnte mir mit den Ellbogen einen Weg
zum Ausgang. Mein Abschiedsgruß ging in dem munteren Treiben unter.
Ich lief über die Pier und vorbei am Rathaus, das am äußersten Ende des
Hafens lag. Dort schlug mir der raue Wind vom Meer entgegen. Keine drei
Wochen mehr bis zum Sommer, und doch war es trotz des strahlenden
Sonnenscheins empfindlich kühl und der Nordwestwind
fegte in Böen über die Insel.
Die Touristen hatten dieses von Riffen und gefährlichen Strömungen umgebene
Stück Fels und Heide, das regelmäßig im Nebel verschwand und bei schwerer
See völlig vom Festland abgeschnitten war, lange Zeit gemieden.
Sie verbrachten ihre Ferien lieber auf den Inseln des Morbihan. Die lagen
nördlicher. Und verkehrsgünstiger.
»Lands'en« bedeutete nicht zufällig Ende der Welt.
Inzwischen gab es eine regelmäßige Schiffsverbindung nach Brest, die
Überfahrt dauerte knapp eine Stunde. Es war davon die Rede, im kommenden
Jahr einen Flugplatz zu bauen. Und ein weiteres Hotel sowie ein Zentrum für
Thalasso-Therapie ...
Die älteren Inselbewohner behaupteten, Lands'en sei dabei, seine Seele an
den Teufel zu verkaufen.
Ich, der ich besser informiert war, und noch einige andere, deren Geheimnis
ich kannte, wussten, dass die Insel ihre Seele längst verkauft hatte.
Gegen Blut.
Der Ort lag bereits weit hinter mir und ich kam schließlich dort an, wo
alles begonnen hatte. An der nördlichsten Spitze der Insel. Der wildesten.
Ty Kern.
Der Zöllnerpfad führte an der oberen Kante einer Felswand entlang, die
steil zum Meer abfiel und in einer kleinen Bucht endete, voller Klippen,
scharf wie Entermesser.
Von diesem Pfad ging auch die kleine Steinbrücke zum alten Leuchtturm ab,
der schon seit mindestens zwanzig Jahren nicht mehr in Betrieb war.
Nach Ansicht der alten Inselbewohner hätte man es niemals zulassen dürfen,
dass ein Schriftsteller in die winzige Wohnung einzog, die einst den
Leuchtturmwärter beherbergt hatte. Dass der Schriftsteller Ire war, machte
die Sache nicht besser. Die alten Leute hier misstrauten
allen Ausländern, woher sie auch kamen. Wer von den Inselbewohnern
akzeptiert werden wollte, musste mindestens Bretone sein, möglichst seit
mehreren Generationen, und möglichst ein Kind dieser Insel. Wie ich.
Obwohl ich diese Gegend, in der ich in meiner Kindheit gespielt hatte, in-
und auswendig kannte, hielt ich unwillkürlich den Atem an, als ich die
Menhire von Ty Kern vor mir aufragen sah. Sechs Granitriesen umstanden, dem
offenen Meer zugewandt, einen Dolmen, und der
Sage nach röteten sie sich bei steigendem Mond noch immer vom Blut der
Strandräuber.
Ich betrachtete die Monolithen, die in der Junisonne täuschend harmlos
aussahen, einen nach dem anderen. Bei meinem Lieblingsstein, dem mit dem
Profi l eines alten Elefanten, verharrte ich ein wenig länger. Dann legte
ich meine Hand auf den warmen Stein des Dolmen.
Bei der Berührung wurde mir eiskalt.
In der nächsten Nacht war aufsteigender Mond. Es würde Blut fließen. Es
würde nicht ratsam sein, hier herumzulungern ...
* * *
»Hör auf zu zappeln! Davon kommt er auch nicht schneller zurück!«
Marie neigte den Kopf, um ihre Mutter sehen zu können, die zu ihren Füßen
kniete und ihrer Anweisung mit einem heftigen Ruck am Saum Nachdruck
verliehen hatte. Jeanne war im Jahr zuvor siebzig geworden. Sie hatte
kurzes graues Haar und das ausgezehrte, früh gealterte Gesicht von Frauen,
die häufig rauer Witterung ausgesetzt sind.
»Er ist bei Morgengrauen in Saint-Malo losgesegelt. Und er hat den Wind im
Rücken. Er müsste längst da sein«, seufzte die angehende Braut.
»Wenn dein Vater auf Thunfischfang ging, blieb er sechs Monate lang weg«,
bemerkte Jeanne und musterte den Rock des Kleides kritisch. »Und du wirst
schon nach wenigen Stunden nervös ... Halt still!«
Das von einer fernen Vorfahrin kunstvoll bestickte Spitzenkleid war im
Laufe der Jahre immer wieder länger gemacht worden, da die jungen Frauen,
die es als Braut trugen, von Generation zu Generation größer wurden. Bei
jedem Herauslassen des Saums waren kaum merkliche feine Linien
zurückgeblieben.
Sie ähnelten den Strichen, mit denen man im Türrahmen das Wachsen seiner
Kinder festhält und die mit der Zeit blasser werden, ohne je ganz zu
verschwinden. Jeanne allerdings neigte keineswegs dazu, rührselig in der
Vergangenheit zu schwelgen. Ihr genaues Hinschauen hatte nur einen Zweck:
Sie wollte sichergehen, dass durch das mehrfache behutsame Waschen die
Spuren der Jahre weitgehend getilgt worden waren und das Kleid genau die
richtige Länge hatte, das heißt den Boden berührte, aber nicht darüber
schleifte.
Befriedigt rappelte sie sich auf und drehte ihre Tochter zum Spiegel um.
»Wie auf den Leib geschneidert!«
Mit hochgezogenen Brauen betrachtete sich Marie in dem großen Standspiegel.
In ihren grünen Augen stand ein fragender Blick, als wäre ihr das Bild im
Spiegel unbekannt, ja geradezu fremd.
Das Weiß des Kleides unterstrich ihren perlmuttfarbenen Teint und brachte
ihr rötlich blondes Haar zur Geltung. Sie flocht es gewöhnlich zu einem
Zopf, doch heute fiel es ihr offen über die Schultern und bis zur Taille.
Haar wie das der Fee Morgane, behauptete ihr Verlobter Christian. Eine
grünäugige Meerjungfrau, die das Zeug dazu hatte, allen Seeleuten der Welt
den Kopf zu verdrehen. Die Männer, mit denen sie vor Christian befreundet
gewesen war, hatten gesagt, sie sei schön. Jetzt glaubte sie ihnen.
Scheu lächelte sie der Unbekannten im Spiegel zu. Doch plötzlich zogen sich
ihre Brauen zusammen, denn der Spiegel zeigte auch ihre Mutter, die sich
gerade auf die Zehenspitzen stellte, um den Musselin-Ballen vom oberen
Kleiderschrankbord zu ziehen.
»Warte, ich hol ihn runter!« Marie wirbelte herum.
Doch Jeanne zog schon am Stoff - und riss noch einen weiteren Gegenstand
mit, der dumpf auf den Holzboden polterte.
Sie sprang zurück und bekreuzigte sich flüchtig, als sei das Ding vom
Teufel besessen. Und genau so empfand Jeanne es auch.
Es handelte sich um eine Automatik-Pistole. Eine Sigpro 9-mm-Parabellum.
Eine gefährliche Waffe, die sie nie aus Brest hätte mitnehmen dürfen. Denn
wenn ihre Vorgesetzten davon erfahren hätten, hätte ihr das einen weit
schlimmeren, wenn auch weniger verletzenden Tadel eintragen können als den
Vorwurf, den sie aus den blitzenden Augen ihrer Mutter las.
Marie griff hastig nach der Pistole, ließ sie in einer Schublade
verschwinden und schloss diese ab.
»Nun zieh doch nicht so ein Gesicht! Sie ist nicht geladen«, murmelte sie
mit einem leicht aggressiven Unterton, als wäre sie auf frischer Tat
ertappt worden.
Sie trat zu Jeanne, deren Gesichtsausdruck sich fast unmerklich verändert
hatte, und neigte den Kopf, damit der Schleier festgesteckt werden konnte.
Sie lächelte schuldbewusst.
»Das ist doch nur ein Werkzeug für meine Arbeit«, fügte sie besänftigend
hinzu.
»Du hättest das Werkzeug bei denen da lassen können«, bemerkte Jeanne und
befestigte die duftigen Wolken aus Musselin in Maries Haar.
Bei denen da. Jeanne hatte sich nie zu einer anderen Bezeichnung für den
SPRJ, die regionale kriminalpolizeiliche Dienststelle in Brest, durchringen
können. Wenn sie nach dem Beruf ihrer Tochter gefragt wurde, antwortete sie
stets ausweichend, Marie sei Beamtin im Innenministerium.
Marie schaute noch einmal auf ihr von zartem Musselin umschmeicheltes...
„Über diesen Titel“ kann sich auf eine andere Ausgabe dieses Titels beziehen.
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Hardcover. Zustand: Very Good. With dust jacket. It's a well-cared-for item that has seen limited use. The item may show minor signs of wear. All the text is legible, with all pages included. It may have slight markings and/or highlighting. Artikel-Nr. 3426662213-11-1-29
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Hardcover. Zustand: Bon. Ancien livre de bibliothèque avec équipements. Livre un peu vrillé. Couverture légèrement déchirée. Salissures sur la tranche. Ammareal reverse jusqu'à 15% du prix net de cet article à des organisations caritatives. ENGLISH DESCRIPTION Book Condition: Used, Good. Former library book. Book slightly twisted. Slightly torn cover. Stains on the edge. Ammareal gives back up to 15% of this item's net price to charity organizations. Artikel-Nr. F-040-903
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Zustand: Wie neu. 512 Seiten .ungelesen . Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 734 0,0 x 0,0 x 0,0 cm, Gebundene Ausgabe. Artikel-Nr. 10594
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Hardcover. Zustand: Fair. Aus einer Bibliothek ausgesondert/ Stempel; Leichte Gebrauchsspuren; Leichte Anmerkungen / Beschriftungen. Die Steine bluten, wenn ein Unrecht auf der Insel geschieht . Eine verhangnisvolle Legende uberschattet das Leben der kleinen Gemeinschaft. Spielt jemand mit den Damonen der Vergangenheit? Die Polizistin Marie Kermeur kehrt zuruck auf ihre bretonische Heimatinsel, um ihrem Jugendfreund das Jawort zu geben. Am Hochzeitsmorgen passiert das Entsetzliche: Sie entdeckt bei einem Spaziergang am Strand die Leiche ihres Bruders. In seiner Hand findet Marie eine ratselhafte Botschaft in bretonischer Sprache. Als einer der Menhire aus dem mystischen Steinkreis zu bluten anfangt, ist Marie sich sicher: Es war kein Unfall! Aber hat all das wirklich mit einer jahrhundertealten Legende zu tun? Da geschieht auch schon ein weiterer Mord . Marie beginnt zu ermitteln und erhalt Unterstutzung von Lucas Fersen, einem Spezialisten fur rituelle Mordfalle. Auch wenn das Verhaltnis der beiden erst angespannt ist, entwickeln sie bald leidenschaftliche Gefuhle fureinander. Das Ermittlerduo kommt einem erschutternden Familiengeheimnis auf die Spur, und fur Marie ist nichts mehr, wie es war . Artikel-Nr. 31541410-24ae-4b05-b609-17f42fbcb9ad
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Hardcover. Zustand: Fine. Leichte Kratzer / Abnutzungen / Druckstellen; Leichte Gebrauchsspuren; Leichte Verformung / umgeknickte Seiten; Leichte Verschmutzung / Farbtonveranderung. Die Steine bluten, wenn ein Unrecht auf der Insel geschieht . Eine verhangnisvolle Legende uberschattet das Leben der kleinen Gemeinschaft. Spielt jemand mit den Damonen der Vergangenheit? Die Polizistin Marie Kermeur kehrt zuruck auf ihre bretonische Heimatinsel, um ihrem Jugendfreund das Jawort zu geben. Am Hochzeitsmorgen passiert das Entsetzliche: Sie entdeckt bei einem Spaziergang am Strand die Leiche ihres Bruders. In seiner Hand findet Marie eine ratselhafte Botschaft in bretonischer Sprache. Als einer der Menhire aus dem mystischen Steinkreis zu bluten anfangt, ist Marie sich sicher: Es war kein Unfall! Aber hat all das wirklich mit einer jahrhundertealten Legende zu tun? Da geschieht auch schon ein weiterer Mord . Marie beginnt zu ermitteln und erhalt Unterstutzung von Lucas Fersen, einem Spezialisten fur rituelle Mordfalle. Auch wenn das Verhaltnis der beiden erst angespannt ist, entwickeln sie bald leidenschaftliche Gefuhle fureinander. Das Ermittlerduo kommt einem erschutternden Familiengeheimnis auf die Spur, und fur Marie ist nichts mehr, wie es war . Artikel-Nr. bc21af2d-3420-4a33-8b91-d2eb0ec0d837
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Anbieter: Captain Book, Altach, Österreich
Hardcover. Zustand: Sehr gut. 508 S. Gutes Exemplar, geringe Lagerspuren, Rücken gebogen, Seiten sauber und vollständig. SB8932 Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 737. Artikel-Nr. 21129
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Anbieter: Sammlerantiquariat, Krukow, Deutschland
Hardcover. Zustand: Gut. Zustand des Schutzumschlags: Guter Zustand. ISBN: 9783426662212 - Hardcover Buch guter Zustand - - Schutzumschlag guter Zustand - Erscheinungsjahr: 2006 - Buch mit 508 Seiten - - Index: 169. Artikel-Nr. 223580
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