Der aus Beiruth stammende Journalist und Romancier Amin Maalouf schildert nach Auswertung zeitgenössischer arabischer Chroniken die Kreuzzugsbewegung aus der Sicht der Araber. Er macht die Fassungslosigkeit und das Entsetzen einer hochzivilisierten Gesellschaft angesichts der "barbarischen Invasion" aus dem Abendland deutlich. Damit ermöglicht er dem "westlichen" Leser eine neue Sicht der entscheidenden Phase in der Auseinandersetzung zwischen Christentum und Islam.
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Der 1949 in Beirut geborene Journalist und Romancier Amin Maalouf lebt seit 1976 in Paris. Auf deutsch liegen u.a. seine Romane "Leo Africanus", "Samarkand" und "Der Mann aus Mesopotamien" vor. Für sein Buch "Der Felsen des Tanios" erhielt er 1993 den Prix Goncourt.
"Als Kaiser Rotbart lobesam Zum heiligen Land gezogen kam..." Was Ludwig Uhland dem deutschen Leser von 1814 mit schwäbischem Biedersinn als frommes, ehrenwertes Unternehmen verkauft hat, war für die heimgesuchten Moslems eine barbarische Invasion. Anhand zeitgenössischer arabischer Chroniken und Berichte schildert das vorliegende Buch des preisgekrönten Romanciers und Sachbuchautors Amin Maalouf die Kreuzzüge erstmals systematisch aus der Sicht der "anderen Seite". Nach seinem Anschlag auf Papst Johannes Paul II. im Jahre 1981 erklärte der türkische Attentäter Mahmet Ali Agca, er habe "den Obersten Kriegsherrn der Kreuzritter töten" wollen - ein Eingeständnis, das einmal mehr offenbart, welch nachhaltiges Trauma die Kreuzzüge, auch mit einem Abstand von fast tausend Jahren, im kollektiven Gedächtnis der muslimischen Welt hinterlassen haben. Die Fassungslosigkeit und das Entsetzen einer hochzivilisierten Gesellschaft angesichts der "barbarischen Invasoren" aus dem Abendland, die auch vor kannibalistischen Exzessen nicht zurückschreckten, spiegelt sich in nahezu allen arabischen Chroniken und Berichten aus der Zeit zwischen 1096 und 1291 wider. Dem libanesischen Autor Amin Maalouf kommt das Verdienst zu, diese Dokumente endlich auch einem breiteren westlichen Publikum zugänglich zu machen. Seine Darstellung der Kreuzzüge, die hier zum ersten Mal systematisch aus der Sicht des "anderen Lagers" geschildert werden, wirkt umso überzeugender, als Maalouf nicht mit dem missionarischen Anspruch eines religiösen Eiferers auftritt, sondern seinen Gegenstand konsequent vom säkularisierten Standpunkt des Historikers aus behandelt. Sein Buch eröffnet uns einen neuen Blick auf jenen ersten entscheidenden Bruch in den Beziehungen zwischen Europa und dem Orient, dessen Auswirkungen bis heute zu spüren sind.
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